Im Reiseführer über Slowenien las ich, dass praktisch alle Slowenen die deutsche oder englische Sprache beherrschen. Die Wirklichkeit sah zuweilen anders aus, zumindest abseits der touristischen Zentren. Wie erfreulich und erleichternd, dass ich dank des "Kauderwelsch"-Bändchens dennoch jederzeit meinen Kaffee bestellen, Briefmarken zu den Ansichtskarten kaufen und ein paar Nettigkeiten loswerden konnte! Und selbst jenen Slowenen, die einwandfrei deutsch oder englisch sprachen, zauberte ein von uns Touristen eingeworfenes "Hvala lepa" (dankeschön) oder "Na svidenje" (Auf Wiedersehen) ein Lächeln ins Gesicht. Dies hatte der Sprachführer übrigens auch versprochen.
Mir kam der Aufbau des Slowenisch-"Mini-Crashkurses" sehr entgegen. Grammatik wechselt sich mit wichtigen Sätzen für verschiedene Situationen und Redensarten ab, hinten findet man neben einem (natürlich nur die wichtigsten Wörter enthaltenden) deutsch-slowenischen und slowenisch-deutschen Wörterbuch ein praktisches Glossar.
Etwas ungeschickt ist es wohl, dass grammatikalische Formen (wie die Zweizahl) und Ausnahmen, die man als Anfänger oder Tourist nun wirklich nicht braucht - und das steht auch im Sprachführer -, ausführlich neben der Standardgrammtik behandelt werden. Andererseits weiß ich nicht, wo man sie sonst unterbringen sollte, denn unterschlagen kann man sie schließlich auch nicht. Dennoch habe ich mich immer wieder mit "unnötigem Kram" herumgeschlagen, obwohl ich eigentlich keine Zeit dazu hatte - der Aufbau des Buches zwingt einen fast dazu.
Im Gegensatz zu einem anderen Rezensenten hatte ich mit der Aussprache bzw. Silbenbetonung keine Schwierigkeiten; ich habe mich einfach an den Führer gehalten, und wenn etwas falsch war, haben mich die Slowenen korrigiert. Verstanden haben sie mich allemal, und mehr wollte ich gar nicht erreichen (dies ist ja auch das Ziel dieses Sprachführers).
Ein paar nützliche Tipps über Land und Leute finden sich ebenfalls im Kauderwelsch-Bändchen.
Fazit: Innerhalb weniger Wochen, mit ziemlich geringem Zeitaufwand, konnte ich mir recht einfach Grundkenntnisse in dieser mir zuvor völlig fremden Sprache aneignen. Und diese Grundkenntnisse wiederum haben unseren Urlaub auf jeden Fall bereichert.