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Kevin - Die Vampirdoku
 
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Kevin - Die Vampirdoku

Christian von Aster    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 11,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Christian von Aster
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 30. April 2010
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 73 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003AV5CR2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 100.810 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Vampirismus, wissenschaftlich korrekt Hämatophagie genannt, ist auch nur eine Krankheit, und ein Mensch, der daran leidet, sollte nicht diskriminiert oder gar bekämpft, sondern respektiert und integriert werden. Um der gesellschaftlichen Anerkennung des Hämatophagen auf die nötigen Sprünge zu helfen, begleitet ein Dokumentarfilmteam den eigentlich hundertjährigen, aber wie 20 aussehenden Kevin im Alltag zwischen Jobsuche und Dosenblut, Dasein in der Ersatzfamilie (mit jüngerem Papi) und politischem Engagement (in der Vampirpartei des Dr. von Faust).

Video.de

Low-Budget-Mediensatire deutscher Herkunft, ein harmloses, aber zuweilen recht komisches und gut getroffenes Vergnügen für Freunde des schwarzen Humors (und wohl auch Outfits), das als Dokumentarfilm gewandet daher kommt und ohne solche Absicht, doch marktstrategisch sinnvoll einen derzeit höchst angesagten Genretrend reitet: Vampirismus. In konturstarken Schwarzweißbildern mit vereinzelten Tupfern von Blutrot entfaltet sich ein episodischer Reigen von mehr oder minder überzeugenden Alltagsszenen und TV-Beiträgen, in den Sebastian Krumbiegel milden Promiglanz trägt.

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Kundenrezensionen

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Von Bine Endruteit (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
"Kevin - Die Vampirdoku" ist eine waschechte Low Budget-Produktion, der man deutlich ansieht, dass kaum Geld zur Verfügung stand, um sie zu realisieren. Die Schauplätze sind meist in dieser Art bereits existierende Orte, die Schauspieler verdienen diesen Namen kaum und wirken laienhaft. Leider hat man zu keiner Zeit das Gefühl bei einer echten Dokumentation zuzuschauen, was dem Film einen gewissen Reiz verliehen hätte. Der Großteil der gezeigten Bilder ist in schwarzweiß gehalten, was vermutlich die Grusel-Stimmung unterstützen soll, aber nicht so recht funktionieren will, sondern eher unmotiviert wirkt.

Das es letztendlich am Budget liegt, dass ein solcher Film scheitert, ist schade, denn die Ansätze sind durchaus gut durchdacht. Christian von Aster, der sich für die Regie und das Drehbuch verantwortlich zeigt, lässt hier seinen typischen, schwarzhumorigen Stil einfließen, der ein Garant für eine knallharte Gesellschaftskritik ist, die in amüsierende Worte verpackt wird. Seine ganz eigene Art taucht auch durchaus immer wieder auf, allerdings gelingt es dem Medium Film leider in keiner Weise seinen zynischen Humor zu transportieren. Was in von Asters Lesungen zum Schmunzeln und Nachdenken anregt, animiert den Zuschauer dieser Pseudo-Dokumentation höchstens dazu, eine Augenbraue zu heben. Es gelingt einfach keinem der durchschnittlichen Schauspieler den feinen Humor des Autors so gut zu transportieren, wie er selbst es bei seinen Lesungen tut.

Recht gelungen sind die Spitzen, die unsere Gesellschaft auf die Schippe nehmen. So zum Beispiel der Vampirpolitiker, in dessen Reden man immer wieder reinhören kann. Eine davon ist gehaltloser als die andere. Er redet viel und sagt nichts. Auch nett erdacht ist das Vampir-Getränk (und der Blutersatz), das den Namen "Bloodweiser" trägt. Von diesen kleinen Originalitäten gibt es die eine oder andere, die richtig Spaß machen, die den Film aber leider nicht aus dem Low-Budget-Indie-Loch herausziehen können. Fans von Christian von Aster und seinem Lese- und Schreib-Umfeld werden sicher Spaß an einigen Gastauftritten haben, unter anderem vom Wort-Künstler von Aster selbst oder von Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen).

Die Idee der Vampire, die in unsere Gesellschaft integriert werden sollen, ist nicht neu und hat bei von Aster deutlich seine Wurzeln in der Vampiranthologie "Liber Vampirorum". "Kevin" kann als eine Ergänzung hierzu gesehen werden, reicht qualitativ aber nicht im geringsten an das geschriebene Wort heran. Nur Vampir-Begeisterte, die ihre Sammlung vervollständigen wollen oder große Fans von Christian von Aster dürften den Kauf der DVD als lohnend ansehen.
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Wunderbar anders! 31. Mai 2010
Von AnNa K.
Eine augenzwinkernde Gesellschaftskritik, gespickt mit feinem Humor, der sich doch hin und wieder mehr subtil äußert und so dem oberflächlichen Zuschauer nicht ganz zugänglich sein mag. Wer den Kopf gern abschaltet und sich berieseln lässt, wird sich eher langweilen, weil der Film erst durch den Blick hinter die Geschichte so richtig rockt! Das Ganze ist eher eine Parabel, der Vampirmythos wird nachhaltig entspektakularisiert, sodass der Film sich schlussendlich jedem Genre entzieht. Aber er scheint auch weniger gefallen als auf einer Ebene zum Nachdenken anregen zu wollen, wo sonst eher Köpfe rollen als rauchen. Eigenwillig. Aber redlich gehaltvoll.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eher blutleer! 25. Mai 2010
Von Marco Fertig TOP 1000 REZENSENT
Independent Filme sind immer so eine Sache. Es gibt zwar definitiv auch überraschend Gute davon, aber meist sind sie eher ein Griff ins Klo! Ich möchte Christian von Alters's Pseudo Dokumentation bzw. Horrorkomödie nicht gleich komplett ins Abseits stellen, aber er dürfte es beim Publikum schwer haben mit seinem Langfilmdebüt "Kevin - Die Vampirdoku".
Die Idee, Vampire in Deutschland in die Gesellschaft integrieren zu wollen ist ansich nicht schlecht. Zudem soll Journalistin Lucy van Zandt, mit ihrem Kamerateam, die Probleme im Alltag der Blutsauger aufdecken und die Allgemeinheit darüber informieren. Dies tut sie vornehmlich anhand des Beispiels Kevin, einem 19-jährigen Vampir, der in einer Zweckfamilie von Saugern lebt und auf Arbeitssuche ist. Auch gibt es noch eine Vampirpartei, die sich etablieren will, und Kevins Kumpel, der unbedingt Vampir werden möchte, was aber durch die Regierung nicht gestattet ist.
Man merkt also schon: Etwas überdreht das Ganze. Diese Fake-Doku nimmt sich selbst auch nicht wirklich ernst, und schafft es durchaus gute Parallelen zum echten Leben zu ziehen, aber schlussendlich versinkt sie einfach in Langeweile und Stumpfsinn. Die guten Ansätze über Integration in Deutschland, Rassenhass und Machtgier hätte man stetig weiterverfolgen sollen, statt dummen Dialogen und Besuchen der Vampire beim Arbeitsamt den Vorrang zu lassen. Die Darsteller sind nicht das Gelbe vom Ei, vor allem der des Kevin nervt schon ziemlich mit seinem ständigen dummen Gegrinse. Wer auf Low-Budget Produktionen mit wenig Niveau steht, kann sicher einen Blick riskieren, dem Rest rate ich eher ab sich dieses Werk anzutun.
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