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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. August 2012
Das Buch enthält eine Menge interessanter Eröffnungsideen, jede Partie/Abschnitt reisst kurze eine Idee an, liefert ein paar Analysen und zeigt, wo Kaufmann (oder sein Computer) die Variante gegenüber den Vorgängerpartien verbessern würde. Das ganze Repertoire ist ganz gut durchdacht, basiert auf aktuellen und interessanten Varianten und das alles in einem kurzen Buch. Das Problem ist dann natürlich auch schon klar: strategische Erklärungen, typische Mittelspielstellungen, Pläne etc. können als Folge nicht gross erklärt werden. Wer nach einem Buch sucht, dass mehr als Varianten liefert, wir hier nur sehr bedingt glücklich. Es gibt schon ein paar Erklärungen, aber es ist kein Buch wie man es von Everyman Chess bekommen würde (und auch kein Buch mit solch analytischer Gründlichkeit wie GM Repertoire Bücher von Quality Chess). Man merkt, dass Kaufmann meistens die aktuelleren wichtigen Eröffnungsbücher geprüft hat (z.B. für seine Grünfeld-Kapitel für beide Seiten hat er Avrukh und Delchev angesehen). Aber ein grossteil der Empfehlungen scheint meist auf aktuellen GM Partien (er scheint ein Fan von Carlsen & Aronian etc. zu sein) und Computeranalysen zu beruhen. Das Kapitel dazu wie er da einiges gemacht hat, kann man auch als Anleitung verstehen, wie man systematische selber ein Repertoire Computer-mässig prüfen kann. Ob sich Kaufmann manchmal zu sehr auf seinen Computer verlässt sei dahin gestellt, zumindest kann man sich sicher sein, dass er alle Varianten mit dem Computer geprüft hat.

Als etwas stärker Spieler (Elo/DWZ 21xx) fand das Buch ganz nützlich, um für mein Repertoire ein paar neue Idee zu finden. Das Buch hat mich auch auf ein paar neue Eröffnungstrends unter den Grossmeistern aufmerksam gemacht, die ich noch nicht bemerkt hatte (z.B. Modernes Benoni mit Lf4 + e2-e3 statt e2-e4). Für die Sachen, die ich wirklich spielen will habe ich dann aber noch ordentlich Zeit investiert, um selber zu analysieren und die Stellungen (hoffentlich) zu verstehen. Wenn man genau das will, dann kann dies ein sehr nützliches Buch sein.
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am 23. Juni 2015
Ich verwende eine digitale Version dieses Repertoires und kann daher zur Qualität des gedruckten Buches keine Angaben machen. Die Qualität der Varianten ist sehr hoch in dem Sinne, dass Kaufman und seinen Engines nur geringste Fehler unterlaufen sein dürften. Natürlich wird die Theorie sich weiterentwickeln, aber für die nächsten fünf Jahre sollte dieses Buch locker halten.

Ich benutze Kaufmans Buch zur Ergänzung meines bestehenden Weißrepertoires sowie als Schwarzrepertoire und als allgemeines Eröffnungslehrbuch, in dem ich abends gern noch ein wenig schmökere. Das hat sicherlich damit zu tun, dass Kaufmans Repertoire ausgesprochen ambitioniert ist -- alles auf einmal kann man da kaum lernen, und da Kaufman fast durchweg sehr scharfe Abspiele wählt, tut man gut daran, sich viel Zeit für die Einarbeitung zu nehmen. Dazu gehört, die jeweiligen Varianten am heimischen Rechner durchzugehen und sich anzuschauen, was denn passiert, wenn der Gegner (oder man selbst) mal nicht das spielt, was Kaufman angibt. Oft führt so eine Abweichung direkt ins Desaster, aber das muss man ja auch erst einmal sehen. Außerdem führt diese eigenständige Arbeit (eben durch Kenntnis der Fallstricke) zu einem besseren Verständnis der Stellungen und damit des Repertoires, und letztlich kann man die eigene Arbeit eben bis zur Erfindung des Nürnberger Trichters nicht ersetzen.
Die Erklärungen zu den strategischen Motiven oder den zentralen Merkmalen einer Stellung sind Kaufman durchweg gelungen.

