Aus Neugierde habe ich mir das Buch in meiner Bücherei ausgeliehen, nachdem ich es in der Auslage für Neuerwerbungen entdeckt hatte. Neugierig hatte mich der historische Hintergrund gemacht (50 Jahre Mauerbau) und nach dem Lesen der Zusammenfassung auf dem Buchrücken natürlich auch der Hinweis, dass es sich beim Autor über einen Meister seines Fachs (dem Schreiben von Kriminalromanen) handeln würde. da ich den Autor bisher nicht gekannt hatte, ging ich außer der Erwartung, ein Meisterwerk vor mir zu haben, unvoreingenommen ans Lesen.
Nach 50 Seiten war ich kurz davor, das Buch in die Ecke zu legen. Nach 100 Seiten hielt ich nur noch wegen der Absicht durch, eine Rezension zu schreiben (Wenn ich über das Buch schreiben will, muss ich es wenigstens zu Ende lesen). Am Ende kann ich sagen, dass mich persönlich der Krimi gelangweilt hat und an keiner Stelle Spannung aufkam. Eine abstruse Verschwörung wurde in einen historischen Kontext gebettet oder besser der historische Kontext des Mauerbaus vor 50 Jahren wurde für eine unglaubwürdige Agentenstory gebettet, in der die Charaktere meist sehr ungeschickt und stereotyp eingeführt wurden. Wenn es in der weiteren Handlung keine Rolle spielt, ist es auch ziemlich wurscht, ob ein CIA-Agent von einem männlichem SS-Angehörigen und einer Osteuropäerin abstammt. Dialoge waren wenig originell, wörtliche Reden häufig mit überflüssig langen Erläuterung ergänzt, was in der wörtlichen Rede eigentlich gesagt werden sollte oder es eigentlich gemeint war.
Kurz und gut. Dieses Werk hat mich überzeugt, kein weiteres Werk des Autors lesen zu müssen.