Damals (1984) ob des etwas perfektionistisch-antiseptischen Sounds von mir etwas schnöde links liegengelassen, was an der Güte der Songs rückblickend aber dann doch keinen nennenswerten Schaden angerichtet hat. Die Singles "Michael Caine" (mit originaler Wortmeldung, auch eine Superidee) und "One Better Day" (den erstklassigen Refrain erst nach knapp der Hälfte des Songs aus dem Köcher zu fischen muss man erstmal bringen. Plus schönes Abba-Reminiszenz-Piano) allererste Sahne, der Rest (bis auf den mir zu schunkeligen "Waltz Of Mischief") mitunter versteckt-scharfzüngig und auch sonst über jeden Zweifel erhaben. Und in "Samantha" haut Gitarrist Chrissie-Boy fast rockig in die Saiten (soweit das in ihrem strengen Pop-Kontext möglich ist). Heimlicher Hit: "Victoria Gardens."
Auf der Bonus-CD zwei Non-Album Singles: das eher schwache "Wings Of A Dove", dafür aber das schöne "The Sun And The Rain", eine klasse Live-Version von "My Girl", ein paar obskur-experimentell-überdrehte als auch klassische B-Seiten plus ein paar vernachlässigenswerte 12"-Mixe der Singles.
Auf jeden Fall besser als Blur, die ja in ihrer Pop-Phase Mitte der 90er eine Melange aus Madness und den Kinks zusammengerührt haben, was nur bedingt gelang. Finde ich.