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Kennedys Hirn: Roman [Taschenbuch]

Henning Mankell , Wolfgang Butt
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (96 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Februar 2008

»Die Katastrophe kam im Herbst und brach ohne Vorwarnung über sie herein. Sie warf keine Schatten, sie bewegte sich vollkommen lautlos. Zu keinem Zeitpunkt hatte sie eine Vorstellung davon, was geschah.«

Als die Archäologin Louise Cantor von ihrer Ausgrabung in Griechenland zu einem Vortrag nach Schweden reist, will sie auch ihren 25-jährigen Sohn wiedersehen. Doch als sie die Wohnung in Stockholm betritt, liegt Henrik tot in seinem Bett. Die Polizei geht von Selbstmord aus, aber daran kann Louise nicht glauben. In dem Kleiderschrank ihres Sohnes findet sie eine Menge Material zu der Frage, warum das Hirn von John F. Kennedy nach der Obduktion spurlos verschwand. War Henrik einem kriminellen Geheimnis auf der Spur? Je mehr sie über sein Leben erfährt, umso klarer wird ihr, wie wenig sie ihren Sohn eigentlich gekannt hat. Auf der Suche nach Hinweisen, die seinen Tod erklären könnten, reist sie nach Australien zu ihrem verschwundenen Exmann und folgt Henriks Spuren über Barcelona nach Mosambik. Dort stößt sie auf ein Asyl für mittellose Aidskranke, in dem auch ihr Sohn gearbeitet hat und das von einem reichen weißen Mann aus scheinbar selbstlosen Gründen ins Leben gerufen wurde. Doch Louise ahnt bald, dass sich dahinter ein ungeheurer humanitärer Skandal verbirgt ...


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423210257
  • ISBN-13: 978-3423210256
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (96 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 275.363 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Spuren der Vergangenheit zu suchen ist ihr Leben, ihre Passion. Aber als die Archäologin Louise Cantor für einen Vortrag in ihre Heimat Schweden reist, holt sie eine grausame Gegenwart ein: Henrik, ihren einzigen Sohn, findet Louise bei einem Überraschungsbesuch tot in seinem Bett vor. Aufgrund der Überdosis Schlaftabletten glauben alle an Selbstmord. Nur Louise weigert sich, dies als Erklärung hinzunehmen. Tatsächlich findet sie in Henriks Wohnung stapelweise versteckte Notizen, in denen von Geheimhaltung und einem verschwundenen Gehirn die Rede ist -- Kennedys Hirn!

Um herauszufinden, ob eine Verbindung zwischen Henriks Tod und seinen Recherchen zu dieser Theorie existiert, begibt sich Louise auf eine Odyssee, die sie von Schweden nach Australien, Barcelona und schließlich zum schwarzen Kontinent nach Mozambique führt. Schicht für Schicht nähert sich die Archäologin dem Kern der Wahrheit und erfährt dabei unglaubliche Dinge über das Leben ihres Sohnes. Die Verschleierung um Kennedys Tod war in seinen Augen lediglich wie ein „Handbuch für die Lüge der Welt“. Den Ausmaßen der Korruption in Afrika nachzugehen, war Henriks wirkliches Ziel. Dabei stellte er zu viele neugierige Fragen. Das wird Louise klar, als sie von Menschen hört, die man ohne Skrupel Versuchstieren gleich für medizinische Tests benutzt …

Der Titel von Henning Mankells Roman ist etwas irreleitend: Immerhin handelt es sich bei Kennedys Hirn um einen Afrika-Roman. Wer Mankells Afrika-Romane kennt, ist mit seiner unverschönten Darstellungsweise der Missstände bestens vertraut. Dass der schwedische Autor weiß, wovon er spricht, spürt man -- schließlich wurde Mozambique 1996 zu seiner wahren Heimat. Was er seitdem dort erlebt hat, erfahren wir eindrucksvoll in Romanen wie etwa Der Chronist der Winde. Sein eigener „Zorn“ war es -- so Mankell im Nachwort zu Kennedys Hirn --, der ihn nun zu diesem Roman „antrieb“. Diesem Zorn sollte man sich nicht entziehen. --Fenja Wambold -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

Beklemmend und spannend bis zur letzen Seite.

Mit der Archäologin Louise Cantor führt Mankell durch Abgründe, die endlos scheinen. Sie sind endlos; wenn man meint, es könne nicht noch höllischer werden, wird es genau das. Also: nicht mit Sonnencreme sparen.

Mit Louise steht der Leser vor einem Szenario das erschüttert, aufwühlt und ein richtig ungutes Gefühl zurücklässt. Mankell wollte unser soziales Gewissen aufrütteln und das ist ihm mit diesem Roman gelungen.

Anklagender Afrika- und spannender Krimi-Roman in einem!

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mankell gewohnt souverän 25. Januar 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Vorab ein Hinweis für Mankell Fans: Bei diesem Buch handelt es sich NICHT um einen Roman der Wallander - Reihe.
Ein weiteres Mal greift Henning Mankel in einem Roman seine Liebe - den afrikanischen Kontinent auf.

