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Keiner schlafe Taschenbuch – 1996


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 410 Seiten
  • Verlag: Heyne (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453099400
  • ISBN-13: 978-3453099401
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 367.326 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Der autobiographische Roman KEINER SCHLAFE von Johanna Carlany ist die Geschichte einer Ehe - einer Ehe mit einem suizidgefährdeten Parnter. Das NESSUN DORMA (KEINER SCHLAFE) aus Puccinis Oper Turandot wird zum Motto der Partnerschaft.

Mit dieser Autobiographie spricht die Autorin ein Tabu-Thema an, das uns alle betrifft. In Deutschland sterben mehr Menschen durch Selbstmord als an Verkehrsunfällen. Mit steigender Tendenz. Suizid wird immer noch totgeschwiegen, weil er für die Umwelt so unverständlich ist.

Nach dem Selbstmord ihres ersten Mannes war Johanna Carlany auf der Suche nach einem Bericht zu diesem Thema: jemand, der ihre Trauer teilen und die Frage nach dem Warum beantworten kann. Mit KEINER SCHLAFE hat sie selbst diesen Roman geschaffen: eine erschütternde Lebensgeschichte, die trotz aller Tragik auch Mut und Zuversicht vermittelt. Der Autorin ist das fast Unmögliche gelungen: die Tragödie mit Heiterkeit, Situationskomik und lebensbejahendem Humor zu erzählen, den Leser in ein unentrinnbares Wechselbad der Gefühle zu ziehen. Ohne Selbstmitleid, aber mit großem psychologischem Fingerspitzengefühl und bewundernswerter Offenheit hat Johanna Carlany die Lebensgeschichte ihres Mannes zu einem packenden Roman gestaltet, der zugleich das Porträt einer intensiv liebenden, starken und mutigen Frau ist.

Autorenkommentar

Nach ihrem Interview schrieben die beiden Reporterinnen, die mich besucht hatten: "Wir waren gespannt darauf die Frau zu treffen, die erschütternde 16 Jahre ihres Lebens in ihrem Debüt-Roman offenlegte. In Gedanken hat sich jeder von uns ein Bild von ihr gemacht. Wenn wir so viel über das Schicksal eines Menschen lesen, bleibt er für uns nicht einfach nur ein Name auf dem Einband eines Buches. Unsere Vorstellungskraft verleiht ihm Persönlichkeit und Charakter. Nun sollten wir die wirkliche Person Johanna Carlany kennenlernen. Frau Carlany, eine liebenswürdige, zerbrechlich wirkende Frau empfängt uns im Garten ihres großzügigen Anwesens. Sie versteht eigentlich gar nicht, warum sie für uns so interessant sein soll..."

Ja, warum? Ich teile mein Schicksal doch mit den Hinterbliebenen von mehr als 12.000 Menschen, die sich jährlich in Deutschland das Leben nehmen. Von den Selbstmorden, die bewußt oder unbewußt unerkannt bleiben (und die von manchen Experten auf das Zehnfache geschätzt werden) ganz zu schweigen. Wir alle haben fassungslos an einem Grab gestanden, gelähmt vor Entsetzen, von Schuldgefühlen zermürbt. Wir mußten erfahren, daß der Verlust eines geliebten Menschen, der freiwillig aus dem Leben schied, dem Schmerz der Trauer eine andere Dimension verleiht. Wir spürten aber auch, daß ein Selbstmord stigmatisiert. Natürlich möchte jeder wissen, wie so etwas passieren konnte. Doch das Thema ist tabu, auch heute noch.

Ich aber habe erzählt wie es passieren konnte, - wie es bei uns passiert ist. Und obwohl jedes Schicksal seine eigene Geschichte hat, die Fassungslosigkeit ist immer die gleiche. Viele von Ihnen haben es erlebt, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, unter Kollegen, oft sogar in der eigenen Familie.

Inzwischen weiß ich, wie wichtig es war, meine Erfahrungen mit Ihnen zu teilen, Ihnen die Lebensgeschichte meines Mannes wahrheitsgetreu zu erzählen. (Ich habe nur einige unwesentliche Details geändert, um unsere Anonymität zu wahren.) Wenn ich zurückdenke, fühle ich heute noch die Verlassenheit, die diese seelischen Probleme mit sich bringen. Sie führt die Betroffenen immer tiefer in die Isolation. Denn über solche Probleme spricht man nicht - außer in klassischen Tragödien oder bei den alten Griechen und Römern, die sich gern reihenweise selbst umbrachten. Dabei brauchen gerade die Betroffenen unser Verständnis. Die Hand, die wir ihnen reichen, kann über Leben und Tod entscheiden.

