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Kennedys Hirn: Roman [Gebundene Ausgabe]

Henning Mankell , Wolfgang Butt
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag Ges. m.b.H.; Auflage: 5 (28. Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552053476
  • ISBN-13: 978-3552053472
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (95 Kundenrezensionen)
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Henning Mankell
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Spuren der Vergangenheit zu suchen ist ihr Leben, ihre Passion. Aber als die Archäologin Louise Cantor für einen Vortrag in ihre Heimat Schweden reist, holt sie eine grausame Gegenwart ein: Henrik, ihren einzigen Sohn, findet Louise bei einem Überraschungsbesuch tot in seinem Bett vor. Aufgrund der Überdosis Schlaftabletten glauben alle an Selbstmord. Nur Louise weigert sich, dies als Erklärung hinzunehmen. Tatsächlich findet sie in Henriks Wohnung stapelweise versteckte Notizen, in denen von Geheimhaltung und einem verschwundenen Gehirn die Rede ist -- Kennedys Hirn!

Um herauszufinden, ob eine Verbindung zwischen Henriks Tod und seinen Recherchen zu dieser Theorie existiert, begibt sich Louise auf eine Odyssee, die sie von Schweden nach Australien, Barcelona und schließlich zum schwarzen Kontinent nach Mozambique führt. Schicht für Schicht nähert sich die Archäologin dem Kern der Wahrheit und erfährt dabei unglaubliche Dinge über das Leben ihres Sohnes. Die Verschleierung um Kennedys Tod war in seinen Augen lediglich wie ein „Handbuch für die Lüge der Welt“. Den Ausmaßen der Korruption in Afrika nachzugehen, war Henriks wirkliches Ziel. Dabei stellte er zu viele neugierige Fragen. Das wird Louise klar, als sie von Menschen hört, die man ohne Skrupel Versuchstieren gleich für medizinische Tests benutzt …

Der Titel von Henning Mankells Roman ist etwas irreleitend: Immerhin handelt es sich bei Kennedys Hirn um einen Afrika-Roman. Wer Mankells Afrika-Romane kennt, ist mit seiner unverschönten Darstellungsweise der Missstände bestens vertraut. Dass der schwedische Autor weiß, wovon er spricht, spürt man -- schließlich wurde Mozambique 1996 zu seiner wahren Heimat. Was er seitdem dort erlebt hat, erfahren wir eindrucksvoll in Romanen wie etwa Der Chronist der Winde. Sein eigener „Zorn“ war es -- so Mankell im Nachwort zu Kennedys Hirn --, der ihn nun zu diesem Roman „antrieb“. Diesem Zorn sollte man sich nicht entziehen. --Fenja Wambold

kulturnews.de

Als die Archäologin Louise Cantor ihren einzigen Sohn tot in seiner Stockholmer Wohnung findet, ist sie sich sicher: Henrik wurde ermordet. Doch die Polizei geht von Selbstmord aus und stellt ihre Ermittlungen ein. Also beginnt Louise, auf eigene Faust zu recherchieren. In Henriks Kleiderschrank findet sie Dokumente über das Gehirn des US-Präsidenten Kennedy. War er einer Verschwörung auf der Spur? Louise Cantor sucht nach weiteren Hinweisen, reist nach Australien, Spanien und landet schließlich in Mosambik. Hier, in einer Unterkunft für Aidskranke nahe der Hauptstadt Maputo, findet sie eine mögliche Antwort auf die Frage, warum ihr Sohn sterben musste. Bestsellerautor Mankell verknüpft in „Kennedys Hirn" die beiden Themen seiner bisherigen Romane: Gewaltverbrechen und afrikanische Schicksale. Vor dem Hintergrund von Henriks Ermordung dokumentiert er die Verbreitung und Bekämpfung des HIV-Virus in Südafrika, zeigt den schmalen Grat zwischen medizinischer Hilfe und Ausbeutung auf und veranschaulicht die Macht europäischer Firmen und Staatsvertreter. Das Ergebnis ist eine spannungsreiche Mischung aus Krimi und Gesellschaftskritik - und die ist dem schwedischen Autoren so gut gelungen, dass selbst die bisweilen hölzernen Dialoge den Lesegenuss nicht schmälern. (jul)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gute Absicht, schlechtes Buch 30. Dezember 2008
Format:Taschenbuch
Das Buch von Mankell kombiniert zwei Elemente: Zum einen geht es um eine Art Kriminalgeschichte - die Archäologin Louise Cantor versucht den Gründen für den plötzlichen Tod ihres Sohnes auf die Spur zu kommen und gerät dabei in eine verworrene Odyssee zwischen Europa, Australien und Afrika. Zum anderen wird eine gruselige Vision der Ausbeutung Afrikas durch die zynischen Geschäftsinteressen des Westens entwickelt - der reiche, gebildete und ebenfalls durch den Tod seines Sohnes belastete US-Amerikaner Christian Holloway betreibt in Mozambique unter dem Deckmantel einer karitativen AIDS-Klinik ein Versuchslabor, in dem Menschen gewollt mit dem Virus infiziert und anschließend für Experimente mit nicht zugelassenen Medikamenten missbraucht und getötet werden. Das ist als Stoff sowohl für einen Thriller als auch für einen sozialkritischen Kommentar mehr als genug, geht im Ergebnis aber total daneben.

