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Um herauszufinden, ob eine Verbindung zwischen Henriks Tod und seinen Recherchen zu dieser Theorie existiert, begibt sich Louise auf eine Odyssee, die sie von Schweden nach Australien, Barcelona und schließlich zum schwarzen Kontinent nach Mozambique führt. Schicht für Schicht nähert sich die Archäologin dem Kern der Wahrheit und erfährt dabei unglaubliche Dinge über das Leben ihres Sohnes. Die Verschleierung um Kennedys Tod war in seinen Augen lediglich wie ein Handbuch für die Lüge der Welt. Den Ausmaßen der Korruption in Afrika nachzugehen, war Henriks wirkliches Ziel. Dabei stellte er zu viele neugierige Fragen. Das wird Louise klar, als sie von Menschen hört, die man ohne Skrupel Versuchstieren gleich für medizinische Tests benutzt
Der Titel von Henning Mankells Roman ist etwas irreleitend: Immerhin handelt es sich bei Kennedys Hirn um einen Afrika-Roman. Wer Mankells Afrika-Romane kennt, ist mit seiner unverschönten Darstellungsweise der Missstände bestens vertraut. Dass der schwedische Autor weiß, wovon er spricht, spürt man -- schließlich wurde Mozambique 1996 zu seiner wahren Heimat. Was er seitdem dort erlebt hat, erfahren wir eindrucksvoll in Romanen wie etwa Der Chronist der Winde. Sein eigener Zorn war es -- so Mankell im Nachwort zu Kennedys Hirn --, der ihn nun zu diesem Roman antrieb. Diesem Zorn sollte man sich nicht entziehen. --Fenja Wambold
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mankell gewohnt souverän,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kennedys Hirn: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vorab ein Hinweis für Mankell Fans: Bei diesem Buch handelt es sich NICHT um einen Roman der Wallander - Reihe.Ein weiteres Mal greift Henning Mankel in einem Roman seine Liebe - den afrikanischen Kontinent auf. Die weltreisende Archäologin Louise Cantor reist für einen wissenschaftlichen Vortrag in Ihr Heimatland Schweden. Gleichzeitig eine tolle Gelegenheit Ihren Sohn Henrik wieder zu sehen. Doch aus der Familienidylle wird nicht. Sie findet ihren Sohn tot in der Wohnung auf. Schlaftabletten. In einem Dschungel von Notizen, Hinweisen und Ermittlungen schwankt Louise zwischen dem Glauben an einen Selbstmord und der Vermutung, dass ihr Sohn ermordet wurde. Sie begibt sich auf eine verworrene Reise um Licht in die Hintergründe dieser spannenden geschichte zu bringen. Diese Reise führt sie auch in das von Autor Henning Mankell so geliebte Afrika: Nach Mozambique. Hier gerät sie in ein Netz von Korruption und Verbrechen. Kennedys Hirn ist ein vielschichtiger Roman, der erst im Laufe der Zeit den tatsächlichen Hintergrund des Todes von Henrik Cantor freigibt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Gute Absicht, schlechtes Buch,
Von Bücherfresser (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Kennedys Hirn: Roman (Taschenbuch)
Das Buch von Mankell kombiniert zwei Elemente: Zum einen geht es um eine Art Kriminalgeschichte - die Archäologin Louise Cantor versucht den Gründen für den plötzlichen Tod ihres Sohnes auf die Spur zu kommen und gerät dabei in eine verworrene Odyssee zwischen Europa, Australien und Afrika. Zum anderen wird eine gruselige Vision der Ausbeutung Afrikas durch die zynischen Geschäftsinteressen des Westens entwickelt - der reiche, gebildete und ebenfalls durch den Tod seines Sohnes belastete US-Amerikaner Christian Holloway betreibt in Mozambique unter dem Deckmantel einer karitativen AIDS-Klinik ein Versuchslabor, in dem Menschen gewollt mit dem Virus infiziert und anschließend für Experimente mit nicht zugelassenen Medikamenten missbraucht und getötet werden. Das ist als Stoff sowohl für einen Thriller als auch für einen sozialkritischen Kommentar mehr als genug, geht im Ergebnis aber total daneben.Das liegt vor allem an drei dicken Schwächen des Buchs. Das erste: unaufgelöste Widersprüche. Um die Heldin Louise herum werden eine ganze Reihe von Mitwissern ermordet - unter anderem ihr Ex-Mann Aron, der sich ebenfalls auf die Suche gemacht hat und verschiedene Personen, die Louise in Afrika Informationen zutragen- sie selbst bleibt aber wie durch ein Wunder verschont, obwohl sie bei weitem mehr erfahren hat als die anderen zusammen. Mankell hat das wohl auch bemerkt und lässt deswegen auf der letzten Seite durchblicken, auch die Heldin werde beim Einchecken am Flughafen beobachtet von einem Mann, der anschließend in ein Auto steigt und in Richtung Innenstadt fährt. Mysteriös, mysteriös. Das zweite Problem: eine vielfach an den Haaren herbeigezerrte, dilettantisch konstruiert wirkende Handlung. Ein Beispiel: die todkranke Lucinda, die als Informantin für Louise fungiert hat, ruft diese in Europa auf dem Handy an (übrigens aus Holloways Gruselklinik heraus), zitiert sie nach Mosambique, lockt sie mit Marimba-Musik vom Tonband in ein Gebüsch vor das Hotel (das steht wirklich in dem Buch!!!, hat hier Mankells zwölfjähriger Sohn ein paar Seiten weitergeschrieben??) und verrät ihr von den Menschenversuchen im Keller. Bevor sie die ganze Wahrheit enthüllen kann, wird sie allerdings erschossen - wie Kennedy direkt ins Gehirn, wobei übrigens ansonsten der Bezug zu JFK ziemlich offen bleibt. Drittes Problem, und das dickste: Das Buch präsentiert einen monumentalen Vorwurf an den Westen - neben Holloways Menschenversuchen wird auf ähnliche Praktiken im ehemaligen Belgisch-Kongo mit Affen eingegangen und auch indirekt die Theorie suggeriert, der Virus sei absichtlich in die Welt gesetzt worden - , liefert aber sehr wenig Substanz dafür. Die ganze Story wirkt sehr konstruiert und vor allem der Wut des Autors Mankell entsprungen. Mit vielen Punkten hat er dabei eindeutig recht, etwa mit seinen richtigen Vorwürfen an die Menschenverachtung der weißen Sex-Touristen. Davon abgesehen kann man aber die Frage stellen, ob sein Vorwurf an die reichen Länder die ganze Story bei der AIDS-Katastrophe in Afrika ist - erinnert sei nur an die Positionen des südafrikanischen Präsidenten Mbeki dazu, oder mancher Politiker in seinem Umfeld. Alles in allem: Ein Buch, das wachrütteln soll und eine an sich richtige message hat - gegen die Herablassung und Ignoranz der westlichen Länder gegenüber Afrika. Verpackt ist das aber leider in eine schlecht konstruierte und unglaubwürdige Handlung und ein zu langes, mit steigender Länge mäanderndes und manchmal auch leider unfreiwillig komisches Buch (an einer Stelle sinniert Louise über Aron dahingehend, dass er ein Hammer sei, der sie als Schicksal schlägt, das wirkte ziemlich lächerlich). Und eins kommt auch noch dazu: Woran Louises Sohn Henrik denn nun gestorben ist, weiß man am Ende immer noch nicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lesen und Realität,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kennedys Hirn: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt des Buches gibt es nichts mehr zu sagen, zu dessen Interpretation schon. Natürlich ist das Ende nicht befriedigend. Muss es das denn aber sein?Mankells Buch ist ein Spiegel unserer Welt. Nicht du Guten gewinnen am Ende und reiten auf dem weißen Roß davon. Es gibt kein Schwarz, kein Weiß. Am Anfang hat mir das Buch auch nicht gefallen. Man muss sich erst an die sperrigen und nicht besonders sympathischen Charaktere gewönnen. Der entscheidende Punkt ist aber, dass das Buch fesselt. Bis zum bitteren Schluss. Und der wirkt lange nach! Ich habe sehr viel über das Buch nachgedacht. Mehr kann man von einem Buch wohl nicht erwarten! Einen befriedigenden Schluss meiner Gedanken habe ich für mich auch nicht gefunden. So ist sie - die bittere Realität. Keiner ist ein (Roman)Held. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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