Es beginnt wie einem typisch englischen Whodunnit: In einem Schloß, in dem
eine Theatergruppe ihr neues Stück probt, wird die Autorin ermordet. Das
inzwischen bekannte Ermittlerduo Thmoas Lynley und Barbara Havers bekommen
die Aufgabe, den Mord aufzuklären. Diplomatische Vorgehen ist geboten,
denn der Schloßbesitzer enstammt der englischen Adelsschicht.
Noch während die beiden ermitteln, geschieht ein zweiter Mord. Da Lynley
recht früh einen Täter im Visier hat, muß er irgednwann alle anderen
potentiell Verdächtigen gehen lassen. Doch Havers hat ihre eigene Theorie,
sie ist davon überzeugt, daß Lynley voreingenommen ermittelt, indem er den
Adel von den Verdächtigen ausschließt. Sie ermittelt auf eigene Faust und
stellt fest, daß der Fall schon viele Jahre alt ist. Erst, nachdem Licht in
einem fünfzehn Jahre alten Fall gebracht werden kann, können sich Havers
und Lynley zusammenreimen, was geschehen ist.
Ich persönlich fand die Geschichte recht unübersichtlich, da sehr schnell
sehr viele Personen eingeführt werden. Zwar wird deren Charakter
einigermaßen herausgearbeitet, doch die Handlung im Mittelteil ist zu zäh,
um sich das alles merken zu können. Erst auf den letzten 100 Seiten kommt
Spannung auf und die einzelnen Fäden werden zusammengeführt. Dies ist recht
gut gelungen, wirkt aber teilweise zu konstruiert.
Für den Krimi-Fan sicehrlich ein hervoragendes Buch, aber wer mehr auf
Handlung steht, dürfte sich etwas langweilen.