Es ist Zeit für etwas Neues. "In mir brennt die Sonne" ist mitnichten einer jener oberflächlichen Fantasyromane, die wenig erklären und immer demselben Schema folgen. Neu ist aber nicht nur der Ort, zu dem Sie reisen werden, oder die Charaktere - neu ist auch die Geschichtenerzählerin.
Darum geht es: Catherine ist keinesfalls glücklich mit ihrem Leben, da ist sie sich sicher. Aber als sie durch den Sturm ihrer zurückgedrängten Gefühle in eine Welt stürzt, in der sie nichts und niemanden kennt, scheint ihr nur die Wahl des größeren Übels zu bleiben. Zwar hat sie nun eine Liebe, zwei Personen, die an ihrer Seite stehen, unendlich viel Neues zu entdecken und jemanden, der ihr Vertrauen fordert - aber gleichzeitig macht ein Unfall sie zu einem Mischwesen, halb Mensch, halb Katze, und auch wenn diese Kombination ihren Charakter nur zu gut beschreibt, macht es sie doch noch deutlicher zu einem Außenseiter als sie es in ihrer Heimat war ...
Besonders an an diesem Buch an diesem Buch ist neben der VIEL realistischeren Handlung als in diversen anderen Titeln (in diesem gibt es endlich einmal keine Eiswüsten direkt neben Steppen oder ständig putzmuntere, kerngesunde Helden) die stark auf Gefühle ausgerichtete Erzählung. So tiefgründig beschäftigt sich selten ein Autor mit der Zerrissenheit seiner Charaktere, dennoch verleiht es dem Buch seinen ganz eigenen Geschmack.
Außerdem ist dieses mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass Christopher Paolini NICHT der König der jungen Fantasyautoren ist ... manche können eben auch eine tiefgründigere Story entwickeln!
Ich persönlich habe das Buch sozusagen in seiner "Entstehungsphase" begleitet und bin wohl etwas voreingenommen ... dennoch, ich kannte schließlich nicht das ganze Buch, nur den groben Inhalt und die Personen, also zählt das wohl nicht. Mir gefallen besonders diese vielen kleinen Wortspielchen, die die Charaktere einander zuwerfen ... außerdem alles oben genannte, dass Catherine zum Beispiel das ganze Abenteuer nicht wie in Watte verpackt "übersteht".
Was heißt übersteht, es geht schließlich weiter ... Auf jeden Fall:
Lesen!