witzig, scharfzüngig, spielerisch leicht
Ibo, ein junger Hamburger Türke, ist vollkommen in Leidenschaft zu Kung-Fu Filmen entbrannt. In seinen Träumen, seinen Gedanken dreht sich alles darum. Gefeierter Regisseur des ersten deutschen Kung-Fu-Films, das wärs. Aber dafür muss er erstmal klein anfangen: Und so dreht er Werbespots für die Dönerbutze seines Onkels - natürlich mit Kung - Fu.
Ibo wird gefeierter Star seines Viertels, die Döner Bude total beliebt - und damit entbrennt ein liebevoller Kampf mit dem gegenüberliegenden griechischen Restaurant, das nun leersteht. Der Kampf um die Kunden und wer sowieso der bessere Gastwirt im Viertel ist wird mit allen Mitteln ausgefochten. Ibo soll einen erneuten Spot drehen - und auch das griechische Restaurant buhlt in Form der schönen Kellnerin um Ibo's Gunst. Der hat allerdings inzwischen ganz andere Probleme:
Seine deutsche Freundin Titzi hat ihm gestanden, dass sie schwanger ist. Ibo soll sie heiraten und den Hausmann spielen, schließlich will Titzi Schauspielerin werden. Hausmann, soweit kommt's noch, denkt sich Ibo, erstmal, was sollen die Freunde sagen, zweitens uncool, drittens mit islamischer Familienkonstruktion nicht unbedingt vereinbar. Ibo zögert und wird unvermittelt von Titzi vor die Tür gesetzt. Nun allerdings wird ihm klar, wie sehr er sie vermisst, muss allerdings seinen Stolz überwinden, um zu ihr zu gehen und wieder um sie zu werben. Das ist schwer und so leidet Ibo unter seinem Dilemma und verarbeitet seine Gefühle vorerst in den Kung-Fu Werbespots für die Dönerbude.
Ein ganz phantastischer, heiterer Film über das Erwachsenwerden und die Träume,
verbunden mit dem Aufwachsen in einem offenen, toleranten, vollständig kulturenübergreifenden Milieu.
Ein sehr menschlicher Film.
SUPER!