oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
UAP Video GmbH Leipzig In den Einkaufswagen
EUR 20,00
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Kenneth Branagh - Die Zauberflöte (OmU)
 
Größeres Bild
 

Kenneth Branagh - Die Zauberflöte (OmU)

Joseph Kaiser , Amy Carson , Kenneth Branagh    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 2 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Donnerstag, 31. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Wird oft zusammen gekauft

Kenneth Branagh - Die Zauberflöte (OmU) + Hamlet (Special Edition, 2 DVDs) + Henry V. (New Edition)
Preis für alle drei: EUR 43,06

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Hamlet (Special Edition, 2 DVDs) EUR 21,10

    Auf Lager.
    Verkauf durch audiovideostar_2, Versand durch Amazon.
    Kostenlose Lieferung. Details

  • Henry V. (New Edition) EUR 6,97

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Produktinformation

  • Darsteller: Joseph Kaiser, Amy Carson, Benjamin Jay Davis
  • Regisseur(e): Kenneth Branagh
  • Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart
  • Format: PAL
  • Sprache: Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Salzgeber & Co. Medien GmbH
  • Erscheinungstermin: 23. September 2008
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 133 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001F9LBC6
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 34.320 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Während des Ersten Weltkriegs wird Tamino auf eine höchst gefährliche Mission geschickt. Sein Auftrag ist es, die schöne Pamina zu retten, in die er sich nach dem Anblick ihres Fotos sofort verliebt. Unterstützung erfährt er nur von seinem treuen Begleiter Papageno, der in den Schützengräben mit Hilfe von Singvögeln die Gefahr von Gasangriffen überprüft.

Produktbeschreibungen

Z - Die Zauberflöte 2006 OmU

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 
(2)

 

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein rauschendes Fest 24. November 2009
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Ein Feuerwerk der Emotionen, ein Klangkunstwerk der hochfliegenden Töne, eine meisterliche Entfesselung der Phantasie. Welche Superlative man auch immer für dieses Gesamtkunstwerk von Kenneth Branagh bemühen möchte, kann man die Wirkung dieses Films mit Worten kaum beschreiben. Überbordende Spielfreude und großartige Stimmen sind in vollkommener Harmonie mit den genialen Kulissen, die einen nachhaltigen Ausdruck hinterlassen. Entstaubt wurde das Libretto zu Wolfgang Amadeus Mozarts berühmtester Oper von Kenneth Branagh zusammen mit Stephen Fry, um die zeitlose Botschaft der Kraft der Musik, die von Liebe getragen wird, auch einem Publikum zugänglich zu machen, die bisher mit diesem Genre nichts anfangen konnten. Gleichzeitig sollten die Liebhaber der Zauberflöte verwöhnt und verzaubert werden. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht einzigartig.

Es ist Krieg, doch der Rasen ist noch grün und die Flugzeuge fliegen noch lustig am blau-en Himmel. Wenig später ist das Leben der Soldaten düster, die sich in ihren Schützengräben dem Grauen der Auseinandersetzung stellen müssen und auch der blauäugige Tamino (mit wunderbar schmelzender Stimme: Joseph Kaiser) sieht die gierigen Nebel des Todes schnell näher rücken. Gerettet wird der gutaussehende Soldat von drei wehrfähigen Damen, die ihn in das Blickfeld der rachsüchtigen Königin der Nacht (sehr ausdrucksstark und klanggewaltig: Lyubov Petrova) rücken. Ihr Auftritt auf dem schwarzen Panzerwagen erschreckt den tapferen Helden nicht wenig, doch das Foto, das ihm die temperamentvolle Auftraggeberin in die Hand drückt, erweckt in ihm einen Liebestraum. Das Antlitz von Pamina (Newcomerin Amy Carson) verzaubert ihn und er übernimmt die tödliche Mission, die Schöne aus den Klauen des Erzfeindes der Königin der Nacht, dem gefürchteten Sarastro (sehr würdevoll und mit tiefer, wohlklingender Stimme: Renè Pape) zu befreien. Als Dank bietet die Königin Tamino die Hand ihrer Tochter, Pamina, an und überreicht ihm vorab eine zauberhafte Flöte, die ihm helfen soll. Der ehemalige Vogelfänger, Papageno (unnachahmliches Mienenspiel: Benjamin Jay Davis), braucht zwar zunächst etwas Nachhilfe von den Gefährtinnen der Königin, doch dann beschließt auch er, die Schützengräben zu verlassen, um seinem neuen Freund beizustehen und bei diesem Abenteuer vielleicht selbst seine geheime Liebe, die er vor fünf Jahren beinahe getroffen hätte, wieder zu finden. Bald schon finden die tapferen Helden einen Weg in die Festung Sarastros, wobei sie Hilfe von drei stimmgewaltigen Jungen bekommen. Doch dort angekommen, stellen die Freunde fest, dass nichts so ist, wie es zunächst erscheint. Sie beschließen, dem Ruf ihres Herzens zu folgen und nehmen die Herausforderung an, für Liebe, Musik und Frieden zu kämpfen.