Das liegt vor allem an drei dicken Schwächen des Buchs. Das erste: unaufgelöste Widersprüche. Um die Heldin Louise herum werden eine ganze Reihe von Mitwissern ermordet - unter anderem ihr Ex-Mann Aron, der sich ebenfalls auf die Suche gemacht hat und verschiedene Personen, die Louise in Afrika Informationen zutragen- sie selbst bleibt aber wie durch ein Wunder verschont, obwohl sie bei weitem mehr erfahren hat als die anderen zusammen. Mankell hat das wohl auch bemerkt und lässt deswegen auf der letzten Seite durchblicken, auch die Heldin werde beim Einchecken am Flughafen beobachtet von einem Mann, der anschließend in ein Auto steigt und in Richtung Innenstadt fährt. Mysteriös, mysteriös.

Das zweite Problem: eine vielfach an den Haaren herbeigezerrte, dilettantisch konstruiert wirkende Handlung. Ein Beispiel: die todkranke Lucinda, die als Informantin für Louise fungiert hat, ruft diese in Europa auf dem Handy an (übrigens aus Holloways Gruselklinik heraus), zitiert sie nach Mosambique, lockt sie mit Marimba-Musik vom Tonband in ein Gebüsch vor das Hotel (das steht wirklich in dem Buch!!!, hat hier Mankells zwölfjähriger Sohn ein paar Seiten weitergeschrieben??) und verrät ihr von den Menschenversuchen im Keller. Bevor sie die ganze Wahrheit enthüllen kann, wird sie allerdings erschossen - wie Kennedy direkt ins Gehirn, wobei übrigens ansonsten der Bezug zu JFK ziemlich offen bleibt.

Drittes Problem, und das dickste: Das Buch präsentiert einen monumentalen Vorwurf an den Westen - neben Holloways Menschenversuchen wird auf ähnliche Praktiken im ehemaligen Belgisch-Kongo mit Affen eingegangen und auch indirekt die Theorie suggeriert, der Virus sei absichtlich in die Welt gesetzt worden - , liefert aber sehr wenig Substanz dafür. Die ganze Story wirkt sehr konstruiert und vor allem der Wut des Autors Mankell entsprungen. Mit vielen Punkten hat er dabei eindeutig recht, etwa mit seinen richtigen Vorwürfen an die Menschenverachtung der weißen Sex-Touristen. Davon abgesehen kann man aber die Frage stellen, ob sein Vorwurf an die reichen Länder die ganze Story bei der AIDS-Katastrophe in Afrika ist - erinnert sei nur an die Positionen des südafrikanischen Präsidenten Mbeki dazu, oder mancher Politiker in seinem Umfeld.

Alles in allem: Ein Buch, das wachrütteln soll und eine an sich richtige message hat - gegen die Herablassung und Ignoranz der westlichen Länder gegenüber Afrika. Verpackt ist das aber leider in eine schlecht konstruierte und unglaubwürdige Handlung und ein zu langes, mit steigender Länge mäanderndes und manchmal auch leider unfreiwillig komisches Buch (an einer Stelle sinniert Louise über Aron dahingehend, dass er ein Hammer sei, der sie als Schicksal schlägt, das wirkte ziemlich lächerlich). Und eins kommt auch noch dazu: Woran Louises Sohn Henrik denn nun gestorben ist, weiß man am Ende immer noch nicht.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mankell gewohnt souverän 25. Januar 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Vorab ein Hinweis für Mankell Fans: Bei diesem Buch handelt es sich NICHT um einen Roman der Wallander - Reihe.
Ein weiteres Mal greift Henning Mankel in einem Roman seine Liebe - den afrikanischen Kontinent auf.

Die weltreisende Archäologin Louise Cantor reist für einen wissenschaftlichen Vortrag in Ihr Heimatland Schweden. Gleichzeitig eine tolle Gelegenheit Ihren Sohn Henrik wieder zu sehen. Doch aus der Familienidylle wird nicht. Sie findet ihren Sohn tot in der Wohnung auf. Schlaftabletten.
Gegen alle Indizien, die für einen Selbstmord sprechen, beginnt Louise Cantor den Tot ihres Sohnes zu hinterfragen.
Sie stößt auf eine unglaubliche Verschwörungstheorie. Das Hirn Kennedys soll direkt nach dessen Tot verschwunden sein.
Offensichtlich hatte Henrik sich intensiv mit dieser Theorie beschäftigt. Wurde sie ihm zum Verhängnis ?

