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Keine Posaunen vor Jericho: Die archäologische Wahrheit über die Bibel
 
 

Keine Posaunen vor Jericho: Die archäologische Wahrheit über die Bibel (Taschenbuch)

von Israel Finkelstein (Autor), Miriam Magall (Übersetzer)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es ist ein provokantes Buch, das Finkelstein und Silberman als Resultat jahrelanger akribischer archäologischer Forschungen da präsentieren. Denn es geht ihnen um nichts anderes als die Rekonstruktion der Geschichte des alten Israel auf der Grundlage archäologischer Befunde; also entgegen der Instrumentalisierung biblischer Archäologie zum Beweis alttestamentlicher Darstellungen.

Bibelforschung inklusive der biblischen Archäologie ist letztendlich ein Ergebnis der Aufklärung. Bereits im 17. und vor allem verstärkt seit dem 18. und 19. Jahrhundert konnten Gelehrte zunächst mittels sprachwissenschaftlicher Untersuchungen nachweisen, dass die Texte der Bibel, besonders des Alten Testaments, im Laufe mehrerer Jahrhunderte zusammengestellt und von späteren Redaktoren bearbeitet worden waren und somit nicht als genuin historische Darstellungen betrachtet werden können.

Doch auch nach über zwei Jahrhunderten ernsthafter Bibelkritik sind deren mit Mitteln der neuesten Forschungen (vergleichende Sprachwissenschaften und Chronologie, archäologische Surveys und Ausgrabungen mit perfektionierten technischen Methoden) zunehmend präziser gewordene Ergebnisse auch heute noch Anlass zum heftigen Streit mit der rein religiös-theologisch motivierten Interpretation. Keine Posaunen vor Jericho. Die archäologische Wahrheit über die Bibel wird die Auseinandersetzung mit bisher noch anerkannt historischen Ereignissen des Alten Testaments und damit der Geschichte des alten Israel erneut forcieren.

Um ihre Erkenntnis vorwegzunehmen: Die Wurzeln des Volkes Israel beruhen auf der Geschichte zweier Königreiche und nicht wie bisher immer angenommen eines Königreiches, des Nordreiches Israel und des Südreiches Juda. Fundamentale Wahrheiten wie der Auszug aus Ägypten, die Einnahme Kanaans die Bedeutung des Reiches Salomons (fragliche Existenz des Tempels und Palastes) werden nicht nur in Frage gestellt, sondern negiert. Was sich von diesen Aussagen als letztendliche Wahrheit beweisen lässt, bleibt der zukünftigen Diskussion überlassen. Denn bei aller Schlüssigkeit und Transparenz ihrer Argumentation wird diese den Einwänden anderer standhalten müssen.

Das Buch zeichnet sich durch absolute Professionalität aus. Der Stil ist klar und präzise und die Autoren verzichten auf unnötige Polemik; der Aufbau ist logisch und auch für Laien jederzeit nachvollziehbar. Eine gründliche Einleitung zum Verhältnis Archäologie und Bibel führt den Leser mit Informationen zu den betreffenden Texten und der Bibelforschung ein. Dann legen sie zunächst die biblischen Berichte dar, ziehen antike nichtbiblische Quellen zum Vergleich heran und vergleichen schließlich diese Ergebnisse mit den archäologischen Befunden. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis zu jedem der zwölf Kapitel und ein sorgfältiges Register schließen dieses streitbare, aber hervorragende und hoch spannende Buch ab. --Osseline Kind -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Pressestimmen

"Ein provozierendes Buch mit allen Merkmalen einer Detektivgeschichte." (Phyllis Trible, The New York Times)

"Die herausragendste und erfrischendste Synthese zur biblischen Archäologie in den letzten fünfzig Jahren." (Baruch Halpern)

""Lesbar und revolutionär. Finkelstein und Silberman haben auf einem der gegenwärtig meistumstrittenen Felder der biblischen und der archäologischen Forschung einige Eckpfosten eingerammt. Klar und provokant greifen sie einen großen Teil der bisherigen Weisheiten und gutgläubigen Annahmen vieler ihrer Fachkollegen an. ... Allen, die morgens gerne kalt duschen, sei dieses Buch wärmstens empfohlen." (David Noel Freedman)

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36 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Legenden im Lichte historisch-archäologischer Fakten, 20. Februar 2007
Von timediver® "Ronald Funck" (Offenbach am Main, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Zahlreiche (sich widersprechende) Doppel- und manchmal Dreierversionen derselben Ereignisse in den Berichten über die Wanderung der Erzväter, dem Auszug aus Ägypten und der Gesetzgebung lassen unterschiedliche Quellen erkennen, die zu verschiedenen Zeiten aus bestimmten Gründen zusammengefügt oder redaktionell überarbeitet wurden. Die alttestamentarischen Geschichten sind demnach als nationale Mythen einer pan-israelitischen Idee zu betrachten.....

