Nils Petter Molvaer`s Trompetensound ist einer der mitreissendsten in der Post- Davis Ära, mit seiner reduzierten und doch lyrischen Art der Phrasierung. Diese Eleganz und Perfektion verbindet der Norweger, zusammen mit ein paar Musikerkollegen, wie zum Beispiel Eivind Aarset, Roger Ludvigsen, Rune Arnesen u.a., mit heftigen Beats aus dem TripHop und Drum & Bass Bereich und Ambient- Sounds zu "Khmer", einem Stück visionistischer Musik. Überwältigend und kunstvoll, brutal und doch poetisch erscheint der gesamte Sound der vor allem Sinn für Raum, Struktur und Variation beinhaltet. Vor allem dieses Gespür für Lyrik, zeichnet "Khmer" aus, die obgleich dieser industriellen Archaik- Klänge und Sounduniversen, erhalten bleibt, angefangen beim polyrhythmischen Titelstück bis zum finalen Stück "Exit", daß eine Art absichtlich unvollendetes Werk ist und besonders von den Künsten der beiden Gitarristen Aarset und Ludvigsen geprägt wird. Das vorliegende Album zeigt, wie kunstvoll moderne elektronische Musik sein kann, daß auch sie eine Neuschaffung darstellt und nicht nur die Verwendung von Zitaten. "Khmer" ist ohne zu übertreiben ein geniales Werk von Nils Petter Molvaer. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)