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Keine Posaunen vor Jericho: Die archäologische Wahrheit über die Bibel [Taschenbuch]

Israel Finkelstein , Neil A. Silberman , Miriam Magall
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Dezember 2004
Bisher diente biblische Archäologie zum Beweis der Heiligen Schrift, jetzt haben zwei international renommierte Archäologen den Spieß umgedreht und lassen die Ausgrabungen eine eigene Sprache sprechen.

Ihr dramatisch neues Bild von der Geschichte Israels zwingt zum Umdenken: Den Auszug aus Ägypten, die Einnahme Kanaans, das Großreich unter König David und den Tempelbau in Jerusalem unter König Salomon, bisher auch von den kritischsten Wissenschaftlern als gesichert angesehen, gab es ebenso wenig wie die Posaunen vor Jericho. Jerusalem unter David und Salomon war ein größeres Dorf – sicher ohne zentralen Tempel und großen Palast.

Das klar strukturierte und anschaulich geschriebene Buch gleicht einer Spurensuche entlang biblischer Geschichten, die Autoren rekonstruieren den tatsächlichen historischen Ablauf und fragen abschließend, wann und warum die Geschichte aufgeschrieben wurde.

Wird oft zusammen gekauft

Keine Posaunen vor Jericho: Die archäologische Wahrheit über die Bibel + Wer schrieb die Bibel? So entstand das alte Testament + Die Erfindung des jüdischen Volkes: Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand
Preis für alle drei: EUR 29,84

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Es ist ein provokantes Buch, das Finkelstein und Silberman als Resultat jahrelanger akribischer archäologischer Forschungen da präsentieren. Denn es geht ihnen um nichts anderes als die Rekonstruktion der Geschichte des alten Israel auf der Grundlage archäologischer Befunde; also entgegen der Instrumentalisierung biblischer Archäologie zum Beweis alttestamentlicher Darstellungen.

Bibelforschung inklusive der biblischen Archäologie ist letztendlich ein Ergebnis der Aufklärung. Bereits im 17. und vor allem verstärkt seit dem 18. und 19. Jahrhundert konnten Gelehrte zunächst mittels sprachwissenschaftlicher Untersuchungen nachweisen, dass die Texte der Bibel, besonders des Alten Testaments, im Laufe mehrerer Jahrhunderte zusammengestellt und von späteren Redaktoren bearbeitet worden waren und somit nicht als genuin historische Darstellungen betrachtet werden können.

Doch auch nach über zwei Jahrhunderten ernsthafter Bibelkritik sind deren mit Mitteln der neuesten Forschungen (vergleichende Sprachwissenschaften und Chronologie, archäologische Surveys und Ausgrabungen mit perfektionierten technischen Methoden) zunehmend präziser gewordene Ergebnisse auch heute noch Anlass zum heftigen Streit mit der rein religiös-theologisch motivierten Interpretation. Keine Posaunen vor Jericho. Die archäologische Wahrheit über die Bibel wird die Auseinandersetzung mit bisher noch anerkannt historischen Ereignissen des Alten Testaments und damit der Geschichte des alten Israel erneut forcieren.

Um ihre Erkenntnis vorwegzunehmen: Die Wurzeln des Volkes Israel beruhen auf der Geschichte zweier Königreiche und nicht wie bisher immer angenommen eines Königreiches, des Nordreiches Israel und des Südreiches Juda. Fundamentale Wahrheiten wie der Auszug aus Ägypten, die Einnahme Kanaans die Bedeutung des Reiches Salomons (fragliche Existenz des Tempels und Palastes) werden nicht nur in Frage gestellt, sondern negiert. Was sich von diesen Aussagen als letztendliche Wahrheit beweisen lässt, bleibt der zukünftigen Diskussion überlassen. Denn bei aller Schlüssigkeit und Transparenz ihrer Argumentation wird diese den Einwänden anderer standhalten müssen.

Das Buch zeichnet sich durch absolute Professionalität aus. Der Stil ist klar und präzise und die Autoren verzichten auf unnötige Polemik; der Aufbau ist logisch und auch für Laien jederzeit nachvollziehbar. Eine gründliche Einleitung zum Verhältnis Archäologie und Bibel führt den Leser mit Informationen zu den betreffenden Texten und der Bibelforschung ein. Dann legen sie zunächst die biblischen Berichte dar, ziehen antike nichtbiblische Quellen zum Vergleich heran und vergleichen schließlich diese Ergebnisse mit den archäologischen Befunden. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis zu jedem der zwölf Kapitel und ein sorgfältiges Register schließen dieses streitbare, aber hervorragende und hoch spannende Buch ab. --Osseline Kind -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein provozierendes Buch mit allen Merkmalen einer Detektivgeschichte.«
The New York Times

