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Ketchup und das kollektive Unbewusste
 
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Ketchup und das kollektive Unbewusste [Taschenbuch]

Manfred Spitzer
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Schattauer, F.K. Verlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3794521153
  • ISBN-13: 978-3794521159
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 16,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 958.491 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Ungewöhnlichkeit und Originalität der Gehirnforschung ist kaum zu überbieten: Würde man so manche wissenschaftliche Originalarbeit in Science-Fiction-Büchern lesen, hätte man den Eindruck, dass der Autor maßlos übertreibt. Dabei ist die Wirklichkeit der Neurowissenschaft fantastischer als jedes Sci-Fi-Abenteuer:
- Um dem Gehirn bei der Arbeit zuzuschauen, werden mit Magnetfeldern oder mit Antimaterie Bilder der Gehirnfunktion gemacht.
- Um das Ausmaß angeborener Sprachfähigkeit zu erfassen, hören Neugeborene und Affen holländische und japanische Sätze, vorwärts und rückwärts.
- Um bessere Unfallverhütungssysteme für Autos zu basteln, schauen Heuschrecken Star Wars, während man die Aktivierung bestimmter Neuronen in ihrem Nervensystem ableitet.
Diese Liste ließe sich beliebig verlängern. Neues und Ungewöhnliches lernt man besser, wenn man Spaß dabei hat. Daher sind manche Geschichten mit einem Augenzwinkern zu lesen, wenn auch die Inhalte durchaus real sind, unser Denken herausfordern und manchmal sogar sehr ernst zu nehmen sind.
Das Buch richtet sich an Psychiater, Psychologen, Neurologen und an Manager und Lehrer sowie an jeden, der Spaß daran hat zu wissen, wie sein wichtigstes Organ, das Gehirn, funktioniert, und der sich zugleich Gedanken darüber macht, was dieses Wissen für uns Menschen bedeutet.

Autorenporträt

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Jahrgang 1958, studierte Medizin, Psychologie und Philosophie in Freiburg, wo er sich auch zum Psychiater weiterbildete und die Habilitation für das Fach Psychiatrie (1989) erlangte. Er war von 1990 bis 1997 als Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg tätig. Zwei Gastprofessuren an der Harvard-Universität und ein weiterer Forschungsaufenthalt am Institute for Cognitive and Decision Sciences der Universität Oregon prägten seinen Forschungsschwerpunkt im Grenzbereich der kognitiven Neurowissenschaft und Psychiatrie. Seit 1997 hat er den neu eingerichteten Lehrstuhl für Psychiatrie der Universität Ulm inne und leitet die seit 1998 bestehende Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm.

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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gehirnforschung in Geschichten verpackt, 28. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Ketchup und das kollektive Unbewusste (Taschenbuch)
In diesem dünnen Buch sammelt Manfred Spitzer eine Vielzahl interessanter Geschichten aus der Nervenheilkunde. Das Lesen fesselt und lässt die Bedeutung der Gehirnforschung für die nächsten Jahrzehnte erkennen. Ungewöhnliche neue Forschungsergebnisse werden geschildert und auf einfache Weise erklärt. Besonders gefreut hat mich auch die kritische Auseinandersetzung des Autors mit zukünftigen Entwicklungen und das Aufzeigen vieler Probleme die auch mit dem vermehrten Einsatz verbesserter Technologien verbunden sind.

Besonders hervorgehoben wird vom Autor die Notwendigkeit einer liebevollen Erziehung von Kindern, die als entscheidende Voraussetzung für ein später gelungenes Leben gilt. Ein sehr lesenswertes Buch, das den aktuellen Stand der Gehirnforschung in anschaulichen Beispielen zusammenfasst.

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4.0 von 5 Sternen Spannend vor 10 Jahren, fast Allgemeinbildung 2011?!, 11. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Ketchup und das kollektive Unbewusste (Taschenbuch)
M. Spitzer ist Herausgeber der Fachzeitschrift 'Nervenheilkunde', einer Zeitschrift für Neurologie und Psychiatrie. Dort veröffentlicht er eine Glosse namens 'Geist & Gehirn' ' jeweils kurze Geschichten, die die aktuelle neurologische Forschung, sozusagen das, was wir in den letzten Jahren oft 'Gehirnwissenschaft' nennen, aufgreifen und entweder nur beschreiben, oder aber, oft, auch die Implikationen für die Gegenwart und Zukunft beschreiben.

