Auch wenn die Geschichte irgendwie schnulzig ist, so ist sie doch mitreißend. Christel Scheja versteht es, durch ihre Ausdrucksweise, den Leser Seite um Seite an ein Buch zu fesseln. Sie ist eine der wenigen Autorinnen dieser Reihe, bei der ich bedenkenlos den nächsten Roman kaufen würde, ohne auch nur auf den Buchrücken geschaut zu haben. Vielleicht kennt der eine oder andere ihren Namen von zahlreichen Fantasykurzgeschichten. So ist es nicht verwunderlich, daß diese Erzählung vollends überzeugt: Djamila, eine Diebin, lebt in ständiger Rivalität - wenn man das so sagen darf - zum örtlichen Gardisten Ilnamar. Er versucht sie zu schnappen, sie entwischt im letzten Augenblick. So geht es lange Zeit, bis eines Tages das Glück auf seiner Seite steht. Leider bleibt ihm nicht viel Zeit, dies auszukosten: Ein viel mächtigerer Feind macht sich bemerkbar und die beiden Rivalen sehen sich ihm gemeinsam gegenüber. Wie schon angedeutet, liest sich diese Geschichte hervorragend, so daß man schnell und immer schneller versucht, zum Ende zu kommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen ähnlicher Bauart (spannend, spannender, ...), fällt er zum Ende jedoch nicht in ein tiefes Loch, da die ganzen Erzählstränge keine logische Verknüpfung mehr finden, sondern sie lösen sich zum Wohlgefallen des Lesers vorzüglich auf. Definitiv einer der besten Romane dieser Reihe! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)