Vor 27 Jahren stürzte ein amerikanisches Flugzeug über einem englischen Farmhaus ab. Einzig Überlebende waren die junge Maggie und ein Baby. Als Maggie im Sterben liegt, ruft sie den Reporter Philipp Dryden und ihre Tochter zu sich, um ihr großes Geheimnis, das mit dem Absturz zusammenhängt, zu lüften.
Jemand hat Jahrzehnte zuvor etwas gemacht und daraufhin sein Lebtag ein Geheimnis mit sich geschleppt - ein guter Krimistoff und genauso gut beginnt das Buch. Der Protagonist Dryden und sein persönliches Leben - die Ehefrau, die im Koma liegt, sein Beruf als Reporter - sind bekannt und gewinnen in diesem zweiten Band an Profil, ebenso wie Philipps Chauffeur, Saufkumpan und zweite Hälfte Humph, der Taxifahrer, der endlich einmal aus seinem Auto steigt.
Doch leider flacht das Buch ab. Zum einen, weil drei bis vier Erzählstränge geknüpft werden, die sich zwar letztlich in Maggies Geheimnis bündeln, aber erst nachdem sie sich in mehreren anderen Fällen verzettelt haben. Auch verwirrend: Die merkwürdige Chronologie der Kapitel ("Donnerstag, 5. Juni, Neun Tage früher", "Montag, 16. Juni, Tage später"); später / früher als was? Als die vorangegangenen Passagen? Als die folgenden?
Was Maggies Handeln und ihre Beweggründe angeht, hätte der Autor bedenken müssen: Je unfassbarer und bedrückender die Tat, umso triftiger muss der Grund, umso nachvollziehbarer das Motiv sein. Das ist es leider nicht.