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Keine Pizza für Commissario Luciani: Roman (Commisario Luciani)
 
 
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Keine Pizza für Commissario Luciani: Roman (Commisario Luciani) [Taschenbuch]

Claudio Paglieri , Christian Försch
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 406 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 3 (28. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746626072
  • ISBN-13: 978-3746626079
  • Originaltitel: La cacciatrice di teste
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.838 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Claudio Paglieri
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Der Mann kann erzählen wie der Teufel." Peter Henning Luciani grollt: er hat keine Wohnung, keine Freundin mehr und nicht mal einen spannenden Mordfall auf dem Tisch, dafür aber einen nervtötenden neuen Vize und eine Glutenallergie. Doch dann wird bei Genua die Leiche eines alten Fischers an Land gespült. In der Faust ein Häufchen kleiner Kiesel, wie man sie an der gesamten ligurischen Küste nicht findet. Sie führen Luciani auf eine scheinbar abwegige Spur und mitten in einen spektakulären Kunstbetrug. Ein echter Paglieri: spannend, witzig, intelligent & molto italiano "Ein Muss für alle, die wissen wollen, wie Italiens Seele wirklich tickt." Peter Henning

Über den Autor

CLAUDIO PAGLIERI, geboren 1965 in Genua, arbeitet bei der Genueser Zeitung "Il Secolo XIX". Bekannt wurde er durch die humoristischen Biographien der beiden italienischen Comic-Helden Tex Willer und Dylan Dog. 2003 erschien von ihm bei Aufbau Taschenbuch der Roman "Sommer Ende Zwanzig", 2007 sein preisgekröntes Krimi-Debüt "Kein Espresso für Commissario Luciani", gefolgt von "Kein Schlaf für Commissario Luciani" (2008).

Christian Försch, geb. 1968, lebt seit 1995 in Ferrara. In seinen preisgekrönten Radiofeatures und Filmdokumentationen hat er Italien, seine Menschen und seine Landschaften porträtiert. Er übersetzte u. a. Kriminalromane von Claudio Paglieri sowie Paolo Sorrentinos Roman »Ragazzi, was habe ich verpasst?«.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Meine zweite Urlaubslektüre war Claudio Paglieri, der sowieso seit "Kein Espresso für Commssario Luciani" einer meiner Lieblingskrimiautoren ist! Obwohl er seinen anorektischen, miesepetrigen Commissario diesmal ganz schön weit von Genua wegführt und die Handlung meist zu einer Jahreszeit spielt, die selbst im heißesten Sommerurlaub eine erfrischende Gänsehaut bereitet.

Auch wieder ein Krimi für Leute, die nicht immer das ewig gleiche Commissario-Klischee aufgetischt bekommen wollen und keine Lust haben, dass zur Begründung der wildesten Verbrechen stets das Mafia-As aus dem Ärmel gezaubert wird. Es gibt auch genug andere Kriminalität und Korruption in unserem liebsten Urlaubsland.
So nett, genussfreudig und intuitiv Nelly Rosso ist, so kantig, genussfeindlich und verkopft ist Marco Luciani. Trotzdem ist er einem sympatisch, wohl, weil er so aufrichtig und ernsthaft nach dem rechten Weg sucht. Das ist irgendwie rührend. Witzigerweise haben Nelly und Luciani denselben Arbeitsplatz (das Polizeipräsidium im Foce-Viertel, habe ich mir auch angeguckt!), und sie scheinen sich dort auch zu begegnen ;-)

In "Keine Pizza für Commissario Luciani" (Focaccia hätte besser gepasst), greift Paglieri ein brisantes Thema auf: Kunstraub. Unglaublich raffiniert erzählt er aus verschiedenen Perspektiven von einem in den 60ern begangenen Kunstraub, der nun, 50 Jahre später, zwei Todesopfer fordert, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Alles wird schön schnell zu den Akten gelegt (dafür gibt es in Italien Prämien, wie wir erfahren), aber unser guter Luciani hat sich mal wieder an einem Detail festgebissen, das ihm nicht einleuchtet, und lässt nicht locker, bis er nicht hinter des Rätsels Lösung gekommen ist. Parallel dazu hat er wieder mal einige private Probleme und Problemchen zu meistern, so zum Beispiel den Rauswurf aus seiner Wohnung, den Kummer um seinen (im letzten Band) ermordeten Vize Giampieri, eine Glutenallergie (wegen der er seine geliebte Focaccia nicht mehr essen darf) etc.

