Michael Habecker bietet in seinen Beiträgen auf rund zweihundertsechzig Seiten eine gute Einführung in die integrale Theorie und Definitionen der zentralen Begriffe und Aspekte, also der fünf Hauptelemente: Quadranten, Ebenen, Linien, Zustände und Typen. Habecker schlägt einen Bogen zur Anwendung und stellt ganze acht Gebiete vor, etwa die Schattenarbeit, integrale Politik oder Grundwerte. Dazu beleuchtet der Autor geschichtliche Hintergründe und ergänzt seine Ausführungen durch zahlreiche Zitate Ken Wilbers, die zum Teil bisher nur in englischer Sprache oder im Internet verfügbar waren. Auch darüber hinaus bietet Michael Habecker einige Übungen und Fragestellungen an. So kann man sich etwa die Frage stellen, welche der eigenen Lebensbereiche (emotional, kognitiv, inter-personell, . . .) wie weit entwickelt sind und wo noch Entwicklungsbedarf besteht. Oder er schildert den kompletten Prozess der Schattenarbeit. Der Autor holt hiermit die Theorie auf den Boden der Wirklichkeit und ins direkte Praktizieren und zeigt ihren Nutzen auf. Das Buch bietet eine Fülle von interessantem Materialien und Ansatzpunkten, mit denen man sich weiter auseinandersetzen kann. Neben der Darstellung des Werkes Ken Wilbers beinhalten die Beiträge auch seine persönliche Sicht der Dinge. Als ganz kleiner Minuspunkt wäre zu nennen, dass nicht immer ganz klar ist, worauf sich die Ziffern in den runden Klammern am Ende eines Abschnitts beziehen.
Das Buch bietet eine interessante Sammlung der unterschiedlichsten Beiträge und ist interessant für diejenigen, die sich bereits mit dem Werk Ken Wilbers auseinandergesetzt haben und andere Bücher von ihm kennen, aber auch für diejenigen, die den integralen Ansatz erst kennen lernen möchten. Es ist kein reines Fachbuch, setzt aber Denkfähigkeit und gewisse Kenntnisse in den oben genannten Bereichen voraus.