Die weltreisende Archäologin Louise Cantor reist für einen wissenschaftlichen Vortrag in Ihr Heimatland Schweden. Gleichzeitig eine tolle Gelegenheit Ihren Sohn Henrik wieder zu sehen. Doch aus der Familienidylle wird nicht. Sie findet ihren Sohn tot in der Wohnung auf. Schlaftabletten.
Gegen alle Indizien, die für einen Selbstmord sprechen, beginnt Louise Cantor den Tot ihres Sohnes zu hinterfragen.
Sie stößt auf eine unglaubliche Verschwörungstheorie. Das Hirn Kennedys soll direkt nach dessen Tot verschwunden sein.
Offensichtlich hatte Henrik sich intensiv mit dieser Theorie beschäftigt. Wurde sie ihm zum Verhängnis ?

In einem Dschungel von Notizen, Hinweisen und Ermittlungen schwankt Louise zwischen dem Glauben an einen Selbstmord und der Vermutung, dass ihr Sohn ermordet wurde. Sie begibt sich auf eine verworrene Reise um Licht in die Hintergründe dieser spannenden geschichte zu bringen.

Diese Reise führt sie auch in das von Autor Henning Mankell so geliebte Afrika: Nach Mozambique. Hier gerät sie in ein Netz von Korruption und Verbrechen.

Kennedys Hirn ist ein vielschichtiger Roman, der erst im Laufe der Zeit den tatsächlichen Hintergrund des Todes von Henrik Cantor freigibt.
Gewohnt sozialkritisch und wortgewand legt Mankell einen neuen Afrikaroman vor - denn das ist es, was Kennedys Hirn wirklich ist.
Ein absolut lesenswertes Buch. Sprachlich leichter als "Die Tiefe" und kein "Wallander" aber dennoch sehr lesenswert.

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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gute Absicht, schlechtes Buch 30. Dezember 2008
Format:Taschenbuch
Das Buch von Mankell kombiniert zwei Elemente: Zum einen geht es um eine Art Kriminalgeschichte - die Archäologin Louise Cantor versucht den Gründen für den plötzlichen Tod ihres Sohnes auf die Spur zu kommen und gerät dabei in eine verworrene Odyssee zwischen Europa, Australien und Afrika. Zum anderen wird eine gruselige Vision der Ausbeutung Afrikas durch die zynischen Geschäftsinteressen des Westens entwickelt - der reiche, gebildete und ebenfalls durch den Tod seines Sohnes belastete US-Amerikaner Christian Holloway betreibt in Mozambique unter dem Deckmantel einer karitativen AIDS-Klinik ein Versuchslabor, in dem Menschen gewollt mit dem Virus infiziert und anschließend für Experimente mit nicht zugelassenen Medikamenten missbraucht und getötet werden. Das ist als Stoff sowohl für einen Thriller als auch für einen sozialkritischen Kommentar mehr als genug, geht im Ergebnis aber total daneben.

Das liegt vor allem an drei dicken Schwächen des Buchs. Das erste: unaufgelöste Widersprüche. Um die Heldin Louise herum werden eine ganze Reihe von Mitwissern ermordet - unter anderem ihr Ex-Mann Aron, der sich ebenfalls auf die Suche gemacht hat und verschiedene Personen, die Louise in Afrika Informationen zutragen- sie selbst bleibt aber wie durch ein Wunder verschont, obwohl sie bei weitem mehr erfahren hat als die anderen zusammen. Mankell hat das wohl auch bemerkt und lässt deswegen auf der letzten Seite durchblicken, auch die Heldin werde beim Einchecken am Flughafen beobachtet von einem Mann, der anschließend in ein Auto steigt und in Richtung Innenstadt fährt. Mysteriös, mysteriös.

Das zweite Problem: eine vielfach an den Haaren herbeigezerrte, dilettantisch konstruiert wirkende Handlung. Ein Beispiel: die todkranke Lucinda, die als Informantin für Louise fungiert hat, ruft diese in Europa auf dem Handy an (übrigens aus Holloways Gruselklinik heraus), zitiert sie nach Mosambique, lockt sie mit Marimba-Musik vom Tonband in ein Gebüsch vor das Hotel (das steht wirklich in dem Buch!!!, hat hier Mankells zwölfjähriger Sohn ein paar Seiten weitergeschrieben??) und verrät ihr von den Menschenversuchen im Keller. Bevor sie die ganze Wahrheit enthüllen kann, wird sie allerdings erschossen - wie Kennedy direkt ins Gehirn, wobei übrigens ansonsten der Bezug zu JFK ziemlich offen bleibt.