Meine Leser(innen) sind durch KEINER SCHLAFE zu meinen Vertrauten geworden sind. Sie haben mit mir gelitten und gelacht, gehofft und gebangt. Ich habe ihnen meine Geheimnisse anvertraut, sie haben mein Elend geteilt und mein Glück genossen. Wir sind gemeinsam aus unbeschwert glücklichen Teenagerjahren in eine Tragödie hineingewachsen. Man kennt sich, auch wenn man sich noch nie begegnet ist. Die vertraulichen Briefe von Ihnen zeigen das allzu deutlich.

Es ist mir nicht leicht gefallen, meine Erinnerungen mit Menschen zu teilen, die ich nicht kenne. Niemand durfte erfahren, daß ich die Frau bin, die sich hinter dem Pseudonym von Johanna Carlany verbirgt. Denn KEINER SCHLAFE begann eigentlich als Brief an eine handvoll Freunde, denen ich zehn Jahre nach dem für sie unfaßbaren Tod meines ersten Mannes immer noch eine Erklärung schuldete. Als die ersten hundert Seiten fertig waren, behauptete mein Mann, seine Frau schreibe einen Bestseller. Zweieinhalb Monate später war mein Brief 730 Seiten lang und hieß nun Manuskript. Ein Jahr danach wurde er als Buch (nun auf 464 Seiten gekürzt) überall in Deutschland gelesen.

Niemand kennt den Weg, den das Schicksal für uns bestimmt hat. Ich weiß nur, daß mein verstorbener Mann mir - und Ihnen - ein Vermächtnis hinterlassen hat, als er auf die Rückseite seines Testamentes schrieb: Jedes Ende ist die Chance zu einem Neubeginn. Letztendlich war sein Tod für mich wirklich die Chance zu einem Neubeginn. Deshalb hoffe ich, daß mein Buch Ihnen ein wenig Hoffnung vermitteln kann. Vielleicht ermutigt es Sie sogar, auch nach einem Suizid in eine schöne Zukunft zu blicken, in der wertvolle Erinnerungen und neue, interessante Erlebnisse die Tränen des Verlustes trocknen helfen. Ich wünsche es Ihnen von ganzem Herzen. Ihre Johanna Carlany

Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 21. Mai 2000
Format: Taschenbuch
Ich bin froh, daß ich ganz zufällig auf dieses Buch stieß. Umso mehr ich in dieser Geschichte las, desto weniger konnte ich dieses Buch wieder aus der Hand legen. Es ist einfach unglaublich, was die Autorin durchgemacht hat. Und noch viel unglaublicher ist, mit welcher Realistik und ohne Umschweife sie ihr Leben mit ihrem suizidgefährdeten Mann niederschreiben konnte. Sie konnte diese tragische - selbst erlebte - Geschichte trotzdem mit soviel Humor schreiben, daß man oft laut lachen muß. Eine Seite weiter dann, ist man wieder zutiefst erschüttert. Noch nie hat mich ein Roman so sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 23. Oktober 1999
Format: Taschenbuch
Liebe Frau Carlany, --- Im Januar 1994 bebte hier in Los Angeles die Erde. Drei Monate später zogen mein Mann und ich zurück in unsere wunderschön renovierte Villa in Granada Hills. Eine Woche danach erlebte ich das zweite Erdbeben in meinem Leben, denn an dem Tag brachte mein Mann sich um. Er war noch nicht einmal 40 Jahre alt. Er war erfolgreich, klug und liebevoll. Wir hatten alles was wir uns wünschten. Trotzdem nahm er sich das Leben. Er hat sich nicht einmal von mir verabschiedet, auch nicht schriftlich. Es war nicht sein erster Versuch. ---- Die Schande seines Selbstmordes und die entsetzlichen Schuldgefühle haben mich an den Rand der Verzweiflung gebracht. Sie wissen selbst man fühlt sich immer schuldig auch wenn man es nicht ist. Die anfängliche Neugier der Menschen und die dann folgende Isolation verhinderten jede effective Trauerarbeit bei mir. Ich war am Ende und wollte sterben. ---- Da schickte mir eine frühere Arbeitskollegin aus Deutschland Ihr Buch. Als ich zu lesen anfing war ich mit meinem Problem plötzlich nicht mehr alleine. Ich wußte daß auch andere Frauen eine Ehe mit einem selbstmordgefährdeten Mann geführt und überlebt haben. Mit jeder Seite faßte ich neue Hoffnung. Endlich hatte ich einen soul mate gefunden; jemanden der mein Elend in Worte fassen und teilen konnte. ---- Allerdings hatte ich nicht erwartet, daß man so eine Tragic mit so viel Humor beschreiben kann. Ich habe oft sogar laut gelacht aber auch oft geweint. Sie beschrieben immer wieder Situationen in denen ich mich selbst erkannte. Wie sehr sich doch die Gefühle von Hinterbliebenen gleichen. Vor allem habe ich Ihren Mut und Ihre Offenheit bewundert.Lesen Sie weiter... ›
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 2. Dezember 1999
Format: Taschenbuch
Selten hat ein Buch mich derart in seinen Bann gezogen. Beim Lesen von Keiner Schlafe habe ich wie nie zuvor gelacht, geweint, mitgelitten und wieder gelacht. Die Autorin hat es geschafft, das Entsetzen ueber einen Selbstmord mit so viel Liebe und Verstaendnis einfuehlsam zu schildern, dass man das Gefuehl hat, dabei gewesen zu sein. Jedes Kapitel dieses Buchs ist so gekonnt mit Humor und Situationskomik gespickt, dass man die Vorahnung des drohenden Todes immer wieder verdraengt. Es ist eine Geschichte von hoechstem Glueck und tiefster Verzweiflung. Johanna Carlany hat sie erlebt und wenn Sie das Buch gelesen haben, dann haben Sie sie miterlebt. Rosemarie Ott-Murton
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 23. Januar 2000
Format: Taschenbuch
Das war als wenn meine beste Freundin mir die unbeschreiblich schöne, gleichzeitig sehr traurige Geschichte ihrer großen Liebe erzählte. Ich schmunzelte über ihre erste Verliebtheit und lachte laut über ihre angepiekten Kondome. Sie diskutierte mit mir über das Fremdgehen, dann weinten wir gemeinsam um einen überwältigend wunderbaren und liebeswerten, dennoch äußerst schwierigen Mann. Ich konnte oft gar nicht verstehen wie sie das alles durchstand. Nachdem ich fertig gelesen hatte lag das Buch noch lange in meinem Schoß. Ich war fassungslos. Noch nie hatte ich ein solches Schicksal so intensiv miterlebt. Beim Lesen aber war Johanna Carlany zu meiner Freundin geworden, die mir all ihre Geheimnisse anvertraute. Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Über das Leben, über Liebe, Treue, Abschied, Tod, Freundschaften, Krisen. Am meisten aber habe ich ihren Humor bewundert und die Art wie sie erzählt. Sie hat mich völlig in ihren Bann gezogen. Als ich das Buch zuklappte hatte ich das Gefühl, daß meine Freundin soeben mein Zimmer verlassen hatte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 17. Oktober 1999
Format: Taschenbuch
Ein Buch über einen Selbstmord? Muß ich mir das antun?" fragte ich meine Tochter. "Ja, du mußt. Unbedingt!" Wenig später verschlang ich, ohne es zu merken, bereits das zweite Kapitel. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich gelacht, gelitten, gestutzt, geschmunzelt oder Krokodilstränen geweint, je nachdem. Ob die Autorin beichtet, Löcher in die ehelichen Kondome gepiekt zu haben oder ob sie ihren ersten Tanz mit dem Mann ihrer Träume beschreibt: "Es sah nicht so aus, als ob seine Zehen sich in meine Füße verlieben könnten." Ob sie mit psychologischem Fingerspitzengefühl das Fremdgehen analysiert oder ihre Begegnung mit einem Mann beschreibt, der ihre Liebe kaufen will (bitte nur lesen, wenn Ihre letzte Bauch-OP mindestens 1 Jahr zurückliegt! Gefahr des Narbenbruches). Es st ein Buch zum Mitlachen und Mitweinen. Vor allem ist es ein Buch, das an nie wieder vergißt. Es beschreibt in unglaublicher Offenheit die Probleme einer Ehe mit einem selbstmordgefährdeten Partner. Immer wieder erkent man das nette, erfolgreiche, gutaussehende Paar von nebenan. Man erkennt aber auch zutiefst erschüttert, wie wenig man doch von den Sorgen der Menschen weiß, die einem täglich begegnen. Meine Tochter hatte recht, dieses Buch muß man lesen, - und zwar bevor man das nächste Mal von einem Selbstmord im Bekanntenkreis erfährt. Als Appetitanreger sollten Sie sich unbedingt das Interview mit Johanna Carlany gönnen (auf der Webseite von Keiner Schlafe bei Amazon.de oben links abzurufen). Danach wissen Sie, was Sie bei der Lektüre erwartet.Lesen Sie weiter... ›
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