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Katzenmenschen - Arthaus Collection Klassiker
 
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Katzenmenschen - Arthaus Collection Klassiker

Simone Simon , Kent Smith , Jacques Tourneur    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,68 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Simone Simon, Kent Smith, Tom Conway
  • Regisseur(e): Jacques Tourneur
  • Komponist: Roy Webb
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 16. September 2010
  • Produktionsjahr: 1942
  • Spieldauer: 69 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003M22BCS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.509 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Nur wenige Monate nachdem sie sich im Zoo vor dem Raubtierkäfig kennen gelernt haben, heiraten Oliver und die in Serbien geborene Irena auch schon. Den Vollzug der Ehe verweigert Irena allerdings, da sie glaubt, von sogenannten Katzenmenschen abzustammen, die sich bei großer emotionaler Erregung in Raubtiere verwandeln. Oliver überredet Irena, den Psychiater Dr. Judd aufzusuchen, während er selbst Verständnis bei seiner Arbeitskollegin Alice sucht. Als Irena davon erfährt, wird ihre Eifersucht geweckt...

Produktbeschreibungen

Vor einem Raubtiergehege lernen sich Irena und Oliver kennen. Bereits nach kurzer Zeit heiraten sie. Doch die junge Ehe wird durch ein großes Problem belastet: Irena glaubt, dass sie mit einem Fluch belegt ist und von den mythischen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Der amerikanische Kritiker John McCarthy fasste 1973 den Stil des Regisseurs Jacques Tourneur wie folgt zusammen: "Seine Horrorfilme entstehen nicht nur aus der Fantasie, sondern sie handlen auch von Fantasie. Dies ist es, was ihn von anderen Filmemachern unterscheidet. Seine Domäne ist das Land zwischen Licht und Schatten, wo das Übernatürliche und das Rationale kollidieren, wo sich Illusion und Wirklichkeit überschneiden. Wenn seine Filme auf ein zentrales Thema reduziert werden können, dann darauf: Um im Dunkeln zu sehen, muss man zuerst das Licht ausmachen".
"Cat People" entstand 1942 und sein Erscheinen in der Arthaus Klassiker Collection ist für mich persönlich eine der erfreulichsten, auf dem deutschen Markt erscheinenden Veröffentlichungen im DVD-Bereich und gibt natürlich Hoffnung, dass weitere Meisterwerke von Tourneur wie "Ich folgte einem Zombie" oder "Goldenes Gift" folgen werden.
In der ersten Szene spielt ein Leierkasten, der Schauplatz ist das Raubtiergehege eines Zoos. Dort versucht die aus Serbien stammende Irina Dubrovna (Simone Simon "Bestie Mensch") den aggressiven Panther zu zeichnen. Doch sie scheint mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden zu sein, ihre Versuche auf Papier knüllt sie zusammen und wirft sie fort. Genauso faszinierend wie die junge Frau das Raubtier findet, so sehr wird auch sie von einem jungen Mann faszinierend beobachtet, es ist der Ingenieur Oliver Reed (Kent Smith), der sich spontan in die schöne Frau verguckt. Irena hat keine Freunde in Amerika, so lädt sie Oliver im Anschluss noch zu einer Tasse Tee ein. Das Haus in der Irina wohnt, wirkt geheimnisvoll. Im dunklen Gang führt eine Treppe in die Wohnung, die ebenfalls dunkel und düster wirkt. Wenn das Fenster geöffnet ist, dann hört man die die Laute der Raubkatzen vom Zoo in der Nähe. Eine Statue zeigt König Johann von Serbien, wie er eine große schwarze Katze aufspießt. Und dieses Bild gleicht einem von Irinas vor dem Gehege weggeworfenen gezeichneten Versuchen.
Irina erzählt Oliver die Geschichte ihres Dorfes in Serbien, dass in der damaligen Zeit von den Mamelucken heimgesucht wurde, die eingefallen sind. Der König vertrieb die Eindringlinge, fand aber furchtbare Dinge vor. Die Dorfbewohner verfielen einem Satanskult, weihten ihre Messen dem Teufel und waren zu Hexen geworden. Manche wurden vom König gerichtet, doch die schlimmsten und klügsten von Ihnen verschwanden in die Berge. Und seither verfolgt das Böse seit Jahrhunderten das Dorf der Geburt.
Oliver hält nicht viel von diesem Unsinn, schnell wird geheiratet. Doch die Ehe steht durch Irinas Angst unter einer starken Zerreißprobe. Sie befürchtet, wenn sie den Mann küsst oder berührt, dass sie sich in ein Raubtier verwandelt könnte. Olivers beste Freundin Alice Moore (Jane Randolph) hat auch das Gefühl, dass Irina im jetzigen Zustand ein Fall für den Psychiater ist. Kann Dr. Louis Judd (Tom Conway) der offensichtlich psychisch kranken Frau helfen und die Ehe retten ?
"Cat People" ist einer der besten Horrorfilme aller Zeiten, obwohl er bewusst darauf verzichtet, das Schrecken tatsächlich zu zeigen. So ist der gefährliche Panther immer dann am bedrohlichsten, wenn man ihn nicht sieht. Legendär ist die Szene, bei der Alice in der Nacht nach Hause läuft und langsam bemerkt, dass sie nicht nur ihre eigenen Schritte im Dunkel hört. Sie wird ängstlich, immer schneller und hat irgendwann das Gefühl von etwas Gefährlichem verfolgt zu werden, nicht nur der Zuschauer ahnt, dass hinter ihr eine totbringende Raubkatze auf der Jagd lauert.
Ebenso klasse die Sequenz im kleinen Zooladen um die Ecke, wenn Irina und Olvier das Kätzchen, dass vor Irina Angst hat, in einen Kanarienvogel umtauschen wollen. Beim Eintritt Irinas spielen alle Kleintiere in den Käfigen verrückt.
Fazinierend auch die Vermischung von Realität und dem Offenbaren einer alten Sage, die scheinbar - zumindest in den Köpfen - immer noch als präsentes Märchen existiert und durch mehrere Indizien immer mehr an Wirklichkeit gewinnt.
Kameramann Nicholas Musuraca mischt auch gekonnt in die Horrorstory expressionistische Stilmittel und Noir Optik.
Der Film wurde damals für die RKo Radio Pictures Studios ein großer Wurf, in den 80er Jahren versuchte sich Paul Schrader an einem Remake, dass zwar ganz nett unterhalten kann, aber in keiner Weise die faszinierende Art des Originals vermitteln kann.
"Cat People" gehört zu meinen vielen Lieblingsfilmen....
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amazon bestätigter Kauf
Der Film geht nur 69 Minuten. Aber diese verhältnismäßig kurze Zeit ist in jeder Minute spannend, verstörend und stellenweise unheimlich.
Es geht um unterdrückte Sexualität. Es geht um Wahrhaftigkeit und ihren Preis. Es geht um Offenheit und Geheimnis und wann etwas besser verborgen bleibt
und wann offen gelegt werden muss. Inwieweit der Exorzismus eine allegorische Rolle spielt, bleibt mir etwas unklar. Ich selbst kannte den Film nicht, sondern bin durch das
Buch "Der Kuss der Spinnenfrau" darauf gestoßen. Ich empfehle, zuerst das Buch zu lesen und dann den Film sich anzusehen. Prädikat: Besonders wertvoll.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
...die Gräben waren viel zu tief - aber nicht tief genug, dass nicht ein Panther drüberspringen könnte?