Vom Grundgedanken ein interessanter und wichtiger Ansatz ' ich war sehr neugierig darauf, diese verschiedenen Aspekte zu lesen und meine Allgemeinbildung in einem Feld zu erweitern, das mit der Tätigkeit als Psychotherapeut und als Trainer sicherlich diverse Überschneidungsbereiche hat.

Die für mich überraschende Erfahrung bei der Lektüre im Sommer 2011 war nun, dass praktisch jede wissenschaftliche Erkenntnis, die in der Zeit um 2000 herum 'neu & bahnbrechend' war, in den zehn seither vergangenen Jahren Eingang gefunden hatte in das Allgemeinwissen der heutigen Zeit.

Um einige Themen zu nennen: Werden wir bald keine Psychiater mehr brauchen, weil alle Störungen im Gehirn gesehen und in wenigen Jahren auch dort behoben werden können? Gibt es (ja, gibt es) einen Unterschied im Gehirn von Männern und Frauen? Haben wir einen freien Willen, oder was genau bedeutet es, dass schon bevor wir bewusst die Hand heben im Gehirn Nervenzellen 'feuern'?

Wer sich ein klein wenig mit der Thematik beschäftigt, in normalen Zeitungen dar-über kurze Berichte verfolgt oder auf Kongressen gelegentlich einmal auch in solchen Vorträge sitzt... ' für den sind 10 Jahre später die dargestellten Erkenntnisse und Befunde kaum einmal neu. Da ich dies zwar tue, jedoch in eher mäßigem Umfang, war ich überrascht, doch praktisch alle Themen bereits zu kennen.

Wenn man dies verallgemeinert, so lässt sich sagen, dass die Gehirnforschung ganz offenkundig ein zentrales, prominentes Forschungsfeld der letzten Jahre gewesen ist, und die wesentlichen Erkenntnisse aus dem Feld der wissenschaftlichen Labors heraus Ihren Weg in den Alltag von Menschen, die sich für diese Themen interessieren, gefunden haben.

Viele Ausätze sind dennoch lesenswert und (natürlich alle) klug, ich empfehle be-sonders die Überlegungen über die Möglichkeiten der Gen ' Analyse und den Implikationen, wenn man 'Defekte' schon im Mutterleib feststellen kann: eine Betrachtung aus dem Jahr 2000, heute so aktuell wie nur möglich.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schokolade im Gehirn und weitere Geschichten aus der Nervenheilkunde, 28. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Ketchup und das kollektive Unbewusste (Taschenbuch)
Einmal beim Thema stellen wir Ihnen gleich noch zwei weitere Neuerscheinungen Spitzers vor. Nicht immer bleibt dieser so nah an der Wissenschaft wie in oben vorgestelltem Werk. Ketchup und das kollektive Unbewusste ist eine humorvolle Auseinandersetzung mit verschiedensten Aspekten der Gehirnforschung. In einer Sammlung von Essays berichtet er mit einem Augenzwinkern über erstaunliche Methoden der Untersuchung von Gehirnfunktionen oder Möglichkeiten der Erfassung von Sprachfähigkeit. Bizarr erscheinen Geschichten, wie die Star Wars schauender Heuschrecken und deren Bedeutung für die Sicherheit von Automobilen. Weder der etwas plakative Titel seines Buches noch Spitzers recht flapsige Sprache sollten darüber hinweg täuschen, dass Spitzer, dessen eigener Forschungsschwerpunkt im Grenzbereich der kognitiven Neurowissenschaft und Psychiatrie liegt, dem Thema eng verwurzelt ist. Trotzdem wird sich manch Fan seiner Bücher etwas mehr wissenschaftliche Basis zu verschiedenen Statements wünschen. Versöhnlich stimmt, dass wie all seine Bücher auch dieses immer wieder Verbindungen zur Philosophie findet. Faszinierend auch, wie es Spitzer gelingt, die analytischen Strukturen neuronaler Aktivitätsmuster im Gehirn mit sinnlicher Wahrnehmung und Emotion in Einklang zu bringen.
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