Hallo zusammen,
vor drei Tagen kam unsere Siebträger-Espressomaschine Kenwood ES 020 kMix und wir sind sehr zufrieden.
+ Lieferung ab Bestellung innerhalb zwei Tagen ohne Mängel
+ Maschine optisch ansprechend, wertig verarbeitet, klein & platzsparend
+ Relativ geringe Pumpen- und Gerätelautstärke
+ Nahezu vibrationsfrei
+ Auffangbehälter herausnehmbar - so können auch größere Kaffeetassen daruntergestellt werden
+ Gute Crema
(z.B. mit Lavazza Rossa - wobei wir von diesem Espresso enttäuscht sind da er uns trotz typisch italienischer Frühstücksespressomischung aus Robusta- und Arabicabohnen viel zu schwach schmeckt)
+ Dichte Brühgruppe und Siebträger bleibt fest in der Position
+ 15 bar scheinen an der Brühgruppe tatsächlich anzukommen und 94 Grad sind die richtige Temperatur
+ Keine separat beheizte Tassenablagefläche was ohnehin nur stromfressender Unsinn ist - einfach die Tassen mit heißem Wasser vorheizen - wobei eine Espressomaschine natürlich grundsätzlich kein Stromsparer ist
+ Dampfdruck ist ausreichend stark wobei das Zubereiten von Milchschaum geübt werden muss
+ Keine bzw. nicht bemerkbare Plastik- und Weichmacherausdünstungen in den Espresso
+ 1 Flasche Entkalker mit dabei
+ Leicht verständliche Bedienungsanleitung
Negativ:
- Bis jetzt haben wir nichts negatives gefunden!
(und für diese Rezension sind wir nicht geschmiert worden!)
- Wer den besten Espresso seines Lebens trinken will, dem empfehle ich Siebträgermaschinen von ECM (z.B. ECM Mechanika IV) - allerdings kostet die schlappe 1.600,- Euro aufwärts und die Espresso-Mühle will natürlich auch noch gekauft werden.
Fazit: Im Preissegment unter 200,- Euro mit Sicherheit die beste Maschine auf dem Markt, die sich von der Verarbeitung und der Espressoqualität wohltuend abhebt von dem Billigschrott, der einem von Anbietern wie z.B. Saeco (Philips Saeco) kredenzt wird. Allein bei Saeco liegt die Geräterücklaufquote innerhalb der Garantiezeit, wie ich von Insidern weiß, bei mind. 40% (inkl. Vollautomaten) was schon alles aussagt. Da müssen erst die Japaner kommen um uns zu zeigen wie man im unteren Preissegment wertige Siebträgermaschinen baut - wenn die Maschine jetzt auch noch, regelmäßige Entkalkung vorausgesetzt, den Langzeittest besteht (mind. 3 Jahre) dann gibt es eine 1++ - Fortsetzung folgt!
Grundsätzlich sind (sogar günstige!) Siebträgermaschinen den teuren Vollautomaten vorzuziehen weil
1. der Espresso viel besser schmeckt und
2. Vollautomaten extrem schadens- und störanfällig sind
und damit eben keine alltagserleichternden Maschinen sind wie einem die Werbung so schön vorgaukelt sondern Zeitfresser wenn man die regelmäßigen Gänge zu den Reparaturwerkstätten und die stundenlange Beschäftigung mit dem Wartungsprogramm mit einkalkuliert. Allein bei Jura landen 25% der Maschinen während der Garantiezeit wegen Qualitätsmängeln wieder beim Händler.
Auch in sich geschlossene Systeme wie Nespresso sind nicht zu empfehlen - der Espresso ist zwar wohlschmeckend, cool und hip, aber der Kaffee darin ist extrem überteuert was vor allem die Aktionäre von Nestle freut - hier ein Zitat aus der Wirtschaftspresse - im Internet zu finden:
... Allein im ersten Halbjahr 2010 setzte Nespresso 2,4 Mrd. Euro um. Zu den Gewinnen schweigt sich der Konzern aus, Schätzungen zufolge liegt die Umsatzrendite bei 80 Prozent. ... Das Konzept: preiswerte Kaffeemaschinen, in die ausschließlich Nespresso-Kapseln passen. Bei 35 Cent pro Kapsel ergibt das einen Preis von rund 70 Euro pro Kilo Kaffee, wobei Nespresso direkt an Endverbraucher verkauft und so den klassischen Einzelhandel ausklammert. ...