Nachdem ich bisher einen Fleischwolf der Marke AEG FW5549 zum Bereiten von Schweine- und Rinderhack (Thüringer Mett und Tartar) benutzte, und mit dem Ergebnis nie zufrieden war, weil das Fleisch durch die große Lochscheibe nicht gedreht, sondern "gequetscht" wurde. Das Ergebnis war eine Fleischfarce, ein feiner Brei, der mit Thüringer Mett oder Tartar nichts zu tun hatte. Hinzu kam, dass das Fleisch völlig sehnenfrei sein musste, sonst wickelte es sich um die Welle, und nichts ging mehr. Hinzu kam, dass sich nach wenigen Malen dunkler Metallstaub im Fleisch befand, auch an den Händen beim Anfassen der matt gewordenen Alu-Teile. Kurz gesagt, der AEG-Fleischwolf - so gut er auch aussah - war sein Geld nicht wert. Eigentlich hätte ich selbst darauf kommen können: Was will man für 50 EUR schon erwarten.
Seit kurzer Zeit bin ich stolzer Besitzer eines KENWOOD-Fleischwolfes MG510, der auch von Hagen Grote (Das Beste fürs Kochen und Genießen: www.hagengrote.de) empfohlen wird. Alle Geräte, die von diesem Versender hochwertiger Lebensmittel und Kochgeräte empfohlen werden, kann man getrost bestellen, ohne jemals enttäuscht zu sein. Da ich mich bisher beim Kauf jedoch immer wieder für Amazon entschieden habe, habe ich das Gerät auch dort wieder bestellt. Hier stimmen nicht nur die Preise. Auch die gesamte Abwicklung (prompte Lieferung, problemlose Rückgabe, falls nötig, und sichere Zahlungsabwicklung) sind mir dabei wichtig.
So, nun endlich zu meinem neuen Fleischwolf, dem Kenwood MG510. Schon beim Auspacken und Anfassen der Teile merkte ich, dass ich es hier um ein wesentlich höherwertiges Gerät handelte. Habe gleich frisches Fleisch besorgt und durchlaufen lassen, ohne die Häute und ein paar anhaftende Sehnen zu entfernen. Funktionierte fantastisch. Ich konnte gar nicht so schnell neues Fleisch nachschieben, wie es durch die grobe Lochscheibe gelaufen war. Beim nächsten Mal schnitt ich das Fleisch einfach zur Probe in wesentlich größere Würfel, um zu testen, wie sich der Fleischwolf hierbei verhielt. Ergebnis: Es funktionierte genauso gut.
Endlich hatte das Thüringer Mett die richtige Konsistenz und schmeckte wie es schmecken soll. Beim nächsten Mal benutzte ich die mittlere Lochscheibe, die bei dem AEG-Fleischwolf überhaupt nicht zu verwenden war. Auch hier erhielt ich kein gequetschtes Fleisch, sondern lediglich ein feineres Thüringer Mett. Vorzugsweise nehme ich heute die große Lochscheibe und lasse das Thüringer Mett zweimal durchlaufen. So gefällt es mir am besten. Auch das Säubern der einzelnen Teile mit fließendem, sehr heißem Wasser ist recht einfach. Die Fleischreste lassen sich dank der glatten Struktur der einzelnen Teile sehr leicht entfernen. Auf keinen Fall sollten Sie die zu säubernden Teile in die Geschirrspülmaschine tun, weil Maschinen-Spülmittel die Metallschicht angreifen. Ich befürchte sogar, dass auch Handspülmittel Ähnliches tun. Diese Erfahrung habe ich zumindest bei dem AEG-Fleischwolf gemacht. Lieber etwas länger und gründlicher spülen. Dann ist man auf der sichereren Seite.
Hans-Dieter Arndt