Was Paglieri auch in diesem Band wieder mal grandios macht, ist, neben, über, in der Handlung ein Motiv zu variieren, dass es eine reine Freude ist. In diesem Fall: "Gerechtigkeit" (nicht von ungefähr ist das geraubte Kunstwerk eine Statue der Gerechtigkeit). Und natürlich schreibt er einfach mit einem grandios trockenen und politisch oft wenig korrekten Humor.
Am Ende hat man eine spannende und witzige Lektüre genossen, viel über Italien erfahren, und ist zu dem Schluss gekommen, dass es manchmal nicht so einfach ist, darüber zu entscheiden, was nun eigentlich gerecht ist.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lucianis dritter Fall 3. Juli 2010
Von Christoph Martin Wieland VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Nachdem er keinen Schlaf gefunden hat, keinen Espresso zum Trinken bekam wird Commissario Luciani jetzt die Pizza entzogen. Sein Erfinder Claudio Paglieri ist Journalist in Genua und dort lässt er auch seinen 2-Meter-Mann Luciani für die Gerechtigkeit kämpfen.
Paglieri entwirft nicht nur eine lebensnahe Konkurrenzfigur zu Montalbano, Brunetti, Guarnaccia & Co., er schildert vielleicht klarer und kritischer als andere Autoren die von Berlusconi geprägte politische Landschaft Italiens. Ludovici Ranieri, absolut kein Frauenverächter, regelt seine Karrierelaufbahn durchs Bett, ehelich abgesichert durch einen einflussreichen Schwiegervater, der ihm die Universitätslaufbahn ebnet und den Weg ins Parlament und später ins Kabinett in Rom in die Wege leitet, sexuell befriedigt durch Studentinnen, besonders Sabrina Dongo hat es ihm angetan.
Ranieris Vater, der gleich am Anfang des Romans das Zeitliche segnet, ist ein ähnlicher Hallodri, so gar mit einer 'Leiche' im Keller. Diese Leiche erweist sich als bronzene Themis, die Göttin der Gerechtigkeit, ein kopfloses Kunstwerk von Lysipp, für dessen Erwerb er über Leichen gehen musste. Die Beichte bringt es an den Tag und Ranieri muss alle seine Beziehung spielen lassen, damit die Schandtat seines Vaters ihm nicht die Karriere verhagelt.
Aus dieser Konstellation heraus entwickelt sich Lucianis dritter Fall. Der Autor arbeitet dabei variantenreich mit zeitlich versetzten Erzählsträngen, die einerseits die Geschichte der Statue aufarbeiten, anderseits die Vertuschungsstrategie des nicht nur karrieregeilen Ranieri begleiten. Morde in Genua und Rom geraten so in Verbindung, filmreif auch der Schluss in den alten Gemäuern eines Gefängnisses. Commissario Luciano ist fallbezogen wieder perfekt, allerdings bringt ihn seine spartanische Ernährung sportlich immer wieder zum Fall, ohnmächtig bricht er allein zweimal während seiner kilometerlangen Trainingsrunden zusammen. Dem Leser passiert das nicht, den fasziniert auch der dritte Fall des Genueser Kriminalisten.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Keine Pizza, keine Pasta, keine Focaccia - für einen Italiener fast der Weltuntergang. Und doch muss unser Commissario auf all diese Köstlichkeiten verzichten, denn er hat eine Weizenmehlallergie.
Das hindert ihn aber keineswegs an der Arbeit - ganz im Gegenteil. Er läuft, nachdem er seine gesundheitlichen Probleme in den Griff bekommen hat, zur Hochform auf (was bei diesem komplizierten Fall auch notwendig ist): Nach dem Tod seines Vaters zieht Luciani wieder zu seiner Mutter in das Elternhaus in Camogli. Hier wird im Meer die Leiche eines alten Fischers gefunden, der seinen Lebensabend in einem Altenheim verbrachte. Sein Name ist Giuseppe Risso; wenige Tage vor seinem Tod hatte er das Heim verlassen, um - angeblich - seine Nichte in Rom zu besuchen.
Einige Tage später landet er auf dem Tisch des Pathologen. Dieser entdeckt in einer Hand des Toten einige Steinchen. Darunter ist ein blaues Glasstückchen, das für den Commissario der Schlüssel zur Klärung des Falles wird...
Claudio Paglieri hat einen meisterhaften Krimi geschrieben, der die Spannung bis zum Schluss hält. Interessant die Kapitelanordnung mit den verschiedenen Handlungssträngen und Zeitebenen; beklemmend die Anspielungen auf die aktuellen politischen Probleme Italiens.
Ein Krimi, den man in einem Zug liest!
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