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Kikujiros Sommer
 
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Kikujiros Sommer

Takeshi Kitano , Yusuke Sekiguchi    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Takeshi Kitano, Yusuke Sekiguchi, Kayoko Kishimoto
  • Komponist: Joe Hisaishi
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Japanisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 29. März 2004
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 117 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0001FBCOM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 73.839 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein kleiner Junge sucht seine Mutter. Begleitet wird er von einem Bekannten seiner Oma, einem kauzigen Raubein, einem Großmaul, einem nicht sehr erfolgreichen Yakuza, dem der Knirps zunächst nur eine Last ist. Die Reise des ungleichen Paares durch das japanische Hinterland wird zu einem märchenhaften Roadmovie, das von Freundschaft, Schüchternheit und Außenseitertum erzählt. Natürlich wächst das Kind dem Tunichtgut ans Herz, doch bevor die Handlung sentimental werden kann, ist die Reise zu Ende.

Ein Film, der nicht den Erwartungen an Takeshi Kitano entspricht, der in Europa mit harten Filmen, in denen ultratrockene Darstellung von Brutalität die Action-Fans und stoischer Humor sowie existentialistische Züge die seriöse Kritik begeistert, bekannt wurde: Hana-bi gewann 1997 den Goldenen Löwen in Venedig. Als Schauspieler nennt sich das japanische Multitalent Beat Takeshi (Super-Bösewicht in Vernetzt - Johnny Mnemonic und initiiert als Komiker das Spektakel Takeshi's Castle, dessen Witz durch die deutsche Synchronisation leider völlig verloren geht.

Kikujiros Sommer ist die melancholisch-poetisch erzählte Geschichte einer Freundschaft zweier Außenseiter, von Slapstickszenen durchzogen, die von surreal-absurdem Humor getragen sind. Die Sehgewohnheiten der meisten Kinder werden bei diesem Film auf die Probe gestellt: der Witz kommt leise daher, die Langsamkeit des Films und die Absurdität einzelner Szenen verlangen einige Aufmerksamkeit. Doch es lohnt sich! Kinder ab 10 werden sich mit Massao auf der Suche nach Geborgenheit identifizieren können und haben bereits Sinn für die Ironie vieler Szenen.

Die hinreißende Filmmusik trägt über schwierige Passagen, da sie die Sehnsucht der Hauptfiguren immer wieder in Erinnerung zu rufen vermag. Eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass auch Filme ohne Brachial-Action und überdeutliche Gags Spaß machen können. Nebenbei lernt man viel über das ferne Land Japan abseits von Karaoke, Sushi und Pokémon. Freilich sieht man durch Kitanos eigenwillig geformte Brille -- ein Gestell, das sowohl Kindern als auch Erwachsenen wunderbar passt. --Christina Kalkuhl

Produktbeschreibungen

Kikujiros Sommer erzählt von der abenteuerlichen Reise eines Paares, wie es unterschiedlicher überhaupt nicht sein könnte Masao, acht Jahre alt und auf der Suche nach seiner Mutter, trifft auf Kikujiro, einen raubeinigen Taugenichts, immer auf der Suche nach dem schnellen Geld. Auf der gemeinsamen Reise ins japanische Hinterland, auf der Suche nach der Mutter des Kleinen, wachsen die beiden Reisegefährten immer enger zusammen. Am Ende des Sommers, nach zahlreichen, bisweilen bizarren Abenteuern, Enttäuschungen und nach gewonnenen neuen Erkenntnissen kann Masao von seinen unglaublichen Erlebnissen berichten und hat Kikujiro gelernt, dass Kinderspiele dabei helfen können, zu erkennen, was im eigenen Leben falsch gelaufen ist.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 16. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kikujiros Sommer [VHS] (Videokassette)
In diesem Film zeigt Takeshi Kitano dass er weit mehr kann als nur düstere Yakuzawelten darzustellen.Der Film ist ohne jede Gewalt und besticht durch eine sehr ruhige Kammeraführung.Für jeden Takeshi-Fan sowieso ein Muss aber auch allen anderen die mal die Landschaft von Japan sehen wollen oder einfach nur mal relaxen wollen kann ich den Film sehr empfehlen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Einfühlsames und humorvolles Poesiekino eines Meisterregisseurs, 25. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Kikujiros Sommer (DVD)
Takeshi Kitano, der sich während seiner Karriere den Künstlernamen "Beat Takeshi" angeeignet hat, gilt als ein Allround-Talent. Nicht nur hinter oder vor der Kamera als Regisseur und Schauspieler ist er tätig. Neben seiner Hauptbeschäftigung erscheint er im japanischen Fernsehen gerne als TV -und Radiomoderator oder Komiker. Daneben ist er Autor, dichtet und malt. Ausserdem ist er seit April 2005 Ehrendozent an der Tokyo-Nationaluniversität der Kunst und Musik.