Drittes Problem, und das dickste: Das Buch präsentiert einen monumentalen Vorwurf an den Westen - neben Holloways Menschenversuchen wird auf ähnliche Praktiken im ehemaligen Belgisch-Kongo mit Affen eingegangen und auch indirekt die Theorie suggeriert, der Virus sei absichtlich in die Welt gesetzt worden - , liefert aber sehr wenig Substanz dafür. Die ganze Story wirkt sehr konstruiert und vor allem der Wut des Autors Mankell entsprungen. Mit vielen Punkten hat er dabei eindeutig recht, etwa mit seinen richtigen Vorwürfen an die Menschenverachtung der weißen Sex-Touristen. Davon abgesehen kann man aber die Frage stellen, ob sein Vorwurf an die reichen Länder die ganze Story bei der AIDS-Katastrophe in Afrika ist - erinnert sei nur an die Positionen des südafrikanischen Präsidenten Mbeki dazu, oder mancher Politiker in seinem Umfeld.

Alles in allem: Ein Buch, das wachrütteln soll und eine an sich richtige message hat - gegen die Herablassung und Ignoranz der westlichen Länder gegenüber Afrika. Verpackt ist das aber leider in eine schlecht konstruierte und unglaubwürdige Handlung und ein zu langes, mit steigender Länge mäanderndes und manchmal auch leider unfreiwillig komisches Buch (an einer Stelle sinniert Louise über Aron dahingehend, dass er ein Hammer sei, der sie als Schicksal schlägt, das wirkte ziemlich lächerlich). Und eins kommt auch noch dazu: Woran Louises Sohn Henrik denn nun gestorben ist, weiß man am Ende immer noch nicht.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen und Realität 10. Januar 2008
Von M. Lotz
Format:Gebundene Ausgabe
Zum Inhalt des Buches gibt es nichts mehr zu sagen, zu dessen Interpretation schon. Natürlich ist das Ende nicht befriedigend. Muss es das denn aber sein?

Mankells Buch ist ein Spiegel unserer Welt. Nicht du Guten gewinnen am Ende und reiten auf dem weißen Roß davon. Es gibt kein Schwarz, kein Weiß.

Am Anfang hat mir das Buch auch nicht gefallen. Man muss sich erst an die sperrigen und nicht besonders sympathischen Charaktere gewönnen. Der entscheidende Punkt ist aber, dass das Buch fesselt. Bis zum bitteren Schluss. Und der wirkt lange nach! Ich habe sehr viel über das Buch nachgedacht. Mehr kann man von einem Buch wohl nicht erwarten!

Einen befriedigenden Schluss meiner Gedanken habe ich für mich auch nicht gefunden. So ist sie - die bittere Realität. Keiner ist ein (Roman)Held.
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Wenn Louise Cantor, die Hauptfigur in Mankells Roman, auf Seite 311 feststellt: „Dann habe ich immerhin etwas gefunden, was zusammenhängt“ – dann fragt man sich, was... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Stefan Boes veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Herausragend!
Als die Archäologin Louise Cantor ihren Sohn Hendrik in Stockholm besuchen will, liegt dieser tot im Bett. Louise kann nicht an Selbstmord glauben. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von trojafan veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen spannendes Buch
Ich kann mich den anderen Bewertungen nicht anschließen, denn das Buch ist gut geschrieben. Allerdings ist mir der Schluss zu kurz und deshalb nur 4 Sterne
Vor 11 Monaten von Dominic und Dani veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen wenn das Mankell selbst geschrieben haben soll.....
Leider mußte ich, die ich sonst in Mankell einen meiner Liebelingsschriftsteller gefunden hatte (aufgrund der einfühlsamen und auch sprachlichen Qualität seines... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Hiltrud Schäfer veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Mankell 2. Klasse..
Henning Mankell ist ein guter Autor .. das mal vorausgeschickt. Aber seine Versuche politisch zu missionieren sind eher irreführend. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Bette Davis veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Schwächster Mankell
Obwohl ich ein ausgewiesener Mankell-Fan bin (nicht nur der Wallander-Reihe!), kann ich von diesem Buch nur abraten. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Fisherman veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Gut gedacht, schlecht gemacht!
Die bösen reichen Weißen, die guten armen unterdrückten Schwarzen.
Der böse Pharmakonzern, der über Leichen geht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. April 2011 von m.d.S.o.a.d.S.
5.0 von 5 Sternen Top Ware
Schnell und korrekte Abwicklung nach der Bestellung und Bezahlung.
Top Ware und zu vollster Zufriedenheit Abgewickelte Transaktion.
Gerne wieder.
Eckart Lorch
Veröffentlicht am 26. April 2011 von Eckart Lorch
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Gute Idee, schlechte Umsetzung; so kann man Kennedys Hirn kurz zusammenfassen. Das Buch ist eine Mischung aus Krimi und Roman; einerseits wird die Geschichte der schwedischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2010 von Ernst K.
1.0 von 5 Sternen Kennedys Hirn
Kennedys Hirn
Henrik wird von seiner Mutter tot in der Wohnung aufgefunden. Alles sieht nach Selbstmord aus, doch war es das wirklich? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juli 2010 von mary cullen
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