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Kaufrausch. Die Geschichte der ostdeutschen Versandhäuser
 
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Kaufrausch. Die Geschichte der ostdeutschen Versandhäuser [Gebundene Ausgabe]

Annette Kaminsky
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 175 Seiten
  • Verlag: Links (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861531658
  • ISBN-13: 978-3861531654
  • Größe und/oder Gewicht: 29,6 x 21,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.019.154 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Annette Kaminsky
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Versandhäuser -- da denkt der Bundesbürger West zuallererst an Traditionsfirmen wie "Quelle", "Bader" oder "Otto", an dicke bunte Kataloge, die zweimal jährlich das Kaufhaus ins Wohnzimmer bringen, bequem frei Haus und natürlich auf Ratenzahlung. Zu jener tristen Zone der sozialistischen Mangelwirtschaft und des erzwungenen Konsumverzichts namens DDR mag ein Versandhaus dagegen nicht so recht passen.

In ihrem Buch Kaufrausch rekonstruiert Annette Kaminsky die turbulente Geschichte des DDR-Versandhandels. Zwischen 1956 und 1975 belieferten die Versandhäuser "konsument" und "centrum" den Osten Deutschlands, speziell die ländlichen und kleinstädtischen Gebiete, bevor zunehmende Produktionsengpässe und Lieferschwierigkeiten das ehrgeizige Unternehmen scheitern ließen.

In den sechziger Jahren, auf dem Höhepunkt des Versandhandels, hingen die SED-Bürokraten noch visionären Gedanken nach, wie die Projektskizzen für das DDR-Kaufhaus der Zukunft -- inklusive eines Landedecks für kleine Flugzeuge und unterirdischer Versorgungsstraßen -- belegen. Sie zeugen ebenso von der Aufbruchsstimmung und Technikbegeisterung der späten Ulbrichtjahre wie die damaligen Versandhauskataloge, die ihren westdeutschen Vorbildern in nichts nachstanden. Frei nach dem Motto "Überholen ohne Einzuholen" suggerierten sie einer staunenden Bevölkerung die von der SED propagierte Gleichheit der Lebensverhältnisse in Ost und West.

Dabei kam auch die Ideologie nicht zu kurz. Die Kunden sollten zum "sozialistischen Verbraucher" und "neuen Menschen" erzogen werden, und so führte bereits der Versuch, Herrenhosen "westdeutsche" Namen wie "Heino" oder "Jupp" zu geben, zu einem ideologischen Skandal.

Mit Kaufrausch ist Annette Kaminsky ein höchst informatives und zugleich unterhaltsames Buch gelungen, das einen wenig bekannten Aspekt der DDR-Geschichte näher beleuchtet. Der Versandhandel ist dennoch symptomatisch für die Krise des SED-Systems, denn seine Einstellung Mitte der 70er Jahre "nahm im Grunde den Bankrott der gesamten DDR-Wirtschaft vorweg". --Stephan Fingerle

Kurzbeschreibung

Am 17. Juni 1953 wurde in der DDR per Parteibeschluß der Versandhandel eingerichtet. Jährlich erschienen Kataloge, die - den westlichen Vorbilder nacheifernd - ein volles Warenangebot präsentierten. Gleichzeitig sollten die Kunden damit auch zum guten Geschmack, zum sozialistischen Verbraucher und zum neuem Menschen erzogen werden. Doch nach wenigen Wochen waren die gefragten Produkte oft ausverkauft, Nachschub nicht in Sicht. Zunehmende Produktionsengpäse ud Lieferschwierigkeiten ließen Mitte der 70er Jahre schließlich das gesante Versandsystem scheitern. Die Autorin hat die turbulente Geschichte der DDR-Versandhäuser rekonstruiert und eine Fülle von Bildbeispielen aus Ost und West zusammengetragen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zeitgeschichte mal anders 14. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wer sich heute ärgert, dass ein Versandhaus nicht das liefern, was man bestellt hat oder haben wollte, oder nicht glauben will, dass es auch in der DDR Versandhäuser gab, der sollte sich einmal dieses Buch ansehen. Denn: es gab Versandhäuser, auch wenn diese häufig viele Produkte aus dem Katalog gar nicht liefern konnten und die Anzahl der Kataloge stark beschränkt war, so dass sie herumgereicht werden mussten. Zwei Jahrzehnte lang dauerte der Versuch, durch den Versandhandel unterschiedliche Versorgungslücken zu schließen und gleichzeitig die Kunden zu erziehen an. Mit großem Interesse bei der Bevölkerung und leeren Lagern bei den Versendern, so dass das Projekt natürlich scheitern musste. Dieses Buch ist ein amüsanter und interessanter Rückblick, der sowohl ehemaligen DDR-Bürgern als auch Anderen großen Lesespaß bereiten dürfte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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