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Keiner kommt durch... Die Geschichte der innerdeutschen Grenze 1945-1990. [Broschiert]

Dietmar Schultke
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 9,95  
Broschiert, 1999 --  

Kurzbeschreibung

1999
Dietmar Schultkes akribisch recherchierte Darstellung der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer enthält alle relevanten Informationen über das zu einem perfekten Sperrgürtel ausgebaute Bollwerk zwischen beiden deutschen Staaten und das DDR-Grenzregime, eine Zeittafel und ausgewählte Befehle an die Grenztruppen der DDR. Dietmar Schultke erzählt vom militärischen Drill, vom Umgang mit dem Schießbefehl und Schikanen innerhalb der Truppe, aber auch von Kameradschaft und der engen Beziehung zu den Hunden, mit denen er die Grenze am Brocken bewachte. Jürgen Fuchs und Günter Wallraff sprechen über ihre Einstellung zur Armee und zur innerdeutschen Grenze. "Gleichermaßen kompakt wie kompetent, ein faktenreiches, dennoch gut lesbares Nachschlagewerk, wenn es um Daten und Statistiken zur deutsch-deutschen Grenze geht." Deutschlandfunk Die wohl symbolträchtigste Grenze der Welt Dietmar Schultke informiert prägnant über alle Fakten der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer. Und er schildert seinen Alltag als DDR-Grenzsoldat im Harz: die Ausbildung zum Hundeführer, Postendienste, Träume, Zweifel, Fluchtgedanken, Kameradschaft, das Verhältnis zu den Offizieren und zum Staat. "Eine solche Dokumentation fehlte!" Walter Kempowski
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Aufbau Tb; Auflage: 3 (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746680417
  • ISBN-13: 978-3746680415
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 10,9 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 867.973 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Auch gut zehn Jahre nach dem Mauerfall bewegt die ehemalige innerdeutsche Grenze immer noch die Gemüter. Dietmar Schultke, der dort im Einsatz war, skizziert die wichtigsten Phasen des Grenzausbaus, zeigt die psychologische und ideologische Ausstattung des beteiligten Personals und macht den staatlichen Gewaltapparat kenntlich. In der Tat hatten die Grenzanlagen letztlich den Zweck, Tendenzen massenhafter Abwanderung in Richtung Westen zu unterbinden. Sie wurden mit der Zeit zu einer Festung mit Minen, Selbstschussanlagen und scharfer Bewachung. 774 Personen kamen zwischen 1948 und 1989 dort ums Leben.

Einige nicht minder wichtige Aspekte vernachlässigt Schultke allerdings. Machtpolitisches Kalkül bewog die kriegsgebeutelte UdSSR, sich in ihrem Einflussbereich ein Glacis zu schaffen, besonders unter dem Eindruck der Remilitarisierungs- und NATO-Anbindungsbestrebungen der BRD, und so wurde die Demarkationslinie faktisch zur Staatsgrenze. Dabei war von Anfang an der polizeiliche Schusswaffengebrauch vorgesehen. Alle diesbezüglichen (auch im Buch dokumentierten) Verordnungen stehen jedoch, zumindest dem Wortlaut nach, in auffälligem Kontrast zum gerne kolportierten Wildwest-Manier assoziierenden Begriff "Schießbefehl". Ein damit zusammenhängendes Problem ist juristischer Art: Die angeklagten Mauerschützen beispielsweise sind, damals nach DDR-Recht handelnd, heute nach bundesrepublikanischen Gesetzen verurteilt worden. Grundlage: die sogenannte "Radbruchsche Formel", nach der "unrichtiges Recht" dann vorliege, wenn ein positives Gesetz in unerträglichem Maße zur Gerechtigkeit in Widerspruch steht. Gustav Radbruch hatte seine rechtsphilosophische Anschauung jedoch angesichts der Erfahrungen im Dritten Reich entwickelt. Der Vergleich der DDR mit Hitlerdeutschland und die daran anknüpfende Rechtsauffassung ist aber heikel.

Trotz dieser Mängel ist das Buch empfehlenswert, da es in knapper Form Einblick ins Thema gibt, statistisches Material und Dokumente liefert und Kontroversen durchaus zulässt. --Jürgen Grande

Über den Autor

Dietmar Schultke, geboren 1967 in Brandenburg, Zerspanungsfacharbeiter, Grundwehrdienst an der innerdeutschen Grenze, nach der Wende Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, Studium der Politik- und Erziehungswissenschaft, Psychologie und Raumplanung in Duisburg und Dortmund. 1994 bei der UNO in New York tätig, freischaffender Publizist. Bisher erschien bei Aufbau: »Meine Brandenburger Jugend. Mit Beiträgen von Iring Fetscher und Günter Wallraff« (Berlin 2006); »Die Grenze, die uns teilte. Zeitzeugenberichte zur innerdeutschen Grenze« (Berlin 2005).

Günter Wallraff, 1942 in Burscheid bei Köln geboren, wurde auch international bekannt durch provozierende Reportagen wie "Ihr da oben - wir da unten" (1973, zus. mit Bernt Engelmann), "Der Aufmacher. Der Mann, der bei 'Bild' Hans Esser war" (1977), "Ganz unten" (1985), in denen er oft durch verdeckte Recherchen soziale Mißstände offenlegte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unheilvolle Grenze 31. Dezember 2006
Format:Broschiert
Die nüchterne Auflistung, wie die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland entstand, wer sie baute bzw. bauen mußte und was dabei alles an Schrecklichem geschah.

Der Autor war als (unfreiwilliger) Zeitsoldat der DDR-Truppen selbst indirekt beteiligt. Hier arbeitet er akribisch auf, was alles getan wurde, um dieses monströse Bauwerk zu errichten. (Wie es noch lange nach dem Abriß weiter seine unheilvolle Wirkung entfaltete, zeigt das zweite Buch von Schultke: "Die Grenze, die uns teilte").
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen guut ! 16. Mai 2010
Format:Taschenbuch
ja : eine einfache, klare, und vom Autor persoenlich erlebt Darstellung der ehemaligen innerdeutschen Grenze ! Viel zu empfehlen !
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein interressantes Buch! 8. April 2012
Von Camp
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein gutes, interessantes Buch! Muss man gelesen haben! Keiner kommt durch: Die Geschichte der Grenze und der Mauer, echt interessant.
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