»Von allen Seiten rücken die Fahnder an [...] vor allem die historische Basis der Bibel wankt. Den jüngsten Hieb hat jetzt Israel Finkelstein, Chef-Ausgräber an der Universität Tel Aviv, geführt. Sein Buch bestätigt, dass Kerntexte der Bibel unwahr sind.«
Der Spiegel

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Licht und Schatten 11. November 2012
Format:Taschenbuch
Zunächst die Stärken des Buches: Es ist aktuell, günstig als 380 seitiges Taschenbuch, Finkelstein als ausgewiesener Fachmann versteht es, den umfangreichen Stoff anschaulich und allgemeinverständlich darzustellen.
Man bekommt einen zutreffenden Überblick über die Forschungsgeschichte von Theologie und Archäologie (allerdings bewertet vom Autor). Die Meinung wird gut begründet vorgetragen.

Schwäche: Die Darstellung versucht den Eindruck zu vermitteln, als hätte die gegenwärtige Forschung oder "die" Archäologie das Vorgetragene herausgefunden bzw. würde die Kernthese ebenfalls vertreten. So schon im Titel: "Archaology's new Vision of Ancient Israel".
Dem ist nicht so.

Es handelt sich hier nicht um die Sicht "der" Archäologie, sondern um die des Autors und evtl. seiner Schüler.

Die Hauptthese, wonach die alttestamentl. Geschichtsbücher in der Josiazeit zusammengestellt, eingefärbt und in Umlauf gebracht wurden, ist sehr kühn. Vor allem wenn sie, wie wiederholt formuliert, weitestgehend mit den archäologischen Funden begründet wird. Denn gerade hier zeigt sogar der Überblick des Autors selbst über die Etappen der Archäologie im Vorderen Orient, wie sich im Abstand weniger Jahrzehnte, vor allem auf Grund neuer Funde die Forschungslage krass verändern kann.

Wer also mit diesem Buch meint, die letzte Wahrheit zum immer wieder kehrenden Diskurs "Die Bibel hat doch/nicht recht" in Händen zu haben, geht fehl.

Wer sich ein Urteil bilden will, wie Finkelsteins Sicht auf dem Hintergrund der gegenwärtigen Forschung zu bewerten ist, wird um eine aktuelle (!) Übersicht biblischer Archäologie, Geschichte Israels, Einleitung ins Alte Testament nicht herum kommen. Was das erste angeht, wäre z.B. das 2012 bei Reclam erschienene Büchlein von Eric H. Cline, "Biblische Archäologie" ein kostengünstiger Einstieg.
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69 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Legenden im Lichte historisch-archäologischer Fakten 20. Februar 2007
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zahlreiche (sich widersprechende) Doppel- und manchmal Dreierversionen derselben Ereignisse in den Berichten über die Wanderung der Erzväter, dem Auszug aus Ägypten und der Gesetzgebung lassen unterschiedliche Quellen erkennen, die zu verschiedenen Zeiten aus bestimmten Gründen zusammengefügt oder redaktionell überarbeitet wurden. Die alttestamentarischen Geschichten sind demnach als nationale Mythen einer pan-israelitischen Idee zu betrachten.....

Neben der historischen Verschwommenheit (13. Jahrhundert v. Chr.) des ?Auszuges aus Ägypten? gibt es keine archäologischen Beweise dafür, dass zu dieser Zeit eine große Volksgruppe den Sinai durchzogen hat. Die Auseinandersetzung zwischen Moses und dem Pharao ist vielmehr eine Spiegelung der historischen Konfrontation zwischen dem judäischen König Josia (639-609 v. Chr.) und Pharao Necho. Ebenso gab es keine gewaltsame Einnahme Kanaans. Jericho Mauern haben auch nicht einstürzen können, da die kanaanitischen Städte keine Stadtmauern besaßen.. Die meisten Menschen, die man als frühe Israeliten bezeichnen kann, waren vielmehr Einheimische, die sich um 1200 v. Chr. infolge eines dramatischen sozialen Wandels weitab der kanaanitischen Städte im westjordanischen Bergland niederließen und zweihundertfünfzig Dörfer gründeten. Aus dieser Zeit stammt der älteste kultische Ritus, kein Schweinfleisch zu essen. Archäologische Befunde deuten darauf hin, dass Jerusalem zur Zeit der "Könige" David und Salomon (ca. 1005 - 931 v. Chr.) nicht größer als ein kleines Bergdorf gewesen ist. Beide waren lediglich Stammesoberhäupter mit einer ziemlich kleinen und lokal beschränkten Verwaltung. Denn es gab immer zwei verschiedene Gemeinwesen im Bergland, von dem das südliche (Juda) stets ärmer, schwächer und ländlicher war als das Nordreich (Israel). Die Könige des Nordreiches, die in Alten Testament ausnahmslos als Götzendiener beschrieben werden, besaßen tatsächlich eine außerordentliche militärische Macht und eine hochentwickelte Verwaltung und ließen architektonische Leistungen vollbringen. Da sie jedoch auch Baals- Astartekulte nicht nur zuließen, sondern auch förderten, werden sie im Alten Testament negativ dargestellt. Gleiches gilt auch für den judäischen König Manasse (698-642 v. Chr.), der als schlimmster aller Apostaten beschrieben wird und dem die Bibel die Schuld für die spätere Zerstörung des 1. Tempels und die Verschleppung nach Babylon (586 v. Chr.) gibt.................

