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Keiner stirbt für sich allein: Sterbehilfe, Pflegenotstand und das Recht auf Selbstbestimmung
 
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Keiner stirbt für sich allein: Sterbehilfe, Pflegenotstand und das Recht auf Selbstbestimmung [Taschenbuch]

Oliver Tolmein
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (3. Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570008975
  • ISBN-13: 978-3570008973
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 477.591 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Oliver Tolmein
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In Würde sterben zu dürfen ist ein Menschenrecht. Die Debatte darüber aber, wie dieses Menschenrecht zu schützen sei, wird, wie Oliver Tomleins unbedingt lesenswerte Studie unter anderem deutlich macht, viel zu sehr auf die Frage fokussiert, wie man verhindern kann, dass das leidvolle Sterben hilfloser Todkranker mit maximalem medizinischen Aufwand unnötig in die Länge gezogen wird. So berechtigt dieses Anliegen zweifellos ist: Weitaus mehr Sterbende leiden statt an einer solchen "Überversorgung" an der dramatischen Unterversorgung von Pflegeheimen, Palliativstationen in Krankenhäusern und Hospizen. Und diese Unterversorgung führt viel zu häufig dazu, dass von einem Sterben in Würde keine Rede sein kann!

Gegen ein leidvoll hinausgezögertes Sterben kann man sich mit einer frühzeitig verfassten Patientenverfügung leidlich schützen. Leidlich, weil Patientenverfügungen einerseits notwendigerweise starr und unflexibel sind, andererseits "weil sie zumeist zu einem Zeitpunkt verfasst werden, da gerade noch nicht absehbar ist, angesichts welcher konkreten Lage sie gebraucht werden können". Die Bevollmächtigung eines Verwandten oder einer anderen nahestehenden Person ist da oft, wie Tomlein zeigt, der bessere Weg sicherzustellen, dass der eigene Wille möglichst auch dann für die weitere Behandlung maßgebend bleibt, wenn man diesen Willen nicht mehr selbst zum Ausdruck bringen kann. Gegen die fehlende personelle und finanzielle Ausstattung von Pflegeheimen, Hospizen und palliativmedizinischen Stationen in den Krankenhäusern hat man dagegen nur wenig Handhabe. Hier müssen wir als Gesellschaft Sorge dafür tragen, dass die Weichen neu gestellt werden und das Sterben einen angemessenen Platz in unserem Leben erhält.

Ein profund recherchiertes Buch zu einem Thema, mit dem man sich vielleicht nur ungern befasst, um das man sich auf Dauer aber nicht herumdrücken kann! Wir alle müssen irgendwann sterben. Es ist deshalb an uns dafür zu sorgen, dass wir dies in Würde möglich ist. -- Hasso Greb

Pressestimmen

"Hinschauen, wenn andere wegschauen. Wer sich als Leser auf das Buch 'Keiner stirbt für sich allein' einläßt, erfährt, was jeder wissen könnte, jeder wissen sollte, was aber anscheinend nur wenige wissen wollen: Ein wichtiges Buch." (WDR 4 )

"Tolmeins Buch ist doppelt empfehlenswert: für diejenigen, die sich grundsätzlich mit dem Thema auseinandersetzen wollen, und als praktischer Ratgeber für diejenigen, die für sich eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht entwerfen." (Kieler Nachrichten )

„Tolmein macht keinen Hehl daraus, dass er der Praxis der Sterbehilfe sehr kritisch gegenübersteht. Doch er stellt die verschiedenen, sich widersprechenden Argumentationen sehr plastisch und fair dar.“ (Neue Züricher Zeitung )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Oliver Tolmeins Buch bietet einen interessanten und anschaulichen Überblick über den Pflegenotstand und die Unterversorgung mit Schmerzmedikamenten sowie Palliativstationen und Hospizen.

Beim Thema Sterbehilfe macht er es sich aber eindeutig zu leicht: So lässt er völlig außer acht, dass das Leiden von fünf bis zehn Prozent aller Krebskranken auch durch noch so gute Schmerzmedikamente nicht gelindert werden kann. Diese Menschen sehnen deshalb den Tod als Erlösung ihrer Qualen herbei. Diese Zahlen bestätigen auch Palliativmediziner und Schmerztherapeuten hinter vorgehaltener Hand. Tolmein erwähnt ebenfalls nicht, dass manche Menschen die Begleitumstände ihres Sterbens als so entwürdigend empfinden, dass sie auch nicht mehr leben wollen. Ich habe mich auch gewundert, dass er dem niederländischen Modell ein ganzes kritisches Kapitel widmet, der Schweizer Regelung des begleiteten Suizids jedoch keine einzige Zeile. Die dortige Erfahrung, dass die bloße Aussicht auf ein sanftes und sicheres Medikament zur Selbsttötung sehr viele schwerstkranke Menschen beruhigt, sie "Ja" zum Leben sagen lässt und sie von einer Verzweiflungstat abhält, lässt Tolmein ebenfalls unerwähnt. Das ist mir zu einseitig.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich will den anderen Rezensenten hier grundsätzlich recht geben: ein gelungenes, informatives Buch. Mich hat besonders berührt, wie über Notfallmedizin geschrieben wird und über Sterbehilfe für Neugeborene in den Niederlanden, auch wenn das vielleicht nur Randthemen in Zusammenhang mit Sterbehilfe sind. Der Autor schaut hier sehr genau hin und beschreibt die Probleme einfühlsam. Aber eine richtige Lösung gibt er nicht. Vielleicht gibt es ja auch keine. Aber da hätte ich mir ein Ergebnis gewünscht. Aber sonst: Super Buch!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch kommt zwar im schwarzen Cover etwas trostlos daher, es ist aber viel lebendiger, als man denkt. Der Autor hat sich viel Mühe gegeben, die Thematik spannend aufzubereiten und auch die vielen rechtlichen Probleme anschaulich dazustellen. Es liest sich besser, als viele Sachbücher, mehr wie ein Reportagebuch und ist trotzdem sehr informativ. Der Autor ist gegen die Beschleunigung des Sterbens oder gar Euthanasie. Aber er bevormundet seine Leser/innen nicht.
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