Wie ein losgelassener Luftballon wirbelt die Königin der Nacht am schwarzen Himmel, während ihre wilden Kapriolen von abgestimmten Oktaven begleitet werden. Der liebestolle Papageno läuft in seinen Träumen den süßen Vögelchen hinterher und fällt in ein riesiges, rotes Kissen in Form eines verführerischen Mundes. Mit eindrücklichen Symbolen und vielen, originellen Einfällen wird das Libretto in einer Weise unterstützt, die den Zuschauer in Staunen versetzt. Mit einer gesunden Portion Humor versetzt, kann man des Öfteren herzlich lachen.
Die Kameraführung ist exzellent. Als z.B. die Königin der Nacht den Schmerz einer Mutter besingt und damit eigentlich die Herzen rührt, wird in Großaufnahme ein Blick auf die Au-gen der Sängerin gestattet, die boshaft glänzen und kalte Berechnung verraten.

Viel Freude auf der Entdeckungsreise dieser märchenhaften Geschichte im neuen Gewand. Die DVD wird in einem aufwändig gestalteten Cover aus Pappe aufbewahrt. Hier kann man noch Hintergrundinformationen zu Cast und Crew erhalten. Der Film selbst wird im englischen Originalton serviert, wobei deutsche Untertitel als Orientierungshilfe geboten werden!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich gebe es zu, diese Zauberflöte ist recht eigen und wer ein glitzerndes Zauberwaldabenteuer wie Bergmanns Altverfilmung erwartet, wird bestimmt enttäuscht werden. Nichtsdestotrotz handelt es sich in meinen Augen um eine ganz wunderbar mozartische, und bei allen Änderungen in ihrer Grundessenz trotzdem durchaus werkgetreue Umsetzung des Stoffes, die ich (aufgeschlossenen) Mozartliebhabern nur empfehlen kann.

Die Geschichte dürfte jedem bekannt sein. Ich fasse sie dennoch kurz zusammen: Junger Held zieht im Auftrag einer freundlichen Königin aus, um deren entführte Tochter aus den Fängen des vermeintlich bösen Gegenspielers Sarastro zu befreien. Vor Ort stellt er fest, dass eigentlich nicht der weise Sarastro, sondern die auftraggebende Königin der Bösewicht ist. Aber nach 3 zu bestehenden Prüfungen und einigem Hin und Her sind alle inneren Konflikte der Hauptprotagonisten behoben, die - nun doch - böse Königin besiegt, der Prinz führt seine Prinzessin heim, jedes Töpfchen findet sein Deckelchen und alles löst sich in Wohlgefallen auf.

Klingt recht simpel - ist es eigentlich auch, und doch auch wieder nicht. Tatsächlich war und ist die Storyline seit jeher die größte Tücke der Zauberflöte. Einerseits wurde sie als mehr oder minder naives Märchen konzipiert, welches hierfür aber durch die pathetischen Freimaurer-Elemente ab dem Mittelteil zu zerrissen und zu überladen ist. Eine in zwei Teile zerfallene Prüfungsfabel, die ohne ihre phantastische Musik wahrscheinlich eher dem allgemeinen Vergessen anheim gefallen wäre, anstatt zu einer der berühmtesten Opern schlechthin aufzusteigen.