Seine ausgesprochen poetische Ader bringt Kitano in seinen Filmen zum Ausdruck und wird dabei oft von bestimmten Prägungen und Verarbeitungsprozessen aus dem eigenen Leben begleitet. Auch "Kikujiros Sommer" bildet hier keine Ausnahme. Kitano erlitt 1994 einen schweren Motorradunfall, wonach er zwei Tage lang im Koma lag. Als er wieder ausser Lebensgefahr war, schenkte ihm eine ältere Frau eine Engelsglocke. Diese bedeutete Kitano soviel, dass er sie bewahrte und fortan als Glücksbringer stets mit sich trug. Sein Anliegen war, dieses Objekt irgendwann einmal in einen seiner Filme miteinzubauen. Dieser Film sollte "Kikujiros Sommer" werden.

Kitano ist im Grunde bekannt für Filme der härteren Gangart wie Hana-Bi", Sonatine" oder Brother", wobei im Zentrum der Haupthandlung meist ein stereotyper Yakuzakiller steht, welcher mit schonungsloser Konsequenz -und Selbstverständlichkeit seine Rivalen aus dem Weg räumt, aber letztendlich selber seiner Machtgier zum Opfer fällt. Von diesem Szenario hat sich Kitano für einmal verabschiedet, um etwas unkonventionelles zu schaffen. Der Film "Kikujiros Sommer" lässt sich am einfachsten im Genre der Tragikomödie einordnen. Takeshi Kitano`s aus dem Jahre 1999 stammender Film besticht anfänglich durch eine ausgeprägte Ruhe, die nur von wenigen Ereignissen gestört wird, es wird verhältnismässig wenig gesprochen. Im mittleren Handlungsverlauf entwickelt er sich zu einem abenteuerlichen und mitreissenden Roadmovie, das durch seine unvermittelten Begebenheiten zunehmend an Tiefe gewinnt und mit einigen komisch-witzigen Einlagen aufwartet, was die Atmosphäre gekonnt und dezent auflockert. Gegen Ende gipfelt die Geschichte in einem dramatischen Höhepunkt, welcher dann durch ein mehr oder weniger unfreiwillig glückliches Ende wieder abgerundet wird.

Für Masao, einen kleinen, achtjährigen Jungen aus der dritten Klasse beginnen soeben die Sommerferien. Normalerweise sind das für die Kinder oft die aufregendsten Zeiten. Für Masao scheint das aber nicht zuzutreffen. Für ihn ist es ein Tag wie jeder andere. Im Grunde gibt es auch nicht viel zu erzählen. Seine Grossmutter arbeitet, sein Vater kam vor seiner Geburt bei einem Motorradunfall ums Leben, die Mutter arbeitet der Grossmutter laut arbeitsbedingt weit weg, dies angeblich nur zu Masao`s Besten. So macht er sich gedankenversunken zum Fussballtraining auf. Dort angekommen, muss er feststellen, dass er der einzige ist, der erschienen ist. Hier trifft dieser nur noch auf seinen Trainer, der auch gerade wegfahren will. Der Trainer macht ihm klar, dass in den Ferien kein Training sei, verabschiedet sich bei ihm und lässt ihn dann alleine auf dem Feld zurück. Daraufhin beschliesst der Junge, bei seinem Kumpel vorbeizugehen, um dort irgendwas zu machen. Als er dort angekommt und das Treppenhaus hoch steigt, läuft ihm sein Freund samt Familie in Aufbruchsstimmung entgegen. Dabei wird ihm klar, dass diese gleich in den Urlaub fahren werden. Ein kurzes Begrüssen und Verabschieden, dann bleibt er winkend ein weiteres Mal alleine zurück. Zuhause entdeckt Masao zufälligerweise die versteckte Adresse seiner Mutter. Er bricht sofort voller Tatendrang auf, um seine Mutter im Hinterland zu besuchen. Auf dem Weg begegnen ihm zwei Freunde der Grossmutter, die von seinem Vorhaben erfahren. Die Freundin stellt Masao ihren Ehemann zur Seite, der aber im Grunde ein einfältiger Nichtsnutz ist und scheinbar nicht viel mit Kindern am Hut hat. Es beginnt ein Abenteuer voller Überraschungen und unerwarteter Entwicklung, in diesen sich die zwei Charaktere trotz der Ungleichheiten immer besser verstehen lernen und schliesslich aneinander wachsen.

