Nakamura Kiharu's Lebenserinnerungen sind wunderbar zu lesen. Es sind Anekdoten aus einem langen und erfüllten Leben, an welchem sie den Leser humorvoll und liebenswürdig teilnehmen lässt.
Die Einblicke, welche uns Frau Nakamura gibt, sind von ihr gewählt, und heben ein wenig den Schleier, der über eine versunkenen Welt liegt. Zauberhaft und leicht berichtet sie, was es hiess, eine Shimbashi Geisha zu sein, nicht reisserisch und auf Oiran-Klischees basierend wie Arthur Golden, und auch nicht kühl und exakt wie die Kyotoer Geiko Iwasaki Mineko.
Häufig wird sie mit den beiden oben genannten Autoren in Vergleich gestellt, doch muss ich anmerken: Kiharu, Memoiren einer Geisha ist kein Roman.
Und auch kein reines "Das ist eine Geisha" Aufklärungsbuch.
Ihre Memoiren an ihre Zeit als Geisha (Edokko Geisha ichidai-ki) umfassen lediglich den ersten Teil des Buches, die Erinnerungen an die Kriegsjahre und an ihre Anfänge in den vereinigten Staaten im zweiten und dritten Teil.
Nakamura Kiharu bleibt dem Leser als eine gefühl- und humorvolle, liebenswürdige Frau in Erinnerung.
Nakamura Kiharu starb am 5. Januar 2004 in New York im Alter von 90 Jahren.