Was aber Kenneth Branagh in seiner Umsetzung des Stoffes für die Kinoleinwand daraus macht, ist in meinen Augen einmalig und verdient vom Prinzip her 5 Sterne: Er wirft kurzerhand allen Ägypten-Ballast und alle Freimaurer-Elemente aus dem Plot und ergänzt bzw. erklärt die ursprüngliche, und für die junge Generation etwas überholte "Gut-Böse-Konstellation" der Figuren Sarastro und der Königin der Nacht durch die Verortung des Geschehens in ein kriegerisches Szenario.
Dies arbeitet nicht nur rein formal die Figurenkonstellation noch einmal heraus bzw. spitzt sie zu - durch den Kniff erhält die Geschichte zudem eine neue, andere Dimension: Die der Antikriegsparabel (oder wie man es auch immer nennen möchte).
Diese neue Dimension ersetzt ganz elegant und unkompliziert das heute veraltete Idealbild der Freimaurerei durch ein neues, Allgemeinverständicheres. Und überraschender Weise steht dies der Geschichte - zugegeben, nach einiger Eingewöhnungszeit - unheimlich gut zu Gesicht.

Da stehen sich nun also die verbitterte, kriegstreibende Königin der Nacht und der zum Krieg genötigte Sarastro im Stellungsgefecht gegenüber. Symbolischer Schauplatz sind die Schützengräben des Ersten Weltkriegs. Entsprechend beginnt auch die Geschichte mit Tamino, der zu Beginn des Films als braver Leutnant nur eine unwissende Spielfigur in den Reihen der Königin der Nacht darstellt. Nach der atemberaubenden Ouvertüre (Musik und Bildmotive sind hier perfekt aufeinander abgestimmt) wird dieser dann auch nicht von einer gigantischen Schlange, sondern im Zuge eines Gasangriffs verwundet (Dabei wird das ursprüngliche Schlangenmotiv in der Darstellungsweise netterweise sogar noch beibehalten). Alles andere ist bekannt. Er wird von drei ominösen Damen gerettet und bricht mit seinem Gefährten Papageno auf seine abenteuerliche Königstochter-Rettungsmission auf.

Wer nun fürchtet, die Zauberflöte wirke durch diesen stilistischen Griff wie in ein pseudo-innovatives, künstliches Korsett gequetscht, in dem man einzig der Andersartigkeit wegen krampfhaft bemüht das Setting wechselt, den kann ich beruhigen. Denn tatsächlich hat man es bei dem Szenario mit keiner historischen Darstellung zu tun. Das Erste-Weltkriegs-Szenario dient hier lediglich als symbolischer Schauplatz einer beliebigen Geschichte, und kommt auch so auf Zuschauerseite an. So versucht der Film zu keinem Zeitpunkt, eine realitätsnahe Atmosphäre aufbauen. Beispielsweise werden in keiner Einstellung des Films Nationalitäten kenntlich gemacht: Eine Armee ist rot, die andere blau - mehr nicht. Die Bilder muten oftmals plakativ, ja geradezu künstlich an, dies aber nicht weil man es technisch nicht besser umsetzen konnte, sondern weil es sich bei der Geschichte ja immer noch um ein Märchen handelt. Es wird mit bekannten Motiven und Bildern gespielt. Und die verspielte Atmosphäre, wie man sie von der Zauberflöte kennt und erwartet, bleibt dabei erhalten. Unterstützt wird dies auch durch die naive Erzählform des Films, der (wie auch der Held selbst) zum Teil an den Stil der 30er Jahre erinnert. Auf diese Weise bleibt auch diese Zauberflöte ein Märchen um einen jungen Helden und stellt keinen Kriegs- oder Antikriegsfilm im eigentlichen Sinne dar.