Alles in allem ordne ich das Buch wie folgt ein:
Wer ein ganz neues Repertoire lernen will, nimmt sich hiermit extrem viel vor.
Wer sein d4-Repertoire erweitern oder ergänzen will, hat hier eine Menge hervorragender Optionen. Wer mit Schwarz die offenen Spiele lernen will, hat hier möglicherweise das beste Buch aller Zeiten zur Hand. Das Repertoire gegen d4 beruht auf Grünfeld-Indisch und ist weniger arbeitsintensiv, als ich befürchtet hatte. Außerdem geht Kaufman im Weiß- wie im Schwarzrepertoire auf sehr viele seltene Varianten ein, auch wenn er manche Varianten natürlich doch ausspart. Hier muss man dann wieder selbst mit anderer Literatur oder einer Eröffnungsdatenbank nacharbeiten.
Für den selektiven Gebrauch scheint mir dieses Repertoirebuch hingegen perfekt zu sein. Damit ist aber auch klar, dass es sich in jedem Fall an sehr ambitionierte Spieler richtet, denn ohne eine gewisse Entschlossenheit und Entschiedenheit, diesen oder jenen Teil des eigenen Repertoires mit merklichem Aufwand zu verändern, wird es nicht gehen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. April 2013
Etikettenschwindel

Kurzfazit vorweg: Das Repertoire ist unvollständig. die Analysen sind brauchbar für starke Spieler, die Beschreibung der Methode ist interessant.

Im Einzelnen:
Kaufman beschäftigt sich mit 1.d4-Eröffnungen für Weiß. Für Schwarz schlägt er Grünfeld-Indisch und Spanisch, Breyer-Variante, vor.
Ich wollte mich nach Jahren der Inaktivität wieder mit einem schlagkräftigen Repertoire ausstatten und kaufte dieses Buch. Ich denke nicht, dass es mir hilft.
1.Manche Bereiche werden mehrfach abgedeckt. Z.B. schlägt Kaufman gegen das abgelehnte Damengambit die Abtauschvariante vor. Dazu gibt es drei Beispielpartien, gut analysiert. Als Alternative 5. Lf4 (mit Sf3 und Tc1, e3 wird zurückgestellt). Dazu gibt es eine Beispielpartie (Grischuk-Gelfand, Kazan 2011, vorteilhaftes Turmendspiel für Weiß, remis nach 49 Zügen). Schließlich beschäftigt Kaufman sich noch mit 1.Sf3. Ohne Beispielpartie zu Übergängen ins Damengambit (und auch keiner Reservelösung wie Reti, dazu hätte er dann noch 10 Seiten schreiben müssen)! Das ist zuviel! Und vernünftig erklärt wird nur die Abtauschvariante.
2.Manches fehlt. Z.B. 1.d4 d5 2.c4 c6 3. Sf3 und nun kommt ausschließlich 3. ... Sf6. Ob man exotische Varianten wie 3.... Db6 oder regelrechte Fehler wie 3.... Lf5 abhandeln muss, darüber kann man sicher streiten (Khalifman geht in seinen Repertoirebüchern auf sowas ein, aber das sind natürlich monumentale Mehrbänder und entsprechend teuer). Auf jeden Fall hätte aber 3.... dxc4 besprochen werden müssen. Das ist ein ganz normaler Zug! Mit jeder Menge Mainstreamtheorie.
3.Besonders schlimm für einen normalen Vereinsspieler fand ich Auslassungen im Schwarzrepertoire beim Damenbauernspiel. Als Schwarzer strebt man à la Kaufman mit Sf6 und g6 Grünfeld an. Gegen weisses Lg5 spielt man auch tatsächlich d5, gegen Lf4 schlägt Kaufman aber d6 vor. Diese Art Pirc/Königsindischstellung wird nicht besprochen oder erläutert. Es gibt nur eine Partie dazu, in der Weiß sich mit dem primitiven Bauerndreieck c3, d4, e3, begnügt. An keiner Stelle wird erläutert, wie man spielen soll, wenn Weiß später doch c4 zieht.
4.Das weisse Alternativrepertoire mit 1.Sf3 stimmt nicht mit dem Rest überein. Gegen Holländisch schlägt Kaufman im Hauptrepertoire zB ein scharfes Vorgehen mit frühem Lg5 vor. Diese Varianten funktionieren alle nicht, wenn Weiß 1. Sf3 gezogen hat. Bei Kaufman findet sich aber kein Hinweis, was man nach 1.Sf3 f5 tun soll.
5.Durchaus lesenswert sind die Einleitungen, die Arbeit mit dem Computer, die Auswirkungen auf das Spielverständnis und der Wert der Figuren (Läuferpaar = 7,5 Bauerneinheiten, hab ich so noch nie betrachtet, faszinierend!).

