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Frauenfußball auf Indisch
Kicken und Dribbeln ist für Jess das Größte. Ziemlich ungewöhnlich - für ein indisches Mädchen. Ständig hängt die 18-jährige im Park mit den Jungs herum und probiert Fallrückzieher und andere Tricks. Ihre Familie ist tief in der indischen Tradition verwurzelt und erwartet von ihr das gleiche - sie aber träumt von einer großen Karriere im Frauenfußball. Als Jess eines Tages zum Probetraining bei den Hounslow Harriers eingeladen wird, sieht sie ihre große Chance kommen und stellt die Geduld ihrer Eltern auf eine harte Probe.
In „Kick it like Beckham“ aus dem Ravensburger Buchverlag erzählt die Autorin Narinder Dhami humorvoll, wie die junge, in London lebende Inderin Jesminder zwischen der indischen und der westlichen Kultur hin- und hergerissen wird.
Jess ist schwer beeindruckt. Die Hounslow Harriers spielen auf einem richtigen Sportplatz, mit Flutlicht, Eckfahnen und allem Drum und Dran. Das ist schon etwas anderes als im Park zu kicken. Und sie haben eine Frauenmannschaft, in der die Mädchen den Fußball genau so wichtig nehmen wie sie. Beim Probetraining überzeugt sie Joe, den Trainer, mit ihren Dribblings und zielgenauen Pässen, obwohl sie nicht einmal Fußballschuhe hat. Sie darf wiederkommen und in einer richtigen Mannschaft spielen! Aber wie soll sie das ihren Eltern beibringen?
Die sind entsetzt. „Kein Fußball mehr!“ Jess soll ihren guten Schulabschluss nutzen, um aufs College zu gehen und Jura zu studieren. Wie langweilig! Warum kann sie es nicht so einfach haben wie Jules, ihre Mitspielerin? Die arbeitet zielstrebig an einer Karriere als Profispielerin in den USA - das schwebt auch Jess vor. Erst recht seit sie weiß, dass sich ein amerikanischer Talentscout angekündigt hat. Ihrer Familie schwindelt sie einen Ferienjob vor, geht aber täglich zum Training für das Sommerturnier des Klubs. Eines Tages kommt ihre große Schwester Pinky durch Zufall hinter Jess' Geheimnis, hält aber dicht. Als jedoch Pinkys zukünftige Schwiegereltern ihre Hochzeit mit Teetu absagen, weil sie Jess angeblich mit einem Jungen knutschend an einer Bushaltestelle gesehen haben, kommt alles heraus. Pinky petzt, Jess bekommt Hausarrest. Kein Training mehr, kein Turnier. Ist ihre Fußballkarriere zu Ende, noch ehe sie überhaupt angefangen hat?
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Die Sätze die die Autorin noch eigenständig zu den Dialogen im Film hinzugefügt hat, sind einfach gestrickt und lassen die Hauptperson Jess, teilweise so überzogen naiv wirken, dass man sich mit ihr nicht mehr so identifizieren kann wie im Film und das auch gar nicht will.
Schade, mit ein bisschen mehr Sprachwitz und Kreativität hätte man mehr draus machen können.
Fazit: Ein Buch für Leser, die gerne Geschichten über starke Mädchen lesen. Insgesamt ziemlich lesenswert, besonders für die, die den Film schon gut fanden.
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