Unterdrückte Sexualität (man möge mir daher den etwas billigen Gag in der Überschrift verzeihen) wecken das Tier in der Frau, nur mühsam kaschiert hinter einer Legende aus dem serbischen Heimatdorf Irenas (Sinome Simon, von der Lars-Olav Beier zu Recht schreibt: Sie tritt nicht auf, sie erscheint). In dunklen Kostümen mit wunderschönen Broschen eine aufregende Mischung aus elegant und wildromantisch, verfällt ihr der etwas biedere Amerikaner Oliver (Kent Smith). Die beiden heiraten - und "leben" (haha!) doch nicht zusammen, denn davor hat Irena Angst. "Ein kleines Blickgeplänkel sei erlaubt Dir / Doch denke immer: Achtung vor dem Raubtier!" Marlene Dietrichs Zeilen werden zur Wirklichkeit. Der Film hat zwar ein so geringes Budget, dass er mit wenigen Schauplätzen, wenigen Darstellern, geringer Länge, mies getrickstem Kunstschnee und ohne Special Effects auskommen muss. Dies alles kompensiert er aber mit einer ansprechenden psychosexuellen Geschichte und kongenialer Gestaltung in Schnitt, Akustik, Dekor, Licht und Schatten, Kostümen. Das unruhige Gekreische der Vögel in einer Tierhandlung schwillt zu einem ohrenbetäubenden Lärm an, wenn Irena das Geschäft betritt. Das Klackern von High Heels geht in die Stille von Samtpfoten über, Spuren im Schlamm zeigen die Metamorphose, Schuss-Gegenschuss suggerieren geschickt Kämpfe auf Leben und Tod mit einem echten Panther. Menschen sind im Schatten oder Halbschatten, erscheinen wie scheinbar zufällig als Tiere in von Schatten geformten Käfigen, eine Klinge ist so phallisch wie ein Schwert einer Statue. Der Blick des Psychiaters Louis (Tom Conway) auf Irena ist lüstern, ihr Gesicht unter Hypnose nur von einem Punktlicht angestrahlt, dass nur das Zentrum des Gesichts hell erleuchtet zu sehen ist, Ausziehen und Sezieren mit Blicken à la Expressionismuskino der 1920er Jahre (diesem scheint auch eine alptraumhafte Zeichentricksequenz verhaftet zu sein). Dies alles ist stimmig, aber auch neuartig für den B-Film der frühen 1940er Jahre, und dies gibt mir Anlaß, ein klein wenig über die Serie zu erzählen, in der "Cat People" entstanden ist. Der russische Produzent Val Lewton hatte in der B-Abteilung von RKO die Aufgabe, kurze, kostengünstige Horrorfilme herzustellen. Er erwies sich als Riesentalent und kreativer Geist, ganz entgegen dem Klischee, dass die Produzenten der Tod der kreativen Regisseure seien. Der Lewton-Zyklus setzte Maßstäbe im Genre und bat dem arrivierten Regisseur Jacques Tourneur (verantwortlich für den vorliegenden Film) sowie den Regie-Neulingen Robert Wise und Mark Robson die Gelegenheit, sich unter Bedingungen zu profilieren, die nicht Riesenhits forderten - die Bedingungen des B-Films als Chance, nicht als Korsett. "Cat People" gilt zu Recht als herausragender Beitrag der Reihe.

