Movieman.de
Die Kritiker überschlugen sich mit Lob, als Dito Montiels filmische Autobiographie zuerst auf Filmfestivals, später auch regulär lief. Und das zurecht, denn der Regie-Novize hat einen enorm starken Film vorgelegt, der auch formal überzeugen kann - und das vor allem durch seine unkonventionelle Art, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden. Der junge und der alte Dito Montiel werden von Robert Downey Jr. und Shia LaBeouf gespielt. Optisch haben die keinerlei Ähnlichkeiten, doch es ist ihr loderndes Spiel, das die Illusion perfekt macht, hier ein und denselben Menschen vor sich zu haben. Montiel holt aus seinen Mimen das Maximum heraus. Er verlangt Eric Roberts eine seiner besten Darstellungen in mehr als 20 Jahren ab und hat mit Tatum Channing einen vielversprechenden Newcomer entdeckt, der mittlerweile auch schon von Oliver Stone angeheuert wurde. Die Geschichte selbst ist mal mit leichtem Humor versetzt, mal traurig, mal aufregend, mal nüchtern, aber immer auf den Punkt und den Zuschauer emotional packend. Einen besseren Zeitpunkt, diesen Film zu sehen, kann es kaum geben, ist 2008 doch das Jahr von Robert Downey Jr., der in "Iron Man" zu sehen ist, und Shia LaBeouf, der auf DVD gerade in "Disturbia" auffiel und in "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" den Sohn des Abenteurers spielt. Hier kann man beide in einem ernsthaften Stoff sehen, den sich kein Filmfan entgehen lassen sollte Fazit: Ein packendes Debüt, ein elektrisierender Film!
Moviemans Kommentar zur DVD: Ein Top-Film in einer sehr schönen Umsetzung. Das Bild lebt von seinen feinen Farben, der Ton ist lebendig und das Bonusmaterial erfreulich umfangreich.
Bild: Was besonders schön an diesem Film ist, ist die reiche Farbpalette, die durchgehend ihrem eigenen Stil treu bleibt, so dass die Farben ein wenig verwaschen wirken und zugleich in bronzegoldene Töne getaucht sind. Das Ergebnis ist ein Feeling, das für einen autobiographischen Film sehr gut passen mag, denn man hat das Gefühl, in die Vergangenheit einzutauchen. Rauschen ist in leichtem Maße vorhanden, gepaart mit etwas Flimmern. Zumeist - und vor allem bei den zahlreichen Tagszenen - fällt es nicht weiter ins Gewicht. Die Schärfe ist etwas wechselhaft. Bei Totalen lässt die Detailzeichnung deutlich nach (00:26:53), bei Nahaufnahmen ist sie jedoch besser. Aber natürlich merkt man hier dem Film schon an, dass mit kleinem Budget gearbeitet wurde. Der Kontrast ist bewusst etwas steil gewählt, was dazu führt, dass schwarze Elemente auch wirklich tiefschwarz sind, aber keine allzu feinen Konturen aufweisen (Anzug bei 01:11:07). Die Vorlage ist sehr gut erhalten, die Kantenführung gefällt und Aliasing gibt es auch nicht.
Ton: Bei beiden Sprachen gibt es DD 5.1-Sound, der in beiden Fällen auch recht gut geraten ist. Allerdings gefällt der englische Ton noch etwas mehr, da er sich natürlicher ins Klanggeschehen einbindet. Im Deutschen sind die Dialoge immer etwas lauter, als sie sein sollten. Sehr schön ist der Surroundsound, der die Straßen von New York zum Leben erweckt. Hier gibt es immer etwas aus der näheren Umgebung zu hören, so dass ein sehr lebhaftes Audiovergnügen garantiert ist.
Extras: Dito Montiel und sein Cutter Jake Pushinsky sprechen einen sehr lebendigen Audiokommentar, bei dem auch klar wird, wie sehr dem Regisseur dieser Film am Herzen liegt. Das Making Of geht gute 20 Minuten und bietet Interviews mit den Machern und Stars, wobei hier auch darauf eingegangen ist, dass es Robert Downey Jr. zu verdanken ist, dass dieser Film überhaupt entstanden ist. Es gibt 13 Minuten an alernativen Szenen, einem etwas elaborierteren Anfang und verschiedene Schlussszenen, bei denen Eric Roberts etwas mehr zu tun hat. Abgerundet wird das ganze durch drei Trailer und eine Bildergalerie. --movieman.de
Produktbeschreibungen
Der erfolgreiche Autor Dito (Robert Downing Jr.) lebt in Los Angeles. Eines Tage erhält er einen Anruf, sein Vater sei schwer krank. Er fährt nach 15 Jahren zum ersten Mal zurück nach Queens in New York, wo er aufgewachsen ist.
Die Erinnerungen stürzen auf ihn ein, als er dorthin zurückkehrt, wo er seine Jugend verbracht hat. All seine Freunde sind entweder tot, bei Bandenkriegen erschossen, im Gefängnis oder drogenabhängig. Wie es scheint ist er der einzige, der es geschafft hat aus dem Sumpf von Gewalt und Drogen zu entkommen.
In bewegenden Rückblenden in den New Yorker Sommer von 1986 zeigt der Film die Lebensumstände verschiedener Menschen und ihrer Träume für die Zukunft. Aber auch wie schwer es für die Heranwachsenden ist, in diesem Umfeld Fuß zu fassen. Der Film erzählt nicht nur Ditos Geschichte, sondern auch die seiner Freunde Mike (Martin Compston), der Punk-Rocker werden will, Giuseppe (Adam Scarimbolo) einem gewalttätigen und rücksichtslosen Klein-Ganoven, dem großspurigen und unberechenbaren Antonio (Channing Tatum) und auch seiner Jugendliebe Laurie