Kurzbeschreibung
"Die Entwicklung der Kunst ist eine Debatte in Bildern über Bilder" (Werner Meyer). Die in den letzten Jahren entstandenen Arbeiten der 1962 in Georgien geborenen Foto- und Videokünstlerin Keti Kapanadze sind solche Bilder über Bilder, anhand derer Rollenmuster und Rollenklischees entlarvt, Ich-Suche und Ich-Findung thematisiert und die Koordinaten von Raum und Zeit in Frage gestellt werden. Dabei arbeitet Keti Kapanadze mit Modellen im doppelten Sinne: In Aufnahmen von Starmodels aus Hochglanzmagazinen wird eine Barbiepuppe integriert, um auf diese Weise die Sinnlosigkeit und Identitätslosigkeit der propagierten Idealbilder zu offenbaren. Mit Hilfe von Modellen wird das Modell dekonstruiert. Neben Barbiepuppen und Teddybären inszeniert die Künstlerin mitunter auch sich selbst in Fotomontagen, in denen die Gesetze von Raum und Zeit aufgehoben werden. Darin begibt sie sich - ebenso wie in ihren kurzen poetischen Texten, die im Buch die Foto- und Videoarbeiten begleiten - auf die Suche nach sich selbst, nach ihrer universellen Rolle als Künstlerin.
Synopsis
Advertisement pictures and staged photographs dominate and determine the contemporary pictorial world of the print and other mass media. They form the background of a present where model situations and role models appear as a possible reality, as an "image". In the works of Keti Kapanadze, a young Georgian artist, the Barbie doll, in itself a flexible model, becomes the protagonist of scenes in which one sort of image interacts with the other.