Was hat der Film desweiteren zu bieten? Auffällig ist, dass er ganz den Frauen gehört, der rätselhaften Irena sowie der patenten Alice (Jane Randolph). Alice liebt ihren Arbeitskollegen Oliver und fällt gar nicht mal sonderlich gegenüber der in ihrer Abgründigkeit natürlich ungemein interessanten Irena ab. Alices Gradlinigkeit wirkt glaubhaft und hat wahre Größe, da sie von einem tiefen, aufrichtigen Verständnis im wahrsten Sinne des Wortes geprägt ist. "Liebe, das heißt einander verstehen", so einfach und doch so wahr und wichtig; hier wird "Cat People" neben vielem anderen zu einem bewegenden, authentischen Liebesfilm jenseits aller verlogenen Beschwörungen des Gefühls der Gefühle. Damit ist natürlich das Schicksal von Irena und Oliver besiegelt, die einander nie erkennen, äh, verstehen können; die sich zwar anziehen, aber nicht ausziehen. Indes wird ihnen mit Alice und Oliver auch nicht gerade das Idealpaar entgegengesetzt, denn die Identifikationsmöglichkeiten, die Alice dem Zuschauer gibt, denen kann Oliver nicht entsprechen. Reichlich stieselig gibt er einmal seiner Gattin Irena zu verstehen, dass er mit seiner besten Freundin Alice gerne einmal allein sei - ja merkt er denn nicht, dass diese ihn liebt und dass Irena dies längst wissen muss und ihre Kränkung in besagtem Moment absolut verständlich ist? Reichlich unsensibel wird er später Irena gestehen, dass er Alice liebt und die Scheidung will. Ob Alice mit so einem glücklich werden kann, lassen wir einmal dahingestellt.

Vielleicht ist diese Rollengestaltung als Elefant im Porzellanladen ja tatsächlich gewollt und findet ihre dunkle, dämonische Entsprechung in Louis, dem Psychiater, der Irena schlicht und einfach "will". Glücklicherweise fährt der Film nicht auf der im Psychogenre verbreiteten Schiene, nach der die gestörte Frau bloß mal "nen Kerl braucht". Nein, obwohl die düsteren Figuren Louis und Irena einander genauso nahe sind wie die Lichtgestalten Oliver und Alice, gibt es bei Ersteren keine Erlösung, soviel kann verraten werden. Und Louis ist, anders als Irena (und Alice, aber meines Erachtens parallel zu Oliver), eine eindeutig negativ konnotierte Figur. Das hat auch wieder seinen Reiz: 1942, als Freud in der populären US-Kultur (aber noch nicht im Film) Hochkonjunktur hatte, einen freudianisch arbeitenden Seelenklempner als lüsternen Scharlatan zu zeigen, dessen aus dem Genre hinlänglich bekannte Reden von der Suche nach dem Kindheitserlebnis zu hohlen Phrasen werden - und mit denen er nichts, aber auch gar nichts erklären oder gar heilen kann, bis er aus Gründen der schieren Gei*heit bewusst falsche und sogar höchst gefährliche Ratschläge gibt. Dass "Cat People" somit den Frauen gehört, wirkt keine Sekunde gewollt, sondern fügt sich in diese beunruhigende Geschichte perfekt ein, in der der wahre Horror vielleicht männlich statt tierisch ist.
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