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Kein Engel in der Finsternis: Kriminalroman
 
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Kein Engel in der Finsternis: Kriminalroman [Taschenbuch]

Anne Perry
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 509 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag); Auflage: DE (14. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404154576
  • ISBN-13: 978-3404154579
  • Originaltitel: Angels in the Gloom
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 302.736 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Anne Perry
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

1916 - der Erste Weltkrieg ist in vollem Gange. Der Feldgeistliche Joseph Reavley wird beim Grabenkampf verwundet und zurück nach England geschickt, um sich zu erholen. Er zieht bei seiner Schwester ein, in deren Dorf ein Wissenschaftler tot aufgefunden wird - offenbar ermordet. Der Prototyp des Geräts, an dem er arbeitete, wurde zerstört: die frühe Form eines Sonars, das den Kriegsverlauf entscheidend beeinflussen könnte. Bislang musste die britische Navy schwere Verluste durch deutsche U-Boote hinnehmen und hat große Schwierigkeiten, den Feind zu orten. Der Tod des Wissenschaftlers lässt nur einen Schluss zu: Das Forschungslabor muss von einem deutschen Spion infiltriert worden sein! Joseph nimmt die Ermittlungen auf.

Über den Autor

Anne Perry, 1938 in London geboren, musste als Zehnjährige wegen ihrer angegriffenen Gesundheit England verlassen und verbrachte einen Teil ihrer Jugend in Neuseeland und auf den Bahamas. Schon früh begann sie zu schreiben. Mittlerweile begeistert sie mit ihrem Helden, dem Privatdetektiv William Monk, sowie dem Detektivgespann Thomas und Charlotte Pitt ein Millionenpublikum. Die Autorin lebt in Suffolk.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Atempause 21. April 2011
Format:Taschenbuch
"Kein Engel in der Finsternis" ist der dritte Band der Reavley-Serie. Auch hier zieht sich wie ein roter Faden die Ermordung der Eltern der Geschwister Reavley und die Ereignisse um den geheimnisvollen "Friedensstifter" durch das ganze Buch. Diese Serie von Anne Perry sollte man unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen, denn alle Bücher sind weniger Krimi und doch mehr Kriegsroman bzw. Geheimdienstroman und somit alles andere als atemberaubende Thriller.
Gerade in diesem Teil der Serie steht der Kriminalroman, die Ermordung eines Wissenschaftlers, der an einem kriegswichtigen Gerät arbeitet, weit hinter dem eigentlichen Gesellschaftsroman zurück. Joseph Reavley, der eigentliche Hauptprotagonist, erhält in den Schützengräben einen sogenannten "Heimatschuß" und kehrt zur Genesung nach England zurück. Hier gönnt Anne Perry also sowohl der Hauptfigur wie auch dem Leser eine Atempause. Denn in England scheint das beschauliche Leben der Vorkriegszeit nahtlos weiterzugehen. Aber in Wirklichkeit greift der Krieg doch extrem in das Leben der zurückgebliebenen Mütter, Ehefrauen und Kinder ein, täglich werden Todes- und Vermißtenlisten ausgehängt und die Angst ist auch hier stets gegenwärtig.
Da Joseph bei seiner Schwester Hannah lebt, lernen wir nun auch diese und ihren Ehemann Archie mit ihren Sorgen und Problemen näher kennen.
Einen großen Raum nehmen in diesem Roman wieder die Spekulationen um den Friedensstifter ein und über lange Strecken hinweg philosophieren Joseph und seine unterschiedlichen Gesprächspartner, ob es den bereits Gefallenen gegenüber moralisch vertretbar wäre, den Krieg um jeden Preis (Niederlage Englands und Besatzung) zu beenden.
Der eigentliche Kriminalfall, der wieder eng mit diesem Gedanken zusammenhängt, wird zwar am Ende gelöst, aber es bleiben noch viele Fragen für den 4. und 5. Teil der Serie.
Die Autorin lässt es sich jedoch nicht ganz nehmen, das Kriegsgeschehen selbst näher zu beleuchten. Da Joseph als Protagonist wegen seiner Verwundung nicht zur Verfügung steht, wird Matthew, sein Bruder, der beim Geheimdienst arbeitet, diesmal mit einem Geheimauftrag auf ein Schiff und somit unmittelbar in ein schweres Seegefecht geschickt. Hier kann Anne Perry fast minutiös die furchtbaren Seekämpfe aufzeigen, die Schrecklichkeit des Krieges ist auch hier fast mit Händen zu greifen. Gerade die Ausweglosigkeit des Schiffes, das Ausgeliefertsein, ohne weglaufen zu können, erscheint hier dem Leser unendlich bedrückend. Gerade die Seegefechte waren in beiden Weltkriegen mit überdurchschnittlich vielen Verlusten besonders bitter, dies kann man in diesem Buch gut nachvollziehen.
Insgesamt ist es ein interessantes Buch, gut und flüssig geschrieben, aber aufgrund der Schwierigkeit des Themas, der langen philosophischen Passagen und der politischen Zusammenhänge der Ermordung des Wissenschaftlers sicherlich nicht jedermanns Sache. Zudem ist es eigentlich kein wirklicher Kriminalroman, sondern eher ein historischer oder auch Kriegsroman. Zu empfehlen für Leser, die sich gerade für diese Zeitepoche besonders interessieren.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwanengesang 3. Juli 2008
Format:Taschenbuch
Nach "Noch sind die Gräber leer", "Und sei des Todes Eingedenk", "Der Tod hat kein Erbarmen" ist "Kein Engel in der Finsternis" der 4 Teil der Serie um Josef Reavley. Die Bücher sind zwar nicht unbedingt in der genannten Reihenfolge zu lesen, es erleichtert aber das Begreifen der Zusammenhänge ungemein.
Die ganze Welt steht in Flammen, es herrscht der 1. Weltkrieg und Josef Reavley arbeitet als Feldgeistlicher in den Schützengräben vor Ypern, Westfront.
Wo in den ersten zwei Bänden noch Spannung herrscht, ungemein packende Beschreibungen des Lebens in den Schützengräbens und ein nachvollziehbarer kriminalistischer Handlungsstrang, setzt sich in Band 4 das fort, was sich in Band 3 andeutet.
Die Luft ist raus !!
Das Gebetsmühlenhaftige ständige wiederholen des als Tätersynonyms gedachten Begriffs " Friedensstifter " nervt einfach nur noch, die handelnden Personen werden immer weniger glaubhaft, dafür steigt reziproportional der Anteil gottgefälligem Gedankengutes und Taten.
Es wird höchste Zeit, daß die Autorin den Weltkriegszyklus mit dem befürchteten 5. Band beendet und zu dem zurückkehrt, was sie perfekt beherrscht. den viktorianischen Kriminalroman.
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Entsetzlich langatmig 17. März 2012
Format:Taschenbuch
Dass Anne Perry gern in Gefühltiefen wühlt, ist mir bereits bei ihren Krimis aufgefallen. Hier (und damit meine ich die ganze Reihe, nicht nur Kein Engel in der Finsternis) hat sie dermaßen übertrieben, dass ich nur noch kopfschüttelnd weiterblättern konnte. Kein Händedruck, kein Besuch, kein Spaziergang, keine Unterhaltung, die nicht begraben werden unter übersensiblen, ermüdenden Gefühlsmassen. Mich hat nur die Hoffnung aufrecht erhalten, die Handlung möge mal weitergehen, so wie ich es von Anne Perry gewohnt war. Hin und wieder gab es davon ein paar Einsprengsel.

