Der obige Titel ist übrigens die "deutsche" Übersetzung des Originaltitels "Let's Kill Bobby Z", auch bekannt als "The Death and Life of Bobby Z". Ist schon komisch, warum man sich die Mühe gemacht hat, den Titel überhaupt zu verändern.
Regisseur John Herzfeld zeigt uns in diesem Film von 2007 die Geschichte eines Kleinkriminellen und Exsoldaten namens Tim Kearney (Paul Walker). Wieder einmal im Gefängnis, bekommt er von dem Polizisten Tad Gruzsa (Laurence Fishburne) das Angebot, in die Rolle des verstorbenen Drogenkönigs Bobby Z (Jason Lewis) zu schlüpfen, um in einer Art Gefangenenaustausch einen anderen Polizeibeamten aus der Gewalt des mexikanischen Drogenbosses Huertero (Joaquim de Almeida) zu befreien. Da Tim ohnehin nichts zu verlieren hat, willigt er ein, zumal dies sein Ticket in die Freiheit werden soll. Der Austausch läuft aber schief, und Don Huertero ist zu allem Überfluß darauf aus, den vermeintlichen Bobby Z zu töten, um einen Konkurrenten aus dem Weg zu schaffen. Auch der zwielichtige Gruzsa bedient sich unorthodoxer Methoden, um Kearney aus dem Weg zu räumen, indem er eine Motorradgang auf ihn ansetzt. Kearney kann nur auf die schöne Elisabeth (Olivia Wilde) vertrauen, um sich und auch den jungen Sohn Bobbys vor seinen Verfolgern zu retten. Die Frage ist nur: Wird Elisabeth ihn nicht am Ende verraten?
"Kill Bobby Z" ist ein temporeicher Actionfilm mit vielen Verfolgungsjagden, Schießereien und gewalttätigen Auseinandersetzungen und als solcher sehr gute Unterhaltung für den Samstagabend. Besonders originell hingegen ist er nicht, aber doch abwechslungsreich und spannend in den vom Genre und Herkommen gesetzten Grenzen. Darüber hinaus spielt Paul Walker seinen Helden so, daß man ihn mehr und mehr sympathisch findet und wirklich mit ihm mitfiebert, wenn er etwa von Motorrädern, schießwütigen Cowboys und bombenwerfenden Hubschraubern verfolgt wird. Wer hier etwas völlig Neues erwartet, sollte vielleicht selbst einmal einen Film drehen.
Besonders herzerfrischend ist der genervt-resignierte Gesichtsausdruck, den Keith Carradine alias Mr. Johnson aufsetzt, als er merkt, daß er in eine ziemlich auswegslose Falle geraten ist. Einfach mal drauf achten!