Auch das Ensemble konnte in meinen Augen mehr als überzeugen. Allen voran René Pape, der nicht umsonst als einer der besten Sarastros der Gegenwart gehandelt wird - von ihm wird man förmlich aus den Schuhen geblasen. Auch Joseph Kaiser als naiv-pathetischer, liebeskranker Leutnant Tamino ist einfach eine Augenweide und füllt die Rolle (auch stimmlich) voll aus. Besonders hervorzuheben ist zudem Nachwuchstalent Amy Carson als Königstochter Pamina, die der Rolle durch ihre junge, noch nicht ganz ausgereifte Stimme einen frischen, authentisch-jugendlichen Charme verleiht. Papagenodarsteller Benjamin Jay Davis wurde zugegebenermaßen wahrscheinlich vor allem nach Typ besetzt, das aber ebenfalls gekonnt. Denn tatsächlich I-S-T er das Sinnbild aller Papagenos auf Erden, bei dem das Zuschauen einfach Freude macht. Auch wenn rein stimmlich andere diese Rolle sicherlich ebenfalls gut hätten meistern können.

Warum ich nach so viel Jubillieren nur vier Punkte vergebe? Leider hat der Film auch die eine oder andere gehörige Macke, die den Abzug von 1 bis 1,5 Punkte rechtfertigen. Da wäre zum einen die Tatsache, dass Branagh von Zeit zu Zeit die Grenze zum Kitsch deutlich überschreitet, was mehr zerstört als nutzt. Auch konnte mich Lyubov Petrova in der Rolle der Königin der Nacht nicht wirklich überzeugen - zu unauffällig mit zu wenig Charisma und so gar nicht königlich wirkt sie.
Und als größten Kritikpunkt: Leider ist das von Stephen Fry (den ich eigentlich sehr schätze) ins Englische übertragene Libretto phasenweise ja sowas von dermaßen misslungen - meine Güte! Da ist man dann doch irgendwie wieder froh, dass hier in englischer Sprache gesungen wird. Denn wenigstens drängen sich so dem Zuhörer die verbalen Entgleisungen nicht ganz so penetrant auf...

Wenn man von diesen Punkten allerdings einmal absieht, so bietet Branagh seinem Publikum eine zauberhafte, gänzlich entstaubte Zauberflöte, die nun nicht mehr im Gewand der Freimaurerparabel, sondern als märchenhaftes Friedensplädoyer daherkommt. Ein alter Bekannter, den man trotz neuer Frisur auf den ersten Blick wiedererkennt. Bildgewaltig und dramatisch ist sie, sehr charmant, dabei ein bisschen naiv, ein bisschen dick aufgetragen, z.T. ein bisschen schrill, aber trotz allem - oder gerade deshalb - ganz Mozart.

Und da dies ein Kinofilm und eben keine Bühneninszenierung ist, ist diese Mischung genau richtig! 4 Punkte
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wenn sie das Wort 'Regietheater' hören, winken viele Leute genervt ab, was zu verstehen ist, denn man muss leider eine Reihe mehr oder minder missratener Aufführungen samt dazugehöriger Regiemätzchen über sich ergehen lassen, bis man dann doch eine Glanzleistung erlebt. Diese hat Kenneth Branagh, berühmt für seine Shakespeare-Inszenierungen, mit seiner filmischen Adaption der 'Zauberflöte' geliefert, und die sollte man sich, ungeachtet aller Vorbehalte, einmal ansehen.

