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Der Kaukasus. Nationalitäten, Religionen und Großmächte im Widerstreit
 
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Der Kaukasus. Nationalitäten, Religionen und Großmächte im Widerstreit [Broschiert]

Wolfgang G. Lerch
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Broschiert: 180 Seiten
  • Verlag: Europa Verlag Hamburg (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3203795302
  • ISBN-13: 978-3203795300
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.027.023 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Schon das Buch-Cover verweist auf eine der entscheidenden Ursachen der gegenwärtigen Konflikte im Kaukasus: das Öl. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Völker der Region erneut zum Spielball der großen Politik. Beim "Great Game" der Großmächte geht es um die Kontrolle der Bodenschätze und ihrer Transportwege, aber auch um die Eindämmung eines Islam, der in Moskau und den Hauptstädten des Westens als Bedrohung empfunden wird.

Doch es sind nicht nur strategische, religiöse und ökonomische Interessen, die den Konflikten ihre besondere Brisanz verleihen. Es ist auch der Freiheitsdrang der kaukasischen Völker. Zunächst gegen die Unterwerfungsversuche der Zaren, dann gegen die Sowjetisierung und nun gegen die zwar geschwächte, aber noch immer starke russische Großmacht.

Der Kaukasus wird daher "eine offene Frage in der künftigen Gesellschaft und Geschichte Russlands bleiben", so Lerch. Über die Gründe und Ursachen dafür, die teilweise tief in der Vergangenheit wurzeln, berichtet er in seinem Buch. Dabei geht es ihm nicht darum, in allen Einzelheiten die oft schwierige gemeinsame Geschichte der kaukasischen Völker und ihres Zusammenlebens mit den Russen darzustellen, sondern die großen Linien in Historie, Politik und Kultur nachzuzeichnen, die das Verstehen der Konflikte erleichtern sollen. Ein Anspruch, dem das Buch in hervorragender Weise gerecht wird. --Stephan Fingerle

Über den Autor

Wolfgang Günter Lerch, geboren 1946, Studium der Germanistik, Philosophie, Islamkunde und Religionswissenschaft und unternahm zahlreiche Reisen in den Vorderen und Mittleren Orient. Heute arbeitet er als Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", wo er für den Nahen Osten und Nordafrika zuständig ist. Er ist Autor mehrerer Bücher.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leider nur 180 Seiten 15. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Das Buch von Günter Lerch will viel. Es will die Konflikte im Kaukasus erhellen und darstellen, wer warum mit wem in diesem Teil der Welt Probleme hat. Das ist auf nur 185 Seiten nicht möglich, dennoch sind einzelne Teile des Buches sehr gelungen. Im zweiten Kapitel "Schauplatz der Geschichte" wird in genügend Beispielen dargestellt, wie die russische Literatur zu einem romantisch-verklärten Kaukasusbild kam und wie dieses verzerrte Bild noch heute Einfluss auf die Art hat, wie die kaukasischen Völker wahrgenommen werden.

Doch in den anderen kurzen Kapiteln, die sich jeweils einer kaukasischen Region widmen, bleibt Lerch oft bei Andeutungen. Er nennt beispielsweise die in Armenien politisch sehr einflussreichen Daschnaken, geht aber nicht ausführlicher auf ihre Ziele und ihre Arbeitsweise ein. An manchen Stellen hat er schlicht falsch recherchiert. So schreibt er, dass das deutsche Gymnasium in Jerewan von der Bevölkerung sehr geschätzt würde. Es gibt in Jerewan kein deutsches Gymnasium. Es gibt Schulen, an denen Deutsch gelehrt wird und eine Waldorfschule, die auch schon von der deutschen Botschaft mit Schulmaterialien unterstützt worden ist. Außerdem unterrichten an der normalen staatlichen Mittelschule 5 zwei deutsche Lehrerinnen. In diesem Jahr wurde ein College für Fremdsprachen als Vorbereitung für die Fremdsprachenhochschule eröffnet. Deutsche Gymnasien sind das nicht, weder geschätzte noch verachtete.

An manchen Stellen kann man merken, dass sich die Kenntnis des Autors auf eine recht geringe Zahl an Gesprächen stützt. Das ist bedauerlich, wenn auch teils verständlich, da nicht viele kritische Zeitschriften und Zeitungen existieren, aus denen man sich Informationen beschaffen kann.

Es ist begrüßenswert, dass mit "Der Kaukasus" ein Buch zur Kaukasusproblematik erhältlich ist. Wer sich aber wirklich mit den Konflikten befassen will, der muss sich weiterhin noch andere Informationsquellen suchen, was nicht leicht ist.

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