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69 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ha Ha, da hab ich aber gelacht, 19. Oktober 2009
OK ich gebe es zu. Auch ich habe so meine Problemchen mit dem Phänomen Til Schweiger, insbesondere was seine (nichtvorhandene) Schauspielkunst angeht oder auch seine nölige Sprechstimme, die mir tierisch auf die Nerven geht. Trotzdem habe ich versucht beim Ansehen dieses Machwerks so objektiv wie nur möglich zu sein, schließlich hat er ja auch selbst das Drehbuch verfasst und Regie geführt und wer weiss?.....vielleicht schlummern in ihm ja doch noch verborgene Talente, die wir so zuerst nicht vermutet hätten?!
In der Vergangenheit gab es (immerhin!) zwei Filme mit der Schauspiel-Amöbe, die ich ganz gut fand, nämlich DER BEWEGTE MANN und KNOCKIN ON HEAVENS DOOR. Lang ists her! Diese Filme konnten vor allem mit der Story gross punkten, die tatsächlich auch Beide sehr humorvoll umgesetzt worden sind.
Und schon sind wir beim größten Manko von KEINOHRHASEN angekommen, nämlich der Geschichte.
Die eigentlich gar keine ist, denn die Handlung ist so was von schlecht, platt, peinlich und vor allem vorhersehbar, jeder Amateur könnte solche Dialoge schreiben! Hinzukommt noch dieser pubertäre Fäkalhumor, den wir Deutschen ja angeblich so lieben und ohne nicht mehr können. Grauenvoll! Ich bin überhaupt nicht prüde, aber das ist echt ganz arm und allerunterstes Schubladen-Niveau. Was ist bitte schön so lustig daran, wenn Nora Tschirner ein Brett gegen den Kopf geknallt bekommt? Oder wenn sie gegen eine Autotür läuft? Oder die Taxifahrer-Oralsex-Szene am Schluss?
Das soll witzig sein? Na gut, wer Mario Barth oder die Upps-Pannenshow lustig findet, wird vermutlich auch über so was herzhaft lachen können.
Diesem Film fehlt es nicht nur an Witz, sondern vor allem auch an Intelligenz.
Schweigers Selbstinszenierung (auch in diesem zeitverschwenderischen und überflüssigen Trauerspiel) ist nur schwer zu ertragen, ich persönlich habe zwar bis zum Schluß durchgehalten, allerdings nur unter stummen Schmerzen.
Schade auch um Jürgen Vogel und Matthias Schweighöfer, die ja eigentlich ganz gute Schauspieler sind, sich hier aber zum Affen machen und leider nicht überzeugen können.
Übrigens wenn es eines Beweises bedarf, dass Til Schweiger wenig Humor besitzt und nicht mit Kritik umgehen kann, dann der, dass dieser damals freiwillig aus der deutschen Filmakademie ausgetreten ist, weil sein Meisterwerk KEINOHRHASEN nicht für den deutschen Filmpreis nominiert worden ist. Ausserdem sperrt er wohl (angeblich) bei seinen letzten Filmen vor Starttermin bewusst die Presse aus, um so den bösen Kritikern aus dem Wege zu gehen. Hab ich gelesen. Obs stimmt? Falls ja, ist das ganz schön feige, aber vermutlich weiß er selber ganz genau, was für einen Humbug er da jedes Mal fabriziert..
Ich frage mich schon lange, warum es kaum noch gute deutsche Filme gibt, speziell was Komödien angeht...vielleicht lautet die Antwort: Solang es so ein Schund wie das hier in die Kinos schafft (und die geschmacksfreien Deutschen die Kinosäle ohne Probleme füllen) wird sich wohl nicht viel daran ändern.
Der Film beweist, das Quantität (waren da wirklich über 6 Mio. drin? Ich kanns kaum glauben!) überhaupt nichts über Qualität aussagt.
Ach so, gerade gestern war ich im Kino, da lief schon der Vorab-Trailer zur Fortsetzung KEINOHRKÜKEN (wie einfallsreich!). Der Spuk geht also weiter...gute Nacht deutsches, innovatives Kino!
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