Wer sieht es nicht gern, wenn die Eiskunstläufer majestätisch und so locker und leicht über das Eis gleiten? Nach einer eingängigen Musik und mit dem Eis verschmolzen tanzen sie auf ihren Kufen, die man an ihnen angewachsen meint, dahin.
Aber irgendwann muss ein Eiskunstläufer diese sportliche Karriere an den Nagel hängen. Aber als Sportler einer bestimmten Sportart ist man irgendwie auch im nächsten Leben diesem Sport verbunden. So hat sich Tanja Szewczenko nach ihrer sportlichen Karriere der Schauspielerei gewidmet, die aber auch thematisch mit dem Eislaufen verbunden war.
Nun geht sie ihre dritte Laufbahn an. Sie betätigt sich als Autorin für Kinderbücher und hat sogar mit Norman Jeschke einen eigenen Verlag gegründet, in dem sie ihr Buch herausgebracht hat.
Ich hatte das große Glück, die beiden auf der Buchmesse in Leipzig im März diesen Jahren kennenlernen zu dürfen. (Das nur so am Rande !!)
Der Schneekinderverlag hat eine tolle übersichtliche kindgerechte homepage, auf der man einiges über das Buch nachlesen kann. Ich denke, über diese homepage wird eines Tages auch ein Bericht von mir erscheinen. *g*
nun aber zum Buch:
Gliederung:
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Das Buch Prolog am Beginn und in 21 Kapitel untergliedert, die jeweils mit fettgedruckter Überschrift versehen sind. Die Kapitel sind nicht zu lang, als das sie für Kinder langwierig werden könnten.
Es folgt am Schluss ein Epilog
Inhalt:
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Es geht um das Mädchen Kiki genannt Kufenflitzer, man kann sich vorstellen warum ...
Kiki trägt keine "normalen" Schuhe, sondern sie ist mit Kufenschuhen ausgestattet. Zu Kiki gehören weiterhin der Eisbär Lukas sowie Conrad der kleine Haubentaucher-Pinguin und natürlich Jonas Kupferstein, ein Junge von 12 Jahren, der am anderen Ende der Welt lebt.
Meine Meinung zum Buch:
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Dieses Buch ist ein üeraus herzliches Kinderbuch, welches - das spürt man - von der Autorin von Herzen kommt und mit Herz geschrieben ist.
Sehr einfühlsam und kindgerecht beschreibt die Autorin Tanja die Geschichte um den Eiskristall und Kiki Kufenflitzer. Tanja Szewczenko schreibt sehr bildhaft und erfrischend, sie schreibt für Kinder, die viel Fantasie haben und sie schreibt mit viel Fantasie.
Die Geschichte sprüht nur so von Charme und Geist, aber auch Witz und Esprit. Sie spielt auf Nordland in einer eisigen Welt und macht es dem Leser doch so leicht, dass einem warm ums Herz wird, weil die Geschichte so herzlich geschrieben ist.
Sehr bildhaft und ausschweifend beschriebt Tanja Szewczenko die Umgebung, in der sie ihre Geschichte angesiedelt hat. Als Leser, wenn ich mich in ein Kind hineinversetze, kann ich mir diese Welt sehr gut vorstellen, sie wird real und Kinder können abtauchen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.
Die Tiere werden menschlich dargestellt, sie werden mit ihren Fehlern, Schwächen und guten Charaktereigenschaften dargestellt. Sie können sprechen, wie in einer Fabel. So ist der Pinguin ein neunmalkluger Wicht und Der Eisbär tollpatschig.
Kiki wird sehr abenteuerlustig dargestellt. Eisschollen könne für sie rettende Inseln sein oder zu Rutschpartien einladen.
Es ist aber auch irgendwie ein Kinderkrimi, weil nicht nur Spiel, Spaß und Freundschaft eine rolle spielen, sondern die Fremdne, die auf Nordland einfallen und den Eiskristall stehlen. Es geht nun abenteuerlich zu, sodass der Roman nicht "nur" für Mädchen, sondern ganz gewiss auch für Jungen sehr lesenswert und vor allem liebenswert ist.
Es sind zwar keine Bilder vorhanden, aber durch die sehr bildhafte Schreibweise und auch die zahlreichen Bilder auf der webseite kann man sich die handelnden Figuren bestens vorstellen.
Die Schriftgröße ist perfekt - ich würde sagen für ein Lesealter ab 8 Jahren. Natürlich kann das Buch auch als Vorlesebuch bestens fungieren. Es weckt die Leselust, ist leicht verständlich für Kinder im angegebenen Alter geschrieben und sehr fantasievoll, regt also auch die Fantasie der kids an und leitet sie zum Lesen.
Ich bin schon echt gespannt auf weitere Abenteuer mit Kiki Kufenflitzer.
kurze Leseprobe an dieser Stelle:
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Wie wir wissen, ist das Abenteuergeschichtenausdenken Kikis absolute Spezialität. Das fantastische Abenteuer an diesem Tag ging so: Kiki, conrad und Lukas gehörten zu den Guten (natürlich) und wurden von den Bösen verfolgt. Die wollten das Gute in der Welt auslöschen (wollten die ja immer), damit sie die alleinige Macht über Nordland hätten. Die Bösen hatten es bereits fast geschafft. Nur noch die drei gewitzten Freunde waren von den Guten übrig.
Das Problem mit den Bösen war allerdings, dass sie nicht, wie man so schön sagt, Mann gegen Mann zu bekämpfen waren. Sie waren nämlich die eigenen Schatten der drei Freunde. Quasi graue Mächte, die ihnen im wahrsten Sinne des Wortes immerzu dicht auf den Fersen waren. ...
kurze prägnante Sätze, die flüssig zu lesen sind, prägen das Bild auf den Buchseiten. Tanja versteht es perfekt, ihre kleinen Leser mit der Geschichte zu identifizieren, indem sie sie irgendwie in die Handlung involviert, so habe ich es empfunden.
Sicher ist das Buch auch leerreich, weil es Gut und Böse gegenüberstellt, und halt aufzeigt, dass das Gute am Ende siegt, was ich als Moral von der Geschichte ansehe, dass man halt Freundschaft über alles stellen sollte und wenn man Freunde hat, dass man damit nie untergehen kann, das einem immer geholfen wird, das man zusammenhalten soll. Ich denke, dass ein solcher Hintergrund auch für die lesenden Kinder verständlich ist und dazu beitragen kann, dass man wieder mehr Freundschaften in den Vordergrund stellt, in denen man sich aufeinander verlassen kann. Sozusagen Pferde stehlen kann.
Ihr merkt, ich bin begeistert und deshalb habe ich auch diesen Bericht geschrieben, weil ich finde, dass es dieses Buch verdient hat, genannt und gelesen zu werden.