Ich unterrichte seit vielen Jahren Keyboard mit Begleitautomatik und habe bis jetzt alle Schulen ausprobiert, die auf dem Markt sind. Das Problem der meisten Keyboardschulen besteht darin, dass sie verkappte Klavierschulen sind. Vermutlich waren die Autoren früher Pianisten und glauben deshalb, dass ein Tastenspieler unbedingt einen Basschlüssel spielen und lesen muss. Ich sage da nur: Überflüssig, brauch ein Keyboarder nicht! Mit den Bassnoten rutsch man nur in den Begleitbereich des Keyboards rein, und der hat nun mal eine ganz andere Funktion als beim Klavier. Deshalb bin ich froh, endlich eine Schule wie "Keyboard spielen - mein schönstes Hobby" entdeckt zu haben.
Es ist die erste Schule, die das Keyboard als vollwertiges Instrument wirklich ernst nimmt. Nachdem die rechte Hand die grundlegenden Töne im 5-Tonraum gelernt hat, spielt die linke Hand dazu Akkorde und zwar in sinnvollen Umkehrungen. Kein Quatsch wie Single Finger Chords, wo man die große Septime drücken muss, damit die kleine erklingt.
Das bedeutet nun, dass meine Schüler, die nach dieser Methode lernen, die Akkorde richtig lernen und z.B. in ihrer Schulband auch auf einen Synthesizer nach Harmoniesymbolen spielen können. Und natürlich auch auf einem Klavier. Wenn so ein Schüler später auch noch Klavier lernen will, steht dem nichts im Wege, denn mit der rechten Hand ist er ohnehin schon sehr gut.
Darüber hinaus stehen die Lieder im Vordergrund. Alles Theoretische ist kurz und knapp aufgeschrieben, denn kein Schüler liest sich etwas zu Hause durch, was über 5 Zeilen hinausgeht. Die Songs machen den Schülern Spaß, weil sie die meisten Stücke kennen. Und es gibt auch viele Hits wie "Another Day In Paradise", "Country Roads", "99 Luftballons", "Moonlight Shadow" usw.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich endlich eine Keyboardschule habe, für die ich kein Zusatzmaterial mehr kopieren muss, und auch nichts mehr selbst reinschreiben muss. Deshalb volle Punktzahl!