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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Katzenzungen" als Symbol für vermeintliche Geborgenheit?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Katzenzungen (Gebundene Ausgabe)
Gemeinsamkeit und Geborgenheit fanden die 3 unterschiedlichen Freundinnen Nora, Dodo und Claire anscheinend nur in ihrer Jugendzeit. Spätestens nach dem Abi-Ball beginnen die Lügen, Feindschaften und Gemeinheiten untereinander. Diese werden jedoch aus "Freundschaftlichkeit" nie wirklich bereinigt. Jahrelang ist es Nora, die die jährlichen gemeinsamen Treffen organisiert, die aber oberflächlich bleiben. Bei diesem letzten Treffen kommt es langsam, aber sicher zum Eklat. Die finale Frage und Einsicht "Kennt überhaupt irgend jemand einen anderen Menschen wirklich?" kommt zu spät für die Freundinnen: sie haben sich viel zu lange etwas vorgemacht.Die abwechselnden Gedanken und Dialoge der 3 Freundinnen sind geschickt und spannend hintereinandergefädelt, so dass man das Buch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen möchte. Es gibt gleichzeitig drei Ich-Erzähler, jeder kennt aber vom anderen nur ein Stück aus seiner persönlichen Sicht. Zum Austausch der Gedanken untereinander kommt es fatalerweise erst beim schockierenden Schluss, bis dahin wird ständig Spannung aufgebaut. Ein rundum gelungenes Buch über Freundschaft, Lebenslüge und sogenannter Liebe! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Marmor, Stein und Eisen bricht ...,
Rezension bezieht sich auf: Katzenzungen (Gebundene Ausgabe)
10 Jahre schon fahren drei Freundinnen für ein paar Tage zusammen weg. Die drei Charaktere sind so verschieden wie ihre Namen: Dodo, die alleinerziehende, etwas schnoddrige und doch charmante Lebenskünstlerin, Nora, die wohlerzogene Tochter aus gutem Hause, gut situiert und scheinbar glücklich verheiratet, und die kühle Claire - attraktiv und erfolgreich. Ihre Freundschaft aus Kindertagen ist von der Vergangenheit belastet. Es kommt, wie es kommen mußte: zum Eklat. Alle drei sind untereinander verwoben in Anschuldigungen und Schuld, die nach und nach zum Vorschein kommen. Dieses langsame Aufbrechen der glatt gebügelten Freundschaft ist sehr spannend zu lesen. Reizvoll ist vor allem die jeweilig wechselnde Erzählperspektive der Protagonistinnen. Die drei Stereotypen werden klar modelliert mit all ihren Ecken und Kanten und wachsen einem ans Herz, ohne dass man einer Person den Vorzug geben könnte. Die Drehbuchvergangenheit der beiden Autorinnen läßt sie auch das Buch wie einen Film schreiben. Stück für Stück bauen sie eine Spannung auf, die zuletzt überladen wirkt. Die Geschichte verliert durch zu viele Verstrickungen und Widersprüche der Freundschaft an Glaubwürdigkeit. Nichtsdestotrotz eine sehr empfehlenswerte Erzählung, die einem die kleinen und großen Schwächen im Umgang mit anderen spiegelt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hervorragende Belletristik,
Rezension bezieht sich auf: Katzenzungen (Taschenbuch)
Der Roman „Katzenzungen" handelt von drei Jugendfreundinnen, die sich immer mal wieder treffen. Die unterschiedlichen Charakterzüge der Frauen wurden von den Autorinnen Martina Borger und Maria Elisabeth Straub hervorragend herausgearbeitet und dargestellt. Jede der Freundinnen hat ein dunkles Geheimnis, das auch dem Leser anfangs verborgen bleibt. Diese Geheimnisse ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman, der dadurch fast schon an einen Krimi erinnert. Der sarkastische Unterton ist die größte Stärke des Romans. Der Leser wird durch die abwechselnde Erzählperspektive, die keinesfalls plump wirkt, vollends emotional in die Gefühlswelt der Protagonistinnen involviert. Nur an ganz wenigen Stellen wirkt der Roman ein bisschen zu klischeehaft oder aufgesetzt; eine Schwäche, die durch die konstituierte Spannung jedoch vollends aufgehoben wird. Beim Lesen dachte ich immer wieder, dass dieser Roman genau der richtige für meine Mutter wäre. Doch auch für mich, die ich Mitte der 80er Jahre geboren wurde, war „Katzenzungen" ein Erlebnis. Interessant ist vor allem die Vergangenheit der Freundinnen: Die Aufbruchsstimmung der 70er Jahre, die Zeit der Atomkraftgegner in den 80er Jahren und der Höhepunkt der Emanzipation fließen wie selbstverständlich in die Handlung mit ein. Ebenfalls sehr gut dargestellt sind die verschiedenen familiären Hintergründe der Freundinnen. Da gibt es die gesellschaftlich anerkannte, etwas spießige, scheinbare Heile-Welt-Familie, die alleinerziehende Mutter und die Adoptiveltern- nichts bleibt dem Leser erspart. „Katzenzungen" ist rührend und sarkastisch zu gleich erzählt: Zum Lesen genau das Richtige für einen freien Morgen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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