Neben der historischen Verschwommenheit (13. Jahrhundert v. Chr.) des ?Auszuges aus Ägypten? gibt es keine archäologischen Beweise dafür, dass zu dieser Zeit eine große Volksgruppe den Sinai durchzogen hat. Die Auseinandersetzung zwischen Moses und dem Pharao ist vielmehr eine Spiegelung der historischen Konfrontation zwischen dem judäischen König Josia (639-609 v. Chr.) und Pharao Necho. Ebenso gab es keine gewaltsame Einnahme Kanaans. Jericho Mauern haben auch nicht einstürzen können, da die kanaanitischen Städte keine Stadtmauern besaßen.. Die meisten Menschen, die man als frühe Israeliten bezeichnen kann, waren vielmehr Einheimische, die sich um 1200 v. Chr. infolge eines dramatischen sozialen Wandels weitab der kanaanitischen Städte im westjordanischen Bergland niederließen und zweihundertfünfzig Dörfer gründeten. Aus dieser Zeit stammt der älteste kultische Ritus, kein Schweinfleisch zu essen. Archäologische Befunde deuten darauf hin, dass Jerusalem zur Zeit der "Könige" David und Salomon (ca. 1005 - 931 v. Chr.) nicht größer als ein kleines Bergdorf gewesen ist. Beide waren lediglich Stammesoberhäupter mit einer ziemlich kleinen und lokal beschränkten Verwaltung. Denn es gab immer zwei verschiedene Gemeinwesen im Bergland, von dem das südliche (Juda) stets ärmer, schwächer und ländlicher war als das Nordreich (Israel). Die Könige des Nordreiches, die in Alten Testament ausnahmslos als Götzendiener beschrieben werden, besaßen tatsächlich eine außerordentliche militärische Macht und eine hochentwickelte Verwaltung und ließen architektonische Leistungen vollbringen. Da sie jedoch auch Baals- Astartekulte nicht nur zuließen, sondern auch förderten, werden sie im Alten Testament negativ dargestellt. Gleiches gilt auch für den judäischen König Manasse (698-642 v. Chr.), der als schlimmster aller Apostaten beschrieben wird und dem die Bibel die Schuld für die spätere Zerstörung des 1. Tempels und die Verschleppung nach Babylon (586 v. Chr.) gibt.................

Sachlich kontrovers, jedoch frei von Polemik weisen die Autoren auch auf einige Anachronismen hin. So gibt es bereits in der Geschichte der Erzväter massenhaft Kamele, obwohl diese erst weit nach 1000 v. Chr. im alten Orient als Lasttiere Verwendung finden sollten. Isaak begegnet Abilech, dem König der Philister. Dieses Volk sollte jedoch erst nach 1200 v. Chr. an der kanaanitischen Küste auftauchten und dort sesshaft werden.

Die Buchautoren kommen zu dem Schluss, dass die unter der Herrschaft König Josias (639-609 v. Chr.) zusammengestellten Sage (von der Geschichte des Auszuges aus Ägypten bis zur Auffindung des Gesetzbuches im Jerusalemer Tempel) eine glänzende, mit Leidenschaft geschriebene Komposition ist, die mit dem Ziel verfasst wurde, Ereignisse der Vergangenheit und der Zukunft zu erklären, die Notwendigkeit religiöser Reformen zu rechtfertigen und die Gebietsansprüche der davidischen Dynastie zu untermauern.

Neben zahlreichen Landkarten, Rekonstruktionen von archäologischen Stätten und anderen Abbildungen, bietet das Buch auch tabellarische Listen der Könige von Israel und Juda, mit einer Gegenüberstellung ihrer alttestamentarischen Beschreibung, den außerbiblischen Belegen und den archäologischen Funden. Ein 38-seitiges Literaturverzeichnis und ein alphabetisches Register runden das Bild des auf dem neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden, sehr empfehlenswerten Sachbuches ab.

