Den inzwischen zum Superintendent aufgestiegenen Alan Markby mag es einfach nicht am Schreibtisch halten - die Polizeiarbeit vor Ort ist es, welche Markby nach wie vor reizt - vor allen Dingen dann, wenn es darum geht, die Identität eines Skeletts festzustellen, welches stummer Zeuge eines vor ca. 12 Jahren in Bamford begangenen Mordes ist - das Verbrechen muss folglich in die Zeit fallen, in der Alan Markby selbst noch ein kleinerer Polizeibeamter in Bamford war... - der Fall entwickelt sich für Alan zu einer sportlichen Herausforderung...
Seit nunmehr 8 Bänden darf ich mich zur treuen Leserschaft von Mitchell & Markby zählen - nicht zuletzt wegen der über den Kriminalfällen schwebenden Grundstimmung werde ich auch die folgenden Bände lesen - Ann Granger verknüpft gekonnt sehr viele Details zu einer stimmigen Einheit - die teilweise sehr kauzigen Charaktäre, die aus deren Mitte resultiernde Vielzahl möglicher Täter, die sich von Band zu Band entwickelnde Kleinstadt Bamford und das stimmungsvoll beschriebene Leben der typisch britischen Landbevölkerung sind es, welche den Griff nach "Mitchell & Markby" immer wieder interessant und spannende machen - so auch hier.
"Mitchell & Markby" sind mir inzwischen so vertraut - ich wünschte die Serie würde niemals enden.... - selbst wenn Wochen, oder gar Monate zwischen dem zuletzt gelesenen und dem jeweils neu angefangenen Band liegen, hat man den sog. "Roten Faden" schnell wieder aufgenommen und findet sich innerhalb weniger Seiten in Bamford und Umgebung zurecht.
Auch in Band Nr. 8 entwickelt sich die "Beziehung" zwischen Alan und Meredith weiter - wobei der "Liebschaft" innerhalb dieser Geschichte längst nicht so viel Zeit und Raum eingeräumt wird, wie dies z.B. in vorhergehenden der Fall gewesen ist - was sich aufs Lesevergnügen jedoch in keinster Weise nachteilig auswirkt - die gewählten "Andeutungen" reichen, um dem Leser mitzuteilen dass Meredith und Alan immer noch einen Draht zueinander haben, wenn dieser auch wegen der von Meredith durchgeführten Ermittlungen auf eigene Faust unter Spannung gerät....
Was ich mit sich einstellender "Grundstimmung" - ausgehend von "Mitchell & Markby" meine? Nun, lese ich Mitchell & Markby - steigt z.B. mein persönlicher Verbrauch an Tee, spätestens nach Kapitel 2, sprunghaft an - ist dann noch zufällig das Wetter vor den Fenstern meiner Wohnung identisch mit dem in der erzählten Geschichte beschriebenen, erinnere ich mich gerne an meine eigenen Eindrücke, gesammelt auf Reisen innerhalb Englands und Schottlands.
Spannend bis zur letzten Seite - denn selbst nach schlüssiger Auflösung des eigentlichen Falles, hat Ann Granger in ihrer großen "Abrechnung" bis zur letzten Seite hin keine der noch offenen Fragen unbeantwortet gelassen - aus gutem Grund 5 Sterne!