Es gibt ja viele Bücher zum Thema. Manche besser, manche schlechter.
Ich habe selten sowas oberflächliches gelesen . "Es war ein schönes Leben" resümiert diese Entführerin und evtl Mörderin. Ob sie es ist, weiß man bis heute nicht. Drenkmann wurde ermordet vom 2. Juni. Die Täter verschweigen die Mitglieder. Und Rollniks Kommentar dazu:" ...haben wir verdrängt." War sie Mitläuferin, hat sie weggeschaut,waren es Sektenstrukturen, die sie es verdrängen ließen usw. Keine Antwort. Ja, wirklich ein "schönes" Leben. Machen sich solche Leute eigentlich Gedanken was die Angehörigen fühlen? Keinerlei Reue oder wenigstens Mitgefühl. Der Interviewer hakt nicht nach. Die antworten wirken zwanghaft und auswendig gelernt.
Ihre Verhaftung nennt sie Verschleppung. Man hat das Gefühl, dass diese Frau ihre Geschichte als Abenteuerroman sieht.
Dieses Buch ist nicht politisch. Es ist ein Interiew mit einer Frau, der eine Therapie mehr helfen würde als "politische" Bücher.
Zum Glück habe ich das Buch geliehen und somit nicht dazu beigetragen, dass der Autor und Interviewte daran verdienen.