Branagh verlegt die Handlung auf die Schlachtfelder und in die Schützengräben des Ersten Weltkriegs: Tamino ist ein britischer Offizier, die ihn bedrohende Schlange eine Giftgaswolke, Papageno mit Kanarienvögeln im Käfig ein Giftgaswarner, die Königin der Nacht kommt auf einem Panzer dahergedonnert, die drei Knaben sind Meldegänger zwischen den Linien, Sarastro fungiert als ärztlicher Leiter eines Lazaretts etc. Vor diesem Schreckensszenario ' und die 'Zauberflöte" enthält neben allerlei Burleskem auch durchaus tödlichen Ernst - entfaltet Branagh die der 'Zauberflöte" im tiefsten Innern innewohnende utopische Vision: die Vision von Humanität, Frieden und Liebe, konkret bei Branagh: die Vision einer Menschheit, die frei von Angst, Krieg, Unterdrückung und Zwang lebt. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass (nota bene: in der ursprünglichen 'Zauberflöte", also der von Schikaneder/Mozart, nicht der von Branagh) der Tugend-Darsteller Sarastro Herrscher einer patriarchalen, frauenfeindlichen, autoritären Sklavenhaltergesellschaft ist, der auch vor barbarischen Prügelstrafen ('siebenundsiebenzig Sohlenstreich' ') nicht zurückschreckt und dafür selbstgefällig den lobhudelnden Applaus seiner Untertanen entgegennimmt.

Das geht natürlich nicht ohne Eingriffe in den Text und die Struktur von Handlung und Personen ab, wobei der Schriftsteller Stephen Fry, Branaghs Freund, sich einige (und nicht ganz kleine) Freiheiten genommen hat. Zweifellos entstehen dabei Widersprüche (aber ist Schikaneders/Mozarts 'Zauberflöte" nicht ohnehin voll davon?), entscheidend jedoch ist, ob ein überzeugendes Gesamtbild entsteht, und dies ist, so meine Meinung, auf höchst beeindruckende Weise der Fall, was überdies noch durch die überwältigenden filmischen Bilder und Sequenzen vollendet wird ' kein Opern-Theater mehr, wie noch, freilich geniales, bei Bergman und Sellars, sondern wirkliches Opern-Kino.

Die sängerischen und schauspielerischen Leistungen sind durchweg vorzüglich; äußerst eindrucksvoll René Pape als Sarastro, sowohl in Hinsicht der von Branagh und Fry entworfenen Figurenkonzeption als auch sängerisch und darstellerisch, und unwiderstehlich in ihrer herben Schönheit (und natürlich auch in ihrem Gesang) Amy Carson als Pamina. Das Orchester bietet eine straffe, federnde Musik, gesungen wird auf Englisch, aber das sind unsere Ohren ja schon von Händel her gewohnt (und natürlich gibt es deutsche Untertitel).

Was wohl der selige Wolfgang Amadé zu solchem Opernkino sagen würde? Vielleicht sitzt er nach der Filmvorführung gemeinsam auf einer Wolke mit dem Riesenkomponisten Richard, und dieser, der in seinen Opern selber die filmische Umsetzung unbekümmert-visionär vorwegnahm, sagt zu ihm: 'Was habe ich immer gepredigt, Wolfgang? Kinder, macht Neues!' Und Wolfgang antwortet: 'Jo g'wiiß, des maan i aa!' Und entkorkt eine neue Flasche Veltliner, während Richard seinen Humpen mit Bier füllt. Wolfgang: 'Wohlsein, Richard! A Germane sauft nie allane.' Richard: 'Hojotoho!'

Hermann Engster

P.S. Es gibt zwei Versionen. Im Kino sah ich seinerzeit eine andere, als die jetzt verkauft wird. Da gab es eine Szene, die man, wohl aus Gründen des Kinderschutzes, erotisch entschärft hat: die drei Damen, die Tamino vor der Schlange retten, treten als Rote-Kreuz-Schwestern auf, und als sie des ohnmächtigen (und höchst attraktiven) Taminos ansichtig werden, reißen sie voller Begehren ihre Uniformenjacken auf und strecken ihm ihre ansehnlichen, aber immerhin mit BH's bedeckten Brüste entgegen. In der im Handel befindlichen DVD bleiben die Jacken brav zugeknöpft, was schade ist, zumal die erotische Begehrlichkeit der Damen durch Text und Musik, und zwar schon im 'Original', eindeutig ausgedrückt ist und Kinder aus dem Fernsehen ohnehin Deftigeres gewohnt sind.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:









Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de