Ehrlich gesagt kannte ich Sha vorher gar nicht, aber das Album schlug bei mir ein wie eine Bombe. Die Arrangements sind hochaktuell und vom Feinsten und die Zusammenstellung äußerst abwechslungsreich: Balladen, Technoelemente, Akustik-Gitarren, Stimmenverfremdung, Grooviges, orientalische Einflüsse ... Durchaus viele bekannte Melodien und Riffs, aber zum größten Teil äußerst kreativ umgestaltet. Aber was wirklich umhaut ist SHA! - oder besser gesagt wie sie singen kann! Ok, ich habe sie noch nicht live erlebt und man kann heutzutage technisch viel machen - aber es gibt noch nicht den Button GEFÜHL! Das ist also echt. Und wie Sha gurrt und schreit und haucht ... Wahnsinn. Auch beeindruckend: die sauberen hohen Töne.
Einzig etwas befremdlich sind für mich die teilweise vulgären Texte (wie schon im Albumtitel angedeutet); wenn ich das Jugendsprache nennen würde, würde ich vielen Jugendlichen Unrecht tun. Inhaltlich überaus peinlich ist das zu dick aufgetragene "Lob der Dummheit und Faulheit" in "Crazy"; ein krasser Gegensatz zum lyrischen "Sterne".
Auf Grund der außergewöhnlich hohen Zahl der wirklich ausgezeichneten Songs für mich das beste Album der letzten 10 Jahre.