Collins beschreibt die (hoffentlich - fiktive) Geschichte einer fundamentalistischen Bewegung mit iranischem Zentrum, der es gelingt, in den Besitz aller Zutaten für den Bau von einigen Atombomben zu kommen. Das Produkt ihrer Anstrengungen soll einem Selbstmordattentat in Tel Aviv dienen, und dieses zu verhindern ist die Aufgabe der Hauptperson, eines CIA-Agenten. Dabei beeindruckt der Autor vor allem durch die Detailgenauigkeit und die umfangreichen Recherchen, die er hierzu betrieben hat. Er durchleuchtet die Vernetzung von Geheimdiensten, Terrorismus und seiner Finanzierung durch Drogenhandel. Obwohl wie in solchen Erzählungen üblich eine klare Gut-Böse-Zuordnung vorliegt, sind die Charaktere relativ vielschichtig, und der Plot erscheint beängstigend realistisch. Das Buch ist außerordentlich spannend geschrieben, so daß man es an einem Stück durchlesen kann.
Ein Wermutstropfen sind allerdings die zahlreichen sich wiederholenden Übersetzungsfehler - offensichtlich hat der Übersetzer die ihm nicht bekannten Wörter (v.a. aus dem naturwissenschaftlichen Bereich) nicht nachgeschlagen, sondern einfach aus dem Englischen übernommen (z.B. Sodium, Tungsten etc. (statt richtig Natrium, Wolfram usw.)).