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Biografie

RADIOHEAD - BEST OF

“And I know I'm paranoid and neurotic, I've made a career out of it.” Thom Yorke
“We’re not a political band, we are political people.” Jonny Greenwood

Damit war eines Tages zu rechnen: The Best of Radiohead. Es hätte sich wohl kaum ein besserer Zeitpunkt für die erste große Retrospektive der phänomenalen Karriere dieser wohl enigmatischsten britischen Band unserer Zeit finden… Lesen Sie mehr im Radiohead-Shop

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Produktinformation

  • Audio CD (29. September 2000)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Parlophone (EMI)
  • ASIN: B00004XONN
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  Mini-Disc  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (126 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.076 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Everything In Its Right Place
2. Kid A
3. The National Anthem
4. How To Disappear Completely
5. Treefingers
6. Optimistic
7. In Limbo
8. Idioteque
9. Morning Bell
10. Motion Picture Soundtrack

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Bei jeder Platte riskiert Radiohead Sprünge von immer höheren und noch höheren Klippen, was ihre Fans dazu antreibt, tief einzutauchen in ihre künstlerisch waghalsig verwegenen Bravourstücke. Die Reise von dem damaligen krächzenden Gitarrenstück als Ausdruck urwüchsiger Angst bei "Creep" (aus dem 1993 erschienenen Pablo Honey) bis hin zu einem der Songs auf Kid A wird zu einem Drahtseilakt, an den sich nur wenige -- wenn überhaupt irgendeine -- der Bands der Popmusikszene jemals herangewagt haben. Es fällt einem schon schwer zu glauben, dass beide Platten vom selben Planeten stammen, erst recht von der gleichen Band. Ebenso ist der grandiose, an Pink Floyd erinnernde Themenumfang des außergewöhnlichen OK Computer (1997) nirgendwo mehr zu finden. Ruhig und gelassen und weniger auf Konfrontation ausgerichtet kommt die Eröffnung ohne bombastische Effekte, und bei "Everything In Its Right Place" wird Spannung aufgebaut mit gespenstischen Stimmen aus dem Hintergrund, einem trocken pulsierenden Rhythmus und einem verschwommenen Orgelmotiv. Diese Spannung begegnet einem immer wieder bei Kid A. Bei "How To Disappear Completely" setzt sich das angespannte, atonale, anschwellende Keyboardspiel im Hintergrund deutlich ab von Thom Yorkes klagender Stimme, und bei "Idioteque" verstärken die unorganischen Rhythmen bei der bedrückenden Ziellosigkeit dieser Melodie deren nervenaufreibende Wirkung. Überall erkundet Radiohead furchtlos Dissonanzen und neue Strukturen, verbindet dabei verzerrte Klanglandschaften, in denen anscheinend Brian Eno auf Aphex Twin trifft, mit dem Gefühl extremen Unbehagens in der sie umgebenden Welt. Sie mögen zwar manchmal über das Ziel hinaus schießen und ihr künstlerischer Ehrgeiz mag sie daran hindern, uns die himmlischen Werke unserer Arena-Rock-Götter zu liefern. Aber ihr Engagement in Richtung ruhelose Kreativität bringt ein Vergnügen, das sich nicht so schnell verflüchtigt, sondern nach mehrfachem Hören in einem immer noch nachklingt.

Wenn OK Computer das Unbehagen zur Jahrtausendwende in der Rockmusik war, dann ist Kid A genau das Gegenteil; es ist die erste Platte des 21. Jahrhunderts, die nach Zukunft klingt und sich überhaupt nicht mehr darum schert, was dieser ganze Millennium-Zauber eigentlich sollte, sondern sich mehr darum kümmert, was wir jetzt alle zu tun haben. --Matthew Cooke

