Als Hintergrund dient die Kulisse einer amerikanisch wohlgeordneten Kleinstadt-Idylle, in der 4 Jugendliche versuchen ihr Leben in den Griff zu bekommen, das so überhaupt nicht dieser Idylle entspricht.
Der Film ist sicherlich nicht etwas für jedermann und man sollte wissen, auf was man sich einlässt -auf Offenheit-, denn wir sind oft von den verschiedensten Teenie-Soaps mit ihren peinlich-prüden Sexszenchen vorgeprägt.
In diesem Film hingegen zeigt man das Leben eben wie es ist, zwar meist von seiner schwarzen Seite, doch immerhin authentisch.
Wenn ein Pärchen auf dem Bett liegt,ist es nun einmal nackt und eine Erektion ist in diesem Zusammenhang ja auch keine Schande, dies muss man nicht mit herbeigeholten Bettüchern, Kissen, Bademänteln, oder sonstiger Kleidung kaschieren.
Wenn ein Junge onaniert, tut es dies eben und stellt nicht ein 40cm langes Lineal unter die Bettdecke, das er auf und ab sreicht, begleitet von einem gestellten Gestöhne,oder aber er liegt in der Unterhose auf dem Bett und simuliert irgend etwas in seiner Hose.Ein Pärchen, das gerade miteinander geschlafen hat, liegt auch nicht wie plötzlich verwandelt in Unterwäsche im Bett, oder zieht sich verschämt und geniert die Bettdecke bis unters Kinn, oder bekleidet sich noch in der Dusche mit Handtuch und Bademantel, um einen Schritt ins Nebenzimmer zu tun. Dies sind so die Standartversionen in den Soaps, aber auch in den meisten der uns dargebotenen Filme, aber eben nicht in KEN PARK.
Ich finde es gibt etliche sehr gute Filme ohne Sex und das ist auch sehr gut so, doch wenn ich irgendwelche Sexszenen bringe, dann doch bitte authentisch, all dies ist in Ken Park gegeben und ich glaube es gab in den letzen Jahren, vielleicht sogar Jahrzehnten kaum einen Film der, was diese Offenheit betrifft, sich mit Ken Park vergleichen könnte.
Allein schon diese Authensität, egal für welches Genre auch immer, ist nicht hoch genug zu bewerten.