Was mich noch mehr aufgeregt hat, war der unterschwellige Pathos des Heldentums, wo jeder Soldat einfach nur tapfer, treu, aufopfernd, kameradschaftlich bis zum Tode war. Da gab es keine Schurken, nur eine heilige Vaterlandsliebe. Und wehe, wer die nicht besaß, der war ein Feigling, und das war das Allerschlimmste überhaupt. Bei aller Schrecknis des Krieges, den Anne Perry sehr gut beschrieben hat, scheint stets der Glorienschein durch. Mir hat da ein Antagonist gefehlt, der eine andere Meinung vertritt. Der Friedenstifter hätte das sein können, wurde aber dadurch, dass er selber mordete und morden ließ, zu einer bösen Figur gemacht. Seine Ansichten wären es wert gewesen, gegen die Kriegsbesessenheit gestellt zu werden, doch seine ausufernden Pläne, die ganze Welt zu beherrschen, machten diese Ansichten von vornherein lächerlich. Es ergab sich da für mich ungeheuerlich viel Diskussionsstoff, der leider nicht thematisiert wurde. Das hätte ich spannender gefunden als seitenlanges Bespiegeln und Ausloten jedes Lächelns, jeder Geste, jedes Wortes.

Zwei Sterne konnte ich nur geben, weil Anne Perry gut schreibt, leider war der Inhalt langgezogen wie Gummi. Sie hätte aus 5 Bänden einen oder höchstens zwei machen sollen.
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