Fazit: Als Repertoirebuch unbrauchbar, da unvollständig. Die (Computer-) Analysen komplexer aktueller kritischer Stellungen aus d4-Eröffnungen, Grünfeld und Spanisch scheinen hohes Niveau zu haben. Das Buch gehört in eine der Reihen „Trends in...“ oder Dangerous Weapons“. Allerdings eher mit (sehr) starken Spielern als Zielgruppe. Den normalen Vereinsspieler interessiert vielleicht die Beschreibung des Vorgehens bei der Erstellung der Computeranalysen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2013
Meine Spielstaerke liegt bei 2000 DWZ und ich muehe mich seit ueber einem Jahr mit diesem Repertoire ab.
GM Kaufman ist Mitentwickler des Computerprogramms 'Komodo' und was er im vorliegenden Buch praesentiert ist dann auch ein Computer-generiertes Eroeffnungsrepertoire.
Positiv ist dass man fuer relativ wenig Geld ein komplettes Repertoire fuer Weiss und Schwarz auf rund 500 Seiten bekommt, und dass dieses Repertoire Computer-geprueft ist.
Das waren dann auch schon die positiven Punkte.
Negativ ist, dass es sich um ein Computer-generiertes Repertoire handelt, das weitgehend ohne Erklaerungen vorgestellt wird. Man muss die Varianten zumeist gnadenlos auswendig lernen. Das ist allerdings unmoeglich (wie ich seit einem Jahr feststelle). Ausserdem fuehrt das Repertoire sehr oft in voellig unueberschaubare Stellungsmuster, in denen man ohne Computer total verloren ist, selbst wenn man es schaffen sollte, die abgedruckten Varianten auswendig zu lernen; wenn der Gegner von der vorgegebenen Zugfolge abweicht steht man zumeist ohne Plan da und hat sich eben nur selbst in Schwierigkeiten gebracht.

Das Buch selbst ist schoen gedruckt und in ein stabiles Flexcover gebunden (typisch NIC-Verlag). Die Idee, die Seiten des Schwarzrepertoires verkehrt herum zu drucken ist wenig sinnvoll; man muss daher staendig das Buch umdrehen wenn man vom Weissrepertoire zum Schwarzrepertoire wechselt. Viel sinnvoller waere es stattdessen gewesen die DIAGRAMME des Schwarzrepertoires aus der Sicht von Schwarz abzudrucken; dies hat man aber leider nicht gemacht, so dass ein Studium/Auffrischung des Schwarzrepertoires ohne Brett kaum moeglich ist.

2 Punkte fuer das gute Preis-Leistungsverhaeltnis fuer ein computergeprueftes Repertoire in einem stabilen Flexcover-Buch.
Fuer ein Over-the-Board Schachspielen ohne Computerhilfe finde ich das Repertoire dann aber eher kontraproduktiv. Man muss viel Zeit investieren, viel auswendig lernen und am Ende geraet man beim Spielen doch immer wieder in Schwierigkeiten, weil man sich oftmals ohne Plan in einer schwierigen Stellung wiederfindet.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2014
für mich persönlich fast schon zu tiefgehendes Reperoire für den ambitionierten Schachspieler.
Das von Bangiev ist auch sehr gut, aber das von L. Kaufman sagt mir mehr zu obwohl beide Werke
ihre Schwerpunkte in verschiedenen Bereichen des Schachwissens haben.
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