Wer Hochspannung erwartet, wird bei diesem Krimi sicherlich enttäuscht. Aber trotzdem hat dieser schmale Krimi so einiges zu bieten:
- hochsympathische und doch eigentümliche Ermittler (nicht so kaputt wie bei Rankin, Nesboe, Bottini usw.)
- nachvollziehbare, realistische Ermittlungsarbeit (der Autor war 20 Jahre bei der Kripo)
- knapper, sachlicher Erzählstil
- keine bestialischen Morde, bei denen jedes Detail hochsymbolisch gedeutet werden muss
- eine interessante und durchaus spannende Geschichte.
Ich habe lange nicht mehr so viel Freude beim Lesen eines Krimis gehabt und ich lese regelmäßig Krimis. Das hat für mich am ehesten Parallelen zu Mats Wahl oder Friedrich Ani.