In einem Dschungel von Notizen, Hinweisen und Ermittlungen schwankt Louise zwischen dem Glauben an einen Selbstmord und der Vermutung, dass ihr Sohn ermordet wurde. Sie begibt sich auf eine verworrene Reise um Licht in die Hintergründe dieser spannenden geschichte zu bringen.

Diese Reise führt sie auch in das von Autor Henning Mankell so geliebte Afrika: Nach Mozambique. Hier gerät sie in ein Netz von Korruption und Verbrechen.

Kennedys Hirn ist ein vielschichtiger Roman, der erst im Laufe der Zeit den tatsächlichen Hintergrund des Todes von Henrik Cantor freigibt.
Gewohnt sozialkritisch und wortgewand legt Mankell einen neuen Afrikaroman vor - denn das ist es, was Kennedys Hirn wirklich ist.
Ein absolut lesenswertes Buch. Sprachlich leichter als "Die Tiefe" und kein "Wallander" aber dennoch sehr lesenswert.

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesen und Realität 10. Januar 2008
Von M. Lotz
Format:Gebundene Ausgabe
Zum Inhalt des Buches gibt es nichts mehr zu sagen, zu dessen Interpretation schon. Natürlich ist das Ende nicht befriedigend. Muss es das denn aber sein?

Mankells Buch ist ein Spiegel unserer Welt. Nicht du Guten gewinnen am Ende und reiten auf dem weißen Roß davon. Es gibt kein Schwarz, kein Weiß.

Am Anfang hat mir das Buch auch nicht gefallen. Man muss sich erst an die sperrigen und nicht besonders sympathischen Charaktere gewönnen. Der entscheidende Punkt ist aber, dass das Buch fesselt. Bis zum bitteren Schluss. Und der wirkt lange nach! Ich habe sehr viel über das Buch nachgedacht. Mehr kann man von einem Buch wohl nicht erwarten!

Einen befriedigenden Schluss meiner Gedanken habe ich für mich auch nicht gefunden. So ist sie - die bittere Realität. Keiner ist ein (Roman)Held.
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Die neuesten Kundenrezensionen
wenn das Mankell selbst geschrieben haben soll.....
Leider mußte ich, die ich sonst in Mankell einen meiner Liebelingsschriftsteller gefunden hatte (aufgrund der einfühlsamen und auch sprachlichen Qualität seines... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Hiltrud Schäfer veröffentlicht
Mankell 2. Klasse..
Henning Mankell ist ein guter Autor .. das mal vorausgeschickt. Aber seine Versuche politisch zu missionieren sind eher irreführend. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Bette Davis veröffentlicht
Schwächster Mankell
Obwohl ich ein ausgewiesener Mankell-Fan bin (nicht nur der Wallander-Reihe!), kann ich von diesem Buch nur abraten. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Fisherman veröffentlicht
Gut gedacht, schlecht gemacht!
Die bösen reichen Weißen, die guten armen unterdrückten Schwarzen.
Der böse Pharmakonzern, der über Leichen geht. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von m.d.S.o.a.d.S. veröffentlicht
Top Ware
Schnell und korrekte Abwicklung nach der Bestellung und Bezahlung.
Top Ware und zu vollster Zufriedenheit Abgewickelte Transaktion.
Gerne wieder.
Eckart Lorch
Vor 13 Monaten von Eckart Lorch veröffentlicht
Enttäuschend
Gute Idee, schlechte Umsetzung; so kann man Kennedys Hirn kurz zusammenfassen. Das Buch ist eine Mischung aus Krimi und Roman; einerseits wird die Geschichte der schwedischen... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Ernst K. veröffentlicht
Kennedys Hirn
Kennedys Hirn
Henrik wird von seiner Mutter tot in der Wohnung aufgefunden. Alles sieht nach Selbstmord aus, doch war es das wirklich? Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von mary cullen veröffentlicht
eben nicht Wallander
Es wird wohl derzeit kein Roman von Henning Mankell so unterschiedlich bewertet wie dieser. Wenn man die negativen Rezensionen liest, fallen zwei Dinge auf. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Mai 2010 von hinz und kunz
Gute Story!
Vor einiger Zeit haben wir das Hörbuch gehört und waren nicht so sonderlich begeistert, u.a. wegen dem wenig greifbaren Ende der Geschichte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2010 von Annette Tmmler
Wütender Mankell hinterlässt ratlosen Leser
Soso... mein erster Mankell also. Danach kann ich mir nur vornehmen, mal einen Wallander zu lesen, der ja ganz rühmlich davon kommt und mit zu dem Hype um Herrn Mankell... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2010 von Kirsten Junker
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