Es geht um die Akzeptanz der Dinge, wie sie sind, sie so zu nehmen, wie sie auf einen zukommen. Das zu tun, womit man am einfachsten glücklich ist und nicht an etwas festhält, das unerreichbar ist oder die Begebenheiten noch komplizierter macht. Sich mit dem gegenwärtigen zufrieden geben und sich an den kleinen, zwischenmenschlichen Aspekten des Lebens erfreuen, diese Botschaft hat mir persönlich der Film vermittelt. Es ist aber auch ein Film über die rührseligen Zeiten des Kindseins und die kindliche Neugierde, die damit verbunden ist. Man nimmt hier die Welt für einmal aus der phantasievollen Perspektive eines Kindes wahr. Dabei ist dieses Bild wunderschön verklärt, träumerisch und voller Sehnsucht. Das assoziiert sofort das individuelle Kindheitsbild des Zuschauers in der Erinnerung auf den Film. Das Abenteuer macht deutlich, dass man Glück nicht erzwingen kann und die Zuversicht eines Freundes zu jeder Zeit der beste Wegbegleiter ist. Dass jenes Glück unvermittelt eintritt und oft dann, wenn man es nicht erwartet, schon gar nicht, in der Form zweier völlig harmloser, verständnisvoller Motorradrocker, wie es beispielsweise hier der Fall ist.

Prominent wird der Film durch einen überragenden Soundtrack von Joe Hisaishi unterstützt. Seine Kompositionen mit dem wunderschönen Piano -und Geigenspiel verstehen es, die kindliche und verspielte Seite des Filmes atmosphärisch eindringlich zu beschreiben. Er erweckt geradezu die eigenen Erinnerungen aus der Kindheit wieder zum Leben, die unbeschwerte Zeit, aber auch die kleinen Enttäuschungen und neuen Erfahrungen, die man mit dem Kindesalter macht. Da sich die Geschichte des Filmes in der Sommerjahreszeit abspielt, bemüht sich der Score ein leicht-lockeres Sommerfeeling zu erzeugen, was ihm im summa summarum hervorragend gelingt.

Fazit: Kitano hat mit diesem Film ein wunderbar poetisches Roadmovie mit viel verspieltem Humor geschaffen. Obwohl einige Kritiker angesichts des "dünnen Drehbuches" ihre Zweifel an der Qualität des Filmes hatten, ist Kitano durch seine meisterhafte Handschrift ein grossartiger, aussergewöhnlicher Film gelungen. Ich will den Film allen gerne empfehlen, die im Herzen immer noch jung geblieben sind und sich gerne an die Zeiten des Kindseins zurückerinnern.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvoll und schonungslos offen, 10. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Kikujiros Sommer [VHS] (Videokassette)
Der japanische Regisseur Takeshi Kitano (auch "Beat Takeshi") ist in jedem Fall ein Garant für anspruchsvolle Filme - sowohl als Regisseur als auch nicht zuletzt als Schauspieler (siehe z.B. "Merry Christmas, Mr. Lawrence" an der Seite von David Bowie)
Filme von Takeshi Kitano zeichnen sich immer durch schonungslose Offenheit und unverblümte Bildsprache aus.
So offen (und fast schon selbstverständlich), wie er Gewalt in vielen seiner Filme darstellt, so ungeschminkt und glaubhaft zeigt er hier die Freundschaft und Sympathie zwischen den Hauptfiguren.

Kitano zeigt in diesem Film, wie auch wildfremde Menschen, denen man es auf den ersten Blick vielleicht nicht zutraut (siehe die beiden Motorradfahrer), warmherzig Interesse an einem kleinen Jungen zeigen und nicht wie erwartet Desinteresse oder Schroffheit.
Der Film gibt einem auf liebevolle Weise Glauben an die Menschheit. Die eine oder andere Träne wird man sich bei diesem Film nicht verkneifen können!

Der Film an sich ist nicht gewalttätig und bedient sich keiner ordinären Sprache, daher ist er auch für Kinder freigegeben.
Die emotionale Tiefe, die sich hinter der an sich knappen Storry und den manchmal endlosen szenen verbirgt, macht den Film aber zu anspruchsvoll, als dass ein Kind ihn vollkommen erfassen könnte.
Alles in allem ein Film, den man gesehen haben muss!
Die erfrischend ungeschminkten Bilder und nicht bis zur Perfektion inszenierten Einstellungen heben auch diesen Kitano-Film von jeglichen "Hollywoodproduktionen" ab.

Bedauerlich nur, dass es diesen Meilenstein nicht auch auf DVD gibt...

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