".....schließlich kann man im Stil einer Kirchenpredigt kein Bier bestellen."
(Autor Roberto Strauss zur Entstehung des modernen Hebräisch; Seite 13)
Das auch Iwrit genannte Neuhebräisch ist als gezielte Weiterentwicklung des Alt- und Mittelhebräischen der bisher einzige gelungene Versuch, ein als Muttersprache beinahe ausgestorbenes altertümliches Idiom, wiederzubeleben und zu einer weltweit gebrauchten, modernen Standardsprache zu machen.
Nach einem Vorwort, Hinweisen zur Benutzung des im Juni 2009 bereits in seiner zehnten (!) Auflage erschienenen Sprachführers und einer allgemeinen Einleitung zur Sprache, Alphabet, Aussprache und "drei Wörter zum Warmmachen" folgt ein 37seitiger Grammatikteil, der in vierzehn Abschnitte, von "Artikel und Hauptwörter" bis "Die Zeit" untergliedert ist. Im darauf folgenden Kapitel "Konversation" finden sich die häufigsten Redewendungen für die wichtigsten Reisesituationen. Hinweise zur Umgangssprache und dem Jiddischen fehlen hierbei ebenso wenig, wie "Liebesgeflüster" und "Schimpfen und Fluchen". In einem abschließenden Anhang gibt es neben Büchern und Internet-Links zum Weiterlernen und einer Vorstellung der Autoren, eine 11seitige Wörterliste Deutsch-Hebräisch und eine 12 1/2seitige für Hebräisch-Deutsch. Gerade die erste Liste erweist sich bei vorsichtigen Versuchen der Sprachanwendung als besonders hilfreich.
Die beiden Umschlagsklappen zu Beginn und Ende des damit insgesamt 131seitigen, handlichen (14,7x10,8x2cm) Büchleins halten neben den häufigsten Floskeln und Redewendungen, auch kleine Listen mit den wichtigsten Fragewörtern, Richtungs- und Zeitangaben. Zahlen und einer Lautschrift bereits. Mittels einer "Wort für Wort Übersetzung" der Beispielsätze wird zunächst die Systematik der Hebräischen Sprache, die sich in Satzbau und Ausdrucksweise vom Deutschen unterscheidet, offenbart. Danach folgt stets eine zweite Übersetzung in ein grammatikalisch korrektes Hochdeutsch. Zu Beginn der Vor-Ort-Benutzung des Sprachführers gestaltet sich die Hinzuziehung der vorderen Umschlagsklappe zur korrekten Aussprache zwar als etwas umständlich, wird bei fortgeschrittener Anwendung jedoch entbehrlich. Dies ist wohl auch der Grund, weshalb vom Autor auf eine zusätzliche Lautschrift für Wörter, Begriffe und Redewendungen verzichtet werden konnte.
"Hebräisch Wort für Wort" ist in struktureller und didaktischer und Hinsicht optimal aufgebaut. Originell ist, dass im Hinblick auf das Erlernen von Zahlen, auf jeder Seite neben der Seitennummer auch deren hebräische Bezeichnung angegeben ist. Als "Sprechführer" bietet er zudem landesspezifische Hinweise zur nonverbalen Kommunikation (Handzeichen, Gesten, Zungenschnalzen), die auch für einen Sprachkundigen zur Kontaktaufnahme unerlässlich sind.
Aus der Vielzahl der auf dem Markt erhältlichen Wörter- und Lehrbücher für Neuhebräisch war der "Kauderwelsch Band 37" timediver® im März 2010 ein praktischer und nützlicher Reisebegleiter im "Heiligen Land"; besonders empfehlenswert und mit 5 Amazonsternen zu bewerten.