Dafür gibt es 5 Amazonsterne.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Das Alte Testament als historische Quelle relativiert, 2. Juli 2008
Von Kritischer Leser (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Finkelstein und Silberman gelingt hier ein einzigartiges Unternehmen: sie rücken das Alte Testament (mit Schwerpunkt auf dem Pentateuch) als historische Quelle ins rechte Licht. Es ist erstaunlich, was in den Büchern Mose und dem Deuteronomium alles an Geschichte drinsteht.
Dass die Bücher Genesis und Exodus von Legenden geprägt sind, verwundert nicht. Niemand glaubt heutzutage wirklich die Geschichte von Abraham, Mose und dem Auszug aus Ägypten. Auch waren David und Salomon keine großen, mächtigen Könige mit all der Pracht, die in der Bibel aufgeschrieben ist, sondern bloß bessere Stammeshäuptlinge. Schließlich konnte zu ihrer Zeit (um 1.000 v. Chr.) kaum jemand lesen oder gar schreiben.
Interessant ist aber die Zusammenschau der Beweise und Fakten, die die Autoren der Bibel sehr neutral gegenüberstellen: frühe Siedlungen in Oberägypten, das Land Kanaan und die ganze mediterrane Welt um die Jahrtausendwende.
Selbstverständlich wurde die Geschichte nachträglich, tendenziell und wertend geschrieben.
Was jedoch hier geschah, sucht seinesgleichen: hier bringt die Bibel nachträgliche Interpretation anstelle exakter Beschreibung; sie bringt theologische Erklärungen für den Verlauf der Geschichte. Was die Bibel der Gottlosigkeit zuschreibt, ist nichts anderes als internationale Machtpolitik.
Die Autoren dieser literarischen Sammlung wollten mit aller Macht ihren Einzelgott Jahwe durchsetzen. Was nicht wirklich gelang, denn die Vielgötterei war die verbreitete, herkömmliche Religion. Wer sich allerdings nicht unter das monotheistische Jahwe-Joch beugt, den trifft der Zorn des deuteronomistischen "Historikers". Dieser erklärt nachträg-lich den erwünschten Verlauf der Geschichte mit Wohlverhalten (= alleinige Jahwe-Anbetung) oder den unerwünschten Verlauf mit Mißverhalten (Verehrung anderer Götter) gegenüber Jahwe.
Dieser Gott aber ist ein erbärmlich mieser Charakter: kindisch, eifersüchtig, kleinmütig, beleidigt, nachtragend, grausam: zur "Belohnung" für Wohlverhalten schickt er in der Nacht einen Engel und tötet 185.000 feindliche Assyrer. Genozid scheint überhaupt eine Lieblingsbeschäftigung dieses Gottes zu sein. Andererseits kann er schnell seine Gunst entziehen, wenn man sich untersteht, einem anderen Gott einen Altar zu errichten: dann wird Israel (oder Juda) vernichtet, versklavt, ausgerottet.
So wird Geschichte oft auf den Kopf gestellt: ein König, der "tat, was Gott missfiel", der wird schlechtgemacht, herabgewürdigt und hat keine Chance, vor der Geschichte zu bestehen. Andere Könige, die brav die fremden Götter (oft mit ihren Verehrern) ausrotteten, werden hochgejubelt und empfangen umgehend den irdischen Lohn Gottes: den Sieg über die Feinde und einen strahlenden Platz in der Geschichte.
Durch zahlreiche Skizzen, Abbildungen und Tabellen ist dieses Buch aufgelockert und sehr übersichtlich. Der Leser gewinnt einen tiefen Einblick in die Geschichte Israels vom 13. bis ins 5. vorchristliche Jahrhundert.
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36 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Biblische Offenbarung, 12. August 2005
Von Ein Kunde
Es bleibt nicht aus, dass ein Buch, welches die Erzväter, die Josephslegende, die Vertreibung aus Ägypten, die Landnahme und auch die Vereinigung von Juda und Israel durch glanzvoll herrschende Könige wie David und Salomon als archäologisch widerlegt darstellt, heftig angegriffen wird. Hier werden religiöse Überzeugungen berührt. Und Fans des Klassikers "Und die Bibel hat doch Recht" müssen umdenken. Das Buch ist auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand und liest sich spannend wie eine Detektiv-Story.

Das Alte Testament hat allerdings doch Recht behalten. Das geniale Werk aus dem 7. Jahrhundert, welches jüdische Identität gestiftet hat, wo vorher kaum eine war, wirkt bis in die heutige Zeit machtvoll nach und bleibt die literarische Gipfelleistung der Menschheit, noch vor Homers Ilias.

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5.0 von 5 Sternen Geschichtsunterricht zum Nachdenken
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Veröffentlicht am 7. November 2007 von alsch

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Veröffentlicht am 26. November 2005 von Jürgen Hofmann

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Veröffentlicht am 7. Mai 2005 von Andrea Helmel

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