Vor allem ein plötzlicher Tod ist sehr schmerzhaft für die Hinterbliebenen. Selbst 1000 tröstende Worte oder der gutgemeinte Beistand eines geschulten Psychologen können da nur wenig Trost spenden. Nur wer selbst betroffen ist, kann wohl nachfühlen, was es bedeutet, sich plötzlich allein zu fühlen.
Bernard Jakoby nutzt in seinem neuen Buch einmal mehr seine langjährige Erfahrung als Sterbebegleiter und dem Umgang mit Trauernden, um den Lesern auf sehr sachliche, aber dennoch begreifbare Weise deutlich zu machen, dass kein Tod zufällig geschieht. Anhand zahlreicher Beispiele aus Literatur, Wissenschaft und auch Teilen der Esoterik, erörtert er die Kernaussage, dass kein Tod sinnlos ist. Damit gibt er Betroffenen unwahrscheinlich viel Hoffnung und Trost bei der Bewältigung ihrer Trauer.
Jakoby setzt mit seiner klaren Strukturierung des Sterbeprozesses da an, wo Kübler-Ross und Moddy aufgehört hatten. Kein Wunder also, dass er genauso wie seine "Vorgänger" von Psychologen und Medizinern erst einmal kontrovers diskutiert wird. Schliesslich rückt er ein Tabuthema und Forschungsgebiet in den Vordergrund, das kaum in das Weltbild unserer "ach so fortschrittlichen Gesellschaft" passt, obwohl es eigentlich zum Alltag gehört. Mit diesem Buch erlaubt Jakoby zum ersten Mal einen Einblick in eine Welt, die im wahrsten Sinne des Wortes jenseits unserer greifbaren Realität liegt und die doch durch unzähliges Material belegbar erscheint.