Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Parker rennt, 30. September 2009
Eigentlich wollte ich diesem Buch 4 Sterne geben. Jetzt sind es doch ausgleichende 5 Sterne geworden, weil ich gesehen habe, dass eine Rezensentin einen Stern für den Preis (!) des Buches abgezogen hat. Natürlich sind knapp 17.- Euro eine Menge Geld für ein Taschenbuch. Aber niemand hat die Käuferin gezwungen, das Buch zu kaufen! Die Aussicht auf einen neuen Richard Stark-Roman war wohl Anreiz genug, das Geld auszugeben ...
Es wird einiges geboten. Vor allem mehr als bei einem 'normalen' Taschenbuch, weil der Umschlag wesentlich fester ist. Dann natürlich die Sensation, dass Donald Westlake unter seinem Pseudonym Richard Stark nach 23 Jahren Pause wieder einen Thriller mit seiner Hauptfigur Parker geschrieben hat. Parker ist durch und durch böse, ein Berufskrimineller, ein Anti-Held. Das ist schon selten in der Krimi-Literatur, dass ein Böse'wicht' im Mittelpunkt der Handlung steht, die sich um Verbrechen dreht, die er und seine Leute planen und ausführen. Eine weitere (lesenswerte!) Ausnahme sind die kürzlich neu aufgelegten Thriller von Jim Thompson, in denen auch Verbrecher im Mittelpunkt stehen: Der Mörder in mir, Zwölfhundertachtzig schwarze Seelen und Getaway. Aber auch dieses Buch ist in diesem Zusammenhang ein Tipp: Lockruf der Nacht.
Glauben Sie mir: dieses Buch ist der Beginn der neuen Abenteuer rund um Parker! Der Verlag schreibt zwar, dieses Buch wäre der zweite Band, aber das stimmt nicht. Hier ist die richtige Reihenfolge, in der Sie die Bücher lesen sollten, aber nicht müssen: zunächst also dieses Buch, dann Fragen Sie den Papagei, Das Geld war schmutzig: Roman und schließlich Das große Gold. Einen weiteren Band wird es nicht geben, weil Westlake/ Stark am Silvester-Tag 2008 gestorben ist.
Sie können die Bücher in jeder beliebigen Reihenfolge lesen, weil jedes Buch in sich abgeschlossen ist und jede Figur ausreichend eingeführt wird, auch wenn sie schon früher vorgekommen ist. Aber in der richtigen Reihenfolge setzt der jeweils nächste Band dort fort, wo der vorherige geendet hat.
In diesem Thriller sind die Probleme etwas seltener, vor die die Figuren gestellt werden. In den weiteren Bänden kommt Richard Stark in Fahrt und zerreibt seine Figuren zwischen 'Baum und Borke' dass man gespannt ist, welchen Ausweg sie finden werden.
4 Bücher für rund 70.- Spannung für viele Stunden, Dramatik, eine interessant ausgedachte Handlung, eine gute Übersetzung - und überzeugende Figuren, die immer wieder vor neuen Schwierigkeiten stehen und sich daraus retten müssen. Besser geht es nicht. Westlake ist mehrmals mit dem 'Edgar Allan Poe'-Award und mit dem 'Grand Master'-Award ausgezeichnet worden, der höchsten Auszeichnung für amerikanische Thriller-Autoren. - Ein absoluter Kauftipp!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Renaissance der 30-er und 40-er, 4. Oktober 2009
Parker ist ein Bankräuber von altem Schrot und Korn. Mit der genannten Ausnahme bekennt er sich durchaus zu bürgerlichen Werten, lebt mit seiner Freundin Claire in einem Seehaus und bezahlt seine Rechnungen. Mit dem Geld anderer Leute allerdings. Er legt auch andere um, die seine Kreise stören, aber nur, wenn es wirklich notwendig ist. Parker lacht nicht und quatscht nicht, er handelt. Zielstrebig, und wenn es sein muss, gnadenlos. Parker handelt ausschließlich zielorientiert und Emotionen blendet er aus.
Das Ziel hier ist ein Geldtransport. Parker will den "Bankjob" zunächst gar nicht annehmen, weil ihm die Mitspielert zu emotional sind, Amateure, die aus Rache oder Wut oder Enttäuschung handeln, oder aus Angst alles vermasseln. Hingegen ist Parkers Motiv glasklar: Geldbeschaffung für seinen Unterhalt nach sreng rationalen Kriterien. Raub ist eben Parkers Beruf, und den übt er nach bestem Wissen und Gewissen aus. Große Räuber stoßen immer wieder auf das Verständnis des Publikums. Man verzeiht ihnen viel, denn beim Räuber-und-Gendarm-Spiel war wohl jeder lieber der Räuber. Hand aufs Herz, welcher Leser will schon, dass Parker geschnappt wird, auch wenn der weibliche Detective Second Grade noch so attraktiv ist.
Ein Überfall ganz nach alter Manier und Schule. So halbwegs gelingt er ja auch in diesem ersten Teil der Trilogie. Aber wenn man mit Dilettanten zusammen arbeiten muss, geht natürlich einiges schief. Patricia Highsmith steht Pate. Sparsam und schwungvoll und ordentlich übersetzt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Parker ist stark!, 1. August 2009
Ich habe schon "Fragen Sie den Papagei" gelesen und fand ich hammerstark. Deshalb mußte ich natürlich auch den neuen Parker-Krimi lesen. Dieser Roman erzählt die Vorgeschichte zu "Fragen Sie den Papagei" und ist genauso spannend. Wieder überragt Parker als eiskalter Gangster alle anderen Figuren, die sich manchmal sowas von dämlich anstellen, das der Beste Plan am Ende in die Hose geht. "Keiner rennt für immer" muß man gelesen haben. Aber auch diesesmal gibt es einen Punkt Abzug für den hohen Preis - viel zu teuer für ein Taschenbuch.
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