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Kundenrezensionen

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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Genial 21. September 2005
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Meine Geschichte zu Kid A ist witzig: Als ich mir das Album damals gekauf habe, fand ich es nach dem ersten Hören grottenschlecht und konnte absolut nichts damit anfangen. Ich habe es kurzentschlossen wieder verkauft und war froh, es los zu sein.
Ungefähr ein Jahr später kaufte ich es mir dann aber doch wieder, und mit den Jahren ist es doch tatsächlich zu meinem zweitliebsten Radiohead-Album geworden!!
Kid A ist ein Album, dass einen mit auf eine Reise nimmt. Man weiß zuerst zwar nicht, wohin diese Reise führt, aber eines wird einem irgendwann klar: Es ist eine großartige Reise!
Es ist ein Album, über das man eigentlich schwer sprechen kann. Oder aber man spricht zuviel darüber. Atmosphäre, Bewegung und "die Reise ins Nirgendwo" sind für mich die Schlüsselwörter dazu. Wenn man diese Scheibe auflegt, verändert sich der Raum um einen herum. Wärme, Kälte, Agressivität, Passivität, Traurigkeit, Resignation, Hoffnung, Leere, Fülle, Angst, Leichtigkeit, Glückseligkeit, Stärke, Schwäche, Zerbrechlichkeit,... das alles und viel mehr ist hier magisch vereint und in Musik gebannt.
Kid A wird für mich immer ein ganz besonderes Album bleiben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Reckoner
Format:Audio CD
Wer gewöhnliche Plastikmusik (sprich Pop o.ä.) gewöhnt ist,
wird mit dieser Scheibe wahrscheinlich nicht viel anfangen können.
Wer jedoch jedoch aufgeschlossen ist und dem düsteren Kid A die Möglichkeit gibt,
sich durch mehrmaliges Hören zu entfalten,
dem erschließt sich hier Schritt für Schritt ein Meisterwerk,
das einen in eine andere Welt entführt.
Dazu sollte man zuerst alle Erwartungen an ein OK Computer 2 ablegen.

Die Reise beginnt mit "Everything in its right place",
das einen im 10/8 Takt in die Stimmung versetzt,
die das gesamte Album prägt.
Ein ganz besonderer Opener, der einem jedes Mal wieder,
wenn man die CD einlegt, ein behagliches Lächeln ins Gesicht zaubert.

Mit dem Titeltrack folgt wohl das zu Beginn unzugänglichste Stück.
Die Verzerrte Stimme Thom Yorkes erscheint gedämpft, distanziert.
Wenn man aber mit dem Song näher vertraut ist, findet man immer mehr Gefallen an "Kid A",
der zum Ende hin zwar nur kurz, aber sehr schön aus der dunklen Kulisse auftaucht.

"The National Anthem" zeichnet sich vor Allem durch die simple Mörder-Bassline aus,
die sich unverändert durch das ganze Stück zieht.
Wieder ist Yorkes Stimme verzerrt, aber nicht so stark wie beim vorigen Track.
Verschiedenste Blasinstrumente arbeiten sich zusammen zu einem Kakophonischen Höhepunkt hin,
der einen bei den ersten Malen das Gesicht verziehen lässt.
Doch man erkennt langsam System dahinter und beginnt nach und nach, die Dissonanzen lieb zu gewinnen.

Track Nummer 4 ist die meiner Meinung nach beste und gefühlvollste Ballade, die auf dieser Welt je geschrieben wurde.
Schlicht gehalten nimmt "How to disappear completely" immer mehr an Gefühl zu,
bis zuletzt Yorkes Gesang von dissonanten Geigen verschlungen wird,
um darauf entgültig und befreiend aus ihnen wieder aufzutauchen.
Allein dieser Moment macht diesen Track zu einer unvergleichlichen Wanderung durch die Dunkelheit.
Unbeschreiblich, muss man gehört haben.

Das simple und sphärische Instrumentalstück "Treefingers" trägt die überwältigende Stimmung weiter und baut eine Brücke zum 6. Song, der sonst auf "How to disappear completely" gefühllos begonnen hätte.

"Optimistic" befreit ein bisschen von der leichten Depressivität und kommt tatsächlich ein wenig optimistischer daher.
Ohrwurmpotenzial und etwas konventioneller.

Mit "In Limbo" verschwimmt alles wieder, wird ansatzweise verwirrend und schafft eine gute Verbindung zum nachfolgenden Meisterstück.