Sachlich kontrovers, jedoch frei von Polemik weisen die Autoren auch auf einige Anachronismen hin. So gibt es bereits in der Geschichte der Erzväter massenhaft Kamele, obwohl diese erst weit nach 1000 v. Chr. im alten Orient als Lasttiere Verwendung finden sollten. Isaak begegnet Abilech, dem König der Philister. Dieses Volk sollte jedoch erst nach 1200 v. Chr. an der kanaanitischen Küste auftauchten und dort sesshaft werden.

Die Buchautoren kommen zu dem Schluss, dass die unter der Herrschaft König Josias (639-609 v. Chr.) zusammengestellten Sage (von der Geschichte des Auszuges aus Ägypten bis zur Auffindung des Gesetzbuches im Jerusalemer Tempel) eine glänzende, mit Leidenschaft geschriebene Komposition ist, die mit dem Ziel verfasst wurde, Ereignisse der Vergangenheit und der Zukunft zu erklären, die Notwendigkeit religiöser Reformen zu rechtfertigen und die Gebietsansprüche der davidischen Dynastie zu untermauern.

Neben zahlreichen Landkarten, Rekonstruktionen von archäologischen Stätten und anderen Abbildungen, bietet das Buch auch tabellarische Listen der Könige von Israel und Juda, mit einer Gegenüberstellung ihrer alttestamentarischen Beschreibung, den außerbiblischen Belegen und den archäologischen Funden. Ein 38-seitiges Literaturverzeichnis und ein alphabetisches Register runden das Bild des auf dem neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden, sehr empfehlenswerten Sachbuches ab.

Dafür gibt es 5 Amazonsterne.
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31 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glube und Wissenschaft - kein Widerspruch 21. August 2009
Format:Taschenbuch
Die Polemik gegen das Buch finde ich eher beschämend. Das klingt mehr nach "eingeschnappten Christ", der wissen will, dass die Bibel vom Himmel gefallen ist.
Die Frage, die sich Finkelstein stellt, ist eben jene jüdischer Geschichtsauffassung (vielleicht, weil selbst bei einem jüdischen Wissenschaftler etwas hängen bleibt...)

Ich bin Theologiestudentin und das Buch wurde mir zur Vorbereitung auf das Vordiplom von einem namhaften Göttinger Professor als Zusatzlektüre nahe gelegt. Sollte I. Finkelstein tatsächlich ein "fragwürdiger" Wissenschaftler und Autor sein, dann muss ich mich wohl fragen, weshalb das Buch anscheinend auch in Theologenkreisen nicht übergangen wird.

Über den reißerischen Titel mag man indes wirklich streiten, aber den Autoren nachzusagen, sie wollten Bibel und Glauben auf den Kopf und in Frage stellen, ist absoluter Nonsens.
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Vor 13 Monaten von H. Schneider veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bestes Buch zum Thema biblische Wahrheit
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Veröffentlicht am 20. April 2011 von Elke Metke-Dippel
5.0 von 5 Sternen Sehr, sehr grundlegendes Allgemeinwissen für jedermann
Ich zähle "Keine Posaunen vor Jericho" von Finkelstein und Silberman zu den 20 wichtigsten Sachbüchern, die man gelesen haben sollte. Warum? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. März 2011 von Thorwald Franke
5.0 von 5 Sternen Eine unglaubliche gute aufschlussreiche Arbeit
Die Autoren tragen hier kleinlich genau die aktuelle archäologische Forschung zusammen. Mit dieser Arbeit zeigen sie Deutlich auf, dass viele Ergeignisse sicher nicht so wie... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. November 2009 von Weisser Ritter
4.0 von 5 Sternen Keine Posaunen vor Jericho
Ich wurde auf das Buch durch eine Arte-Sendung ("die Enthüllung der Bibel 2006) aufmerksam. Es ist wirklich eine ultima ratio über die Entstehung der Bibel und... Lesen Sie weiter...
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Der umstrittene jüdische Archäologe Finkelstein behauptet, er könne durch seine archäologischen Forschungen zum ersten Mal die wahre Geschichte des antiken... Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 2. Juli 2008 von Kritischer Leser
3.0 von 5 Sternen Interessant - jedoch sehr einseitig dargestellt
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Veröffentlicht am 5. Januar 2008 von MrFun
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