Eigentlich ist Sykes, Professor für Gentechnik, nur durch seinen eigenen Namen auf
die Idee gekommen, Ahnenforschung zu betreiben. Dabei findet er heraus, daß sie
Mutationen, die sporadisch auf dem Y-Chromosom auftreten, hervorragend dazu
eigenen, einen Stammbaum nachzuvollziehen, der viele hundert oder auch tausend Jahre
in die Vergangenheit reicht.
Sykes findet auch heraus, daß das Y-Chromsom dem Untergang geweiht ist und rechnet
aus, daß es in etwa 125000 Jahren keinen XY-Mann im heutigen Sinne mehr geben wird
und daß damit der Ausgang des Geschölechterkampfes wieder völlig offen ist. Er zeigt,
warum das X-Chromosom durch seine Methode, Defekte durch redundante Informationen
zu kompensieren, das stärkere ist. Allerdings zeigt er auch, daß das Y-Chromsom keine
Voraussetzung für zwei Geschlechter ist, bzw. daß noch nicht mal zwei Geschlechter
nötig sind.
Der Erzählstil Sykes macht es sowohl dem interessierten Laien als auch dem Fortgeschrittenen
im Bereich Genforschung leicht möglich, seinen Forschungsarbeiten zu folgen. Abstriche
sind nur deshalb zu machen, weil er seine eigene Familienforschung an einigen Stellen
etwas zu ausführlich dargelegt hat.