"Idioteque" treibt die düstere Einstellung des Albums auf die Spitze.
Ein genialer elektrischer Beat unterlegt mit Syth-Akkorden nimmt einen gefangen.
Der Falsett-lastige Chorus bleibt im Kopf und leitet über in die aggressive und aufgeweckte zweite Strophe.
Schließlich entläd sich der Song in einer Instrumentalpassage bevor er nahtlos übergeht in

"Morning Bell". Es wird wieder etwas gemächlicher nach der elektronischen Hast,
jedoch hindert Yorkes Stimme einen am simplen Zurücklehnen und passiven Zuhören.
Auch dieser Track enthält gegen Ende einen Instrumentalpart und schafft eine ganz eigene Stimmung,
wie eigentlich jeder Song auf Kid A.

Zum Schluss erwartet einen die wohlverdiente Belohnung in Form von "Motion Picture Soundtrack".
Erlösende Harfenklänge laufen im Hintergrund während sich der erschöpfte Gesang förmlich befreiend über den Hörer ergießt.
Nach einer Steigerung zum Gipfel der Kulisse (Song würde Ich es weniger nennen) folg eine einminütige Pause.
Beim ersten Hören will man schon die CD aus dem Player nehmen,
wenn auf einmal noch für kurze Zeit Instrumente erklingen.
Dann Ruhe...

Ich habe versucht, trotz der unbeschreiblichen Erfahrungen, die man mit diesem Werk macht,
der unglaublichen Stimmung gerecht zu werden.
Ich halte diese Scheibe selbst nach 10 Jahren noch für das beste, was mir als Musikhörer in meinem ganzen Leben passiert ist.
Ich rate jedem dringendst, diesem Kunstwerk zumindest einige konzentrierte Durchläufe zu gönnen.
Angesichts des großen Potenzials, das Kid A für jeden haben kann, wäre alles andere reine Ignoranz.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von D. Brade
Format:Audio CD
Vorweg: Ich werde hier weder einzelne Songs bewerten, noch über die inhaltlichen und musikalischen Tragweiten philosophieren - das haben andere ja bereits getan.
Mit "Kid A" konnte ich lange Zeit überhaupt nichts anfangen, da ich von den eingängigen Stücken von "Ok Computer" verwöhnt war. Ich hörte "Kid A" bestimmt vier/fünf Mal und es zündete einfach nicht. Es waren zwar durchaus Passagen dabei, die mir gefielen, aber insgesamt gesehen kam ich mit diesem Werk einfach nicht klar und legte es schließlich etwas enttäuscht beiseite.
Nun hörte ich neulich das Album "Wish you were here" von Pink Floyd und war dadurch wahrscheinlich "sensibilisiert" für etwas tiefgründigere und unzugänglichere Musik. Jedenfalls fiel mir spontan "Kid A" ein und ich legte es in den Player. Ich saß einfach nur da mit meinen Kopfhörern (sehr zu empfehlen) und hörte zu. Was soll ich sagen, ich war schlichtweg beeindruckt. Das Universum von "Kid A" erschloss sich mir mit einem Male und ließ mich nicht mehr los. Wichtig: Ich schreibe oft bei vielen Alben, diese unbedingt am Stück zu hören und nicht nur einzelne Titel, aber auf dieses Album hier trifft das in besonderem Maße zu!
Es hat lange gedauert, aber "Kid A" ist bei mir endlich angekommen, oder bin ich endlich bei "Kid A" angekommen? Ich weiß es nicht. Und so blöd es klingt, aber ich sitze hier weit weg von meinem Zuhause (wo auch das Album liegt), und kann es echt kaum erwarten endlich heimzukommen und "Kid A" zu hören. Hab schon die ganze Zeit die albumstartenden Orgelsounds im Ohr...
Was braucht man um so eine Platte zu machen? Kreativität?! Ja! Innovation auch?! Ja! Sich keinem (kommerziellen) Druck beugen?! Auch!
Meiner Meinung nach braucht man aber vor Allem "Mut", um so eine Platte rauszulassen. Denn ich war bestimmt nicht der Einzige, der mit den eingängigen Vorgängeralben sehr gut leben konnte. Radiohead hat es nicht geschert und wer lange genug durchhält, wird auch "Kid A" entsprechend würdigen können! Und an diesem Punkt bin ich nun angekommen!
P.S.: Hört man am Anfang von "Everything is in the right place" die Worte "Geh nicht, geh nicht", oder täusche ich mich da?! Passt darauf mal auf beim Hören.
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