Obwohl es schon fast vergessen scheint, so feierten früher vor nicht allzu langer Zeit unsere Ahnen Ihre Feste gemäß den Jahreszeiten und dem sich nach ihnen richtenden Brauchtum. Mit dem Buch KESSEL OFEN FEUER von Ulla Janascheck, Morag McAulay & Markus Reinheimer zeigen die Autoren auf, das dies auch noch heute mit Spaß möglich ist, ohne als antiquiert zu gelten.
Allein schon der Titel zog mich in seinen Bann und wer möchte nicht einmal aus dem Kessel etwas probieren oder das über dem Feuer geröstete Fleisch essen und selbst der Ofen hatte in früherer Zeit etwas sehr wandlungsfähiges.
Das Buch informiert den Leser, basierend auf den 8 großen kultischen Festen in unserer Region, beginnend mit der Wintersonnenwende, über Lichtmess, Tag und Nachtgleiche im Frühjahr, Walpurgisnacht, Sommersonnenwende, Schnitterfest, Erntedank und dem Ahnenfest, welche Möglichkeiten die naturverbundene Küche so alles bietet.
Natürlich wird hier nicht nur die Basisküche angesprochen, einige der Rezepte sind sehr Avantgarde und einige eindeutig nicht Mitteleuropäischen Ursprungs, was aber nichts ausmacht, denn lecker klingen sie allemal.
Das Buch von Ulla Janascheck, Morag McAulay & Markus Reinheimer ist zudem im Format eine echte Augenweide, gut gesetzt und vorzüglich gestaltet, so dass es wirklich Freude macht darin herum zu blättern. Die kleinen Tipps und Tricks am Rande, von Elfen, Kobolden und Gnomen finde ich zudem sehr witzig, sie lockern das ansonsten ewige Aufzählen der Zutaten doch merklich auf.
Das Buch hat mir sehr gefallen, die Rezepturen aus dem irisch-angelsächsischen Raum finde ich sehr passend und die Erklärungen zu den jeweiligen Festen geben dem Ganzen ein würdigen und guten Hintergrund, denn man tut es ja aus bestimmten Zwecke.
Für kleine wie auch große Gruppen oder den großen Hunger bestens geeignet und mit sich selbst erklärenden und gut nachvollziehbaren Rezepturen für jeden Geschmack